Medi-Team erwartet Baskets Oldenburg

„Zweifellos sind die Oldenburger derzeit in der Tabelle unterbewertet“, sagt Medi-Trainer Raoul Korner. „Sie hatten Verletzungsprobleme und ein schweres Auftaktprogramm. Jetzt sind sie aber komplett, und dann sind sie ein Anwärter auf einen der ersten vier Plätze.“ Diese Einschätzung unterstreicht die Formkurve des Tabellenzweiten der letztjährigen BBL-Hauptrunde, der eine bessere Saisonbilanz durch eine knappe 1:3-Niederlage in der ersten Playoff-Runde gegen Ulm verpasst hat. Der Pflichtsieg am vergangenen Samstag in Tübingen fiel mit 89:58 sehr überzeugend aus, und am Mittwoch im Champions-League-Heimspiel gegen den unbesiegten Gruppen-Spitzenreiter BC Klaipeda aus Litauen wurde der Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic zumindest defensiv die beste Saisonleistung bescheinigt. Dass es dabei trotzdem eine 63:64-Niederlage gab, lag an einem etwas ungeschickten Umgang mit einer 57:47-Führung (33.).

Leistungsträger in Champions League geschont

Bei diesem Auftritt auf europäischer Ebene war es mit der Vollzähligkeit der Oldenburger übrigens schon wieder vorbei, denn Chris Kramer fehlte im Aufgebot wegen „muskulärer Probleme“. Korner geht allerdings davon aus, dass der spielerisch wie physisch starke Guard in der Oberfrankenhalle mitwirken wird: „Ich glaube, dass er nur geschont worden ist, weil er in den letzten Wochen wegen der Verletzung von Vaughn Duggins sehr viele Minuten spielen musste.“ Wenn sich das bestätigt, dürfe man es auch ein wenig als Kompliment verstehen: „Es heißt schon was, wenn wegen des Spiels bei uns ein wichtiger Mann im Europacup geschont wird.“

Doch schon in den Wochen ohne komplette Besetzung waren die Leistungen der Oldenburger längst nicht so enttäuschend, wie es die Zwischenbilanz von 6:8 Punkten vermuten ließ. Nach der Heimniederlage zum Auftakt gegen München (69:83) gingen auch in Ulm (95:105), Ludwigsburg (75:79) und Bamberg (77:83) lediglich Punkte verloren, die auch unter optimalen Voraussetzungen nicht leicht zu holen gewesen wären. „Das ist eine sehr ausgewogene Mannschaft mit viel Qualität, die auch noch zum großen Teil eingespielt ist“, sagt Korner. „Vielleicht könnten wir auf Position vier einen gewissen physischen Vorteil haben, aber einen ausgesprochenen Schwachpunkt gibt es bei diesem Gegner nicht.“

Respekt vor Ex-Bayreuther Brian Qvale

Ein Spieler im Oldenburger Aufgebot wird aber trotzdem besondere Aufmerksamkeit bekommen – und das nicht nur von den Zuschauern, die ihn als Bayreuther Leistungsträger in der Saison 2013/14 in Erinnerungen haben: „Das ist eine Riesenpräsenz unter dem Korb“, sagt der Medi-Coach über Brian Qvale. „Er spielt auch eine wichtige Rolle in der Oldenburger Spielanlage und bekommt oft den Ball.“ Entsprechend groß sei die Herausforderung für Andreas Seiferth und Assem Marei, wobei sich Korner nicht auf einen bevorzugten Gegenspieler für den Baskets-Center festlegt: „Beide werden alle Hände voll zu tun haben.“ Das gelte aber auch für alle anderen Spieler im voraussichtlich weiterhin kompletten Medi-Aufgebot: „Wir werden am Limit spielen müssen.“

Heimspiel gegen Göttingen verlegt

Zum dritten Mal in dieser Bundesligasaison wird ein Heimspiel von Medi Bayreuth bei Sport 1 im frei empfangbaren Fernsehprogramm zu sehen sein. Nach den Siegen gegen die Löwen Braunschweig (96:48) und Alba Berlin (98:96) ist nun die Begegnung mit der BG Göttingen am elften Spieltag ausgewählt worden, die dafür auf den üblichen Sendetermin verlegt werden muss. Die im ursprünglichen Terminplan am Samstag, 10. Dezember, angesetzte Partie findet nun bereits am Freitag, 9. Dezember, statt. Der erste Sprungball erfolgt zum 19 Uhr.

Patenschaft mit WWG

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“: Dies ist der Name eines bundesweiten Projekts mit rund 2000 Schulen und einer Million Schülern, das Kinder und Jugendliche darin bestärken will, gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt aktiv vorzugehen. Nachdem Medi Bayreuth dabei bereits die Bayreuther Gymnasien GCE und GMG unterstützt, wurde nun auch eine Patenschaft mit dem WWG besiegelt. Geplant ist beispielsweise ein Englisch-Kurs mit einem Muttersprachler des Vereins. Als äußeres Zeichen wird das Profiteam am Sonntag ein entsprechendes Aufwärm-Shirt tragen.

Nicht bewertet

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