Medi-Team verliert ohne verletzten Marei

Die Verletzung des formstarken Ägypters im Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Gießen (96:75) wurde von Mannschaftsarzt Dr. Holger Eggers als Muskelbündelriss in der Wade diagnostiziert. Die Medi-Verantwortlichen rechnen mit einer Rückkehr Mareis frühestens zum Jahreswechsel und nahmen deshalb bereits gestern mit Javon McCrea einen Stellvertreter für zwei Monate unter Vertrag.

Javon McCrea kehrt zurück

Der 2,02 Meter lange US-Amerikaner ist in Bayreuth bestens bekannt: In der Saison 2014/15 absolvierte er hier seine erste Station als Profi und wusste in 25 Einsätzen mit durchschnittlich 14,7 Punkten und 5,5 Rebounds zu überzeugen. Nachdem sich sein Traum von einem Wechsel in die NBA nicht erfüllte, verbrachte er die vergangenen beiden Jahre bei Sluc Nancy in Frankreich, Cangrejeros de Santurce in Puerto Rico und Maccabi Rishon Le-Zion in Israel. Auch in den dortigen Ligen waren seine Statistiken mit Durchschnittswerten zwischen 9,6 und 16,3 Punkten sowie 5,5 und 8,4 Rebounds bemerkenswert. Sein für die laufende Saison geplantes Engagement beim belgischen Meister BC Oostende kam wegen eines Syndesmoserisses nicht zustande. Die Verletzung ist mittlerweile ausgeheilt, so dass McCrea zu den besten Spielern zählen dürfte, die der Transfermarkt momentan hergibt.

Medi führte bis in den Schlussabschnitt

Ohne Marei, aber auch noch ohne McCrea, der am Sonntag beim Bundesligaspiel in Bremerhaven erstmals eingesetzt werden soll, verkaufte sich Medi in Bandirma ausgesprochen teuer. 30 Spielminuten lang lagen die ersatzgeschwächten Bayreuther beim aktuellen Tabellenachten der starken türkischen Liga in Front, teilweise sogar zweistellig (14:3 in der sechsten und 28:18 in der 14. Minute). Mit vereinten Kräften konnten De’Mon Brooks und der vor allem in der ersten Spielhälfte starke Andreas Seiferth das Fehlen des etatmäßigen Top-Rebounders Marei kompensieren und Banvits slowenischen Europameister Gasper Vidmar unter den Körben weitgehend kontrollieren.

Selbst in der 28. Minute sah es bei einer 56:51-Führung noch danach aus, als ob den Gästen eine Überraschung gelingen könne. Nach einem 6:0-Lauf ging Banvit jedoch mit einem 57:56-Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort lag Medi durch einen Korbleger von Nate Linhart letztmals mit 62:60 vorn (32.). Danach schwanden dem kleinen Kader jedoch die Kräfte. Inklusive John Cox kamen nur acht Spieler zum Einsatz, vier davon standen mehr als 30 Minuten auf dem Feld. Den nun immer besser kombinierenden und treffsicher werdenden Türken (neun Treffer bei zwölf Wurfversuchen im Schlussviertel, darunter vier von fünf Dreiern) hatten die Bayreuther in der Verteidigung kaum noch was entgegen zu setzen. Das Endergebnis fiel jedoch einige Punkte zu hoch aus.

Statistik

Banvit Bandirma: Thomas (23 Punkte/24:48 Minuten Einsatzzeit / Plus-Minus-Bilanz: +24), Kulig (17/22:18/+12) GECIM (3/ 15:11/-13) Altintig (3/16:26/+11), Senel, Akyel, VIDMAR (13/20:54/-4), RAUTINS (3/34:41/+3), Öncel, TAYLOR (16/28:51/+8), CALOIARO (5/36:46/+14); Feldwurfquote: 30/61 (49 Prozent), davon Dreier: 9/18 (50 Prozent); Freiwürfe: 16/20 (80 Prozent); Rebounds: 26 defensiv, 10 offensiv (Caloiaro 6/3, Vidmar 6/3); Ballgewinne: 5; Ballverluste: 8; Assists: 15 (Rautins 5).

Medi Bayreuth: ROBINSON (15/30:55/-8), Cox (0/6:02/-7), LINHART (4/34:24/-4), Doreth (2/16:23/-9), Seiferth (6/23:24/-4), Wachalski (2/23:29/-12), Amaize, BROOKS (26/32:29/-6), YORK (19/32:40/-5), Adler; Feldwurfquote: 31/62 (50 Prozent), davon Dreier: 4/16 (25 Prozent); Freiwürfe: 8/9 (89 Prozent); Rebounds: 23 defensiv, 6 offensiv (Brooks 6/1, Seiferth 4/3); Ballgewinne: 5; Ballverluste: 8; Assists: 15 (Linhart 8).

SR: Jasevicius (Litauen), Gurion (Israel), Calik (Polen); Zuschauer: 2000.

Nicht bewertet

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