Miniaturausgabe des Bahnhofs

Im Hobbyraum seines Hauses arbeitet er oft an mehreren Modelle gleichzeitig. Auch der Nachbau des Auerbacher Bahnhofs zog sich nur deswegen über zwei Jahre hin, weil zwischendurch detaillierte Pläne für den Weiterbau fehlten. Seit 1980 ist Rolapp, der bekennender Fan der bayerischen Landschaft und der bayerischen Küche ist, im Freistaat unterwegs und fotografiert Bahnhöfe.

Bahnhöfe im bayerischen Raum

Seit 2000 suchte er gezielt historische Bahnhöfe im bayerischen Raum. Es findet, dass diese für Modellbauer eine besondere Herausforderung sind. Auch im Internet habe er immer wieder besondere Gebäude gefunden, die ihn als Modellbauer interessiert haben. Am Auerbacher Bahnhof gefiel ihm der Baustil: Er wurde 1902 im Stil der Neurenaissance erbaut. Über die Internetseite von Rudolf Weber informierte er sich und wurde schließlich nach einem Anruf im Rathaus an Archivar Hans-Jürgen Kugler vermittelt.

Dachstuhl originalgetreu nachgebaut

Dieser hat ihm Kopien der Baupläne des Bahnhofs zukommen lassen. So konnte Rolapp sogar den Dachstuhl des Bahnhofsgebäudes originalgetreu nachbauen. Die Schienen vor dem Bahnhofsgelände sind in der Größe H0. Als Baumaterial wurden Teile aus PVC verwendet, Mauersteine wurden einzeln ausgesägt. Holz- und Profilleisten gibt es beim Architekturbedarf. Dass das Modell nicht billig war, zeigt der hohe Baum, der neben dem Bahnhofsgebäude steht. Er kostete 39 Euro, erzählt der Hobby-Modellbauer.

Handwaschbecken an der Wand

Er arbeitet mit viel Liebe zum Detail. So wurden unter anderem ein Briefkasten, ein Fahrradständer und ein Handwaschbecken an der Außenwand integriert. Auf dem Fahnenmast vor dem Bahnhof hängt die weiß-blau gerautete bayerische Fahne. Bislang hat Berthold Rolapp einen Bahnhof verkauft. Im Auerbacher Fall hatte Hans-Jürgen Kugler die Idee, das Modell als Leihgabe in das museum34 zu holen.

Holzlege und Toilettenhaus

Das Modell zeigt neben dem eigentlichen Bahnhof ein weiteres Gebäude, das früher als Holzlege und Toilettenhaus verwendet wurde, und den Lagerschuppen, der heute noch steht. Er wird allerdings abgebrochen werden, wenn das Baugebiet am Festplatz entsteht, so der Bürgermeister. Neuß erzählte auch vom Lokführerhaus und dem angebauten Lokschuppen. Diese beiden Gebäude wird Berthold Rolapp noch bauen. Er hat ausreichend Zeit, da die Ausstellung zum Thema „Eisenbahn“ erst im zweiten Halbjahr 2018 im Museum geplant ist, erklärte Leiterin Marion Ringl.

Nicht bewertet

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