Mäßiger Durchgang für LSG-Piloten

Warmluft über Oberfranken ist immer ein schlechtes Zeichen für die LSG-Piloten, denn unter diesen Bedingungen bewegt sich die Luft nur träge von unten nach oben. Entsprechend müssen sich die Segelflieger mit schwächeren Aufwinden begnügen und können dadurch nicht so schnell fliegen.

So war es am gesamten Wochenende. Schnittgeschwindigkeiten von nur 60 bis 80 Stundenkilometern bestimmten den ersten Tag. Damit war kein Platz in der oberen Hälfte zu erreichen, und am zweiten Tag fanden sich nur noch wenige LSG-Piloten bereit, einen zweiten Versuch zu starten.

Am erfolgreichsten war das jüngste Mitglied der Flieger-Familie Baier: Sebastian Baier fand zwischen Forchheim und Auerbach im Vogtland die schnellste Linie mit 86,0 km/h. Wolfgang Clas wählte einen komplett anderen Flugweg und flog zuerst nach Suhl und anschließend über Bayreuth nach Weiden. 82,8 km/h war seine Ausbeute. Die dritte Wertung für die Mannschaft steuerte Alexander Müller mit einer eher ungewöhnlichen Streckenwahl bei. Er steuerte zunächst bis südlich von Dresden und bog dann direkt nach Süden ab, um schließlich Prag im Osten und Süden zu umrunden. Schwache Aufwinde machten Müller die Sache nicht leicht, aber immerhin waren seine 79,9 km/h die beste Bayreuther Leistung des ersten Tages.

Das Mannschaftsergebnis von 248,8 km/h reichte nur für den 17. Platz der Tageswertung. Gewinner der Runde waren ausnahmslos Vereine, die den starken Südwestwind als Hangaufwind entlang des Wiehengebirges und des Ith nutzten. Wie schon in der letzten Runde erzielte der LSV Rinteln das beste Ergebnis, diesmal mit hervorragenden 328,5 km/h. Zweiter wurden die Hangflieger aus Celle (355,9) vor den Leverkusenern (344,4), die ebenfalls als Gäste die guten Hangflugbedingungen in Niedersachsen nutzten.

Hertrich hilft in Südfrankreich mit

Da auch die Aufwinde über der Schwäbischen Alb und entlang der bayerischen Alpen nicht so schlecht wie im fränkischen Raum waren, mussten die Bayreuther ein paar Punkte auf den Vizetitel abgeben und verloren auch etwas von ihrem Vorsprung auf auf den vierten Rang, den nun Königsdorf hält. An der Spitze führt Aalen nun schon so klar, dass bereits in der nächsten Woche der Titelgewinn feststehen kann.

International konnte Heiko Hertrich das Bayreuther Ergebnis etwas verbessern. Nach einem Start auf dem kleinen Flugplatz La Motte du Caire in Südfrankreich flog er entlang der Gebirgskanten zwischen Nizza und Briançon. Trotz bald aufziehenden Gewittern gelang ihm eine Schnittgeschwindigkeit von 110,4 km/h. Damit kam die LSG-Mannschaft auf 279,3 km/h und den 24. Rundenplatz in der World-League. Das reichte, um in der Gesamtwertung den fünften Rang zu halten.

Tabellen

Bundesliga (nach Runde 16 von 19; 30 Vereine): 1. LSR Aalen (234 Punkte); 2. SFG Donauwörth-Monheim (190); 3. LSG Bayreuth (177); 4. SFZ Königsdorf (169); 5. FG Schwäbisch Gmünd (160); 6. LSV Schwarzwald (159); 7. LSV Rinteln (150); 8. AC Nastätten (140); 9. FSC Odenwald Walldürn (139); 10. FG Wolf Hirth (139); 11. FLG Blaubeuren (133); 12. SFG Ludwigshafen (128); 13. AC Bamberg (120); 14. FG Oerlinghausen (118); 15. AC Ansbach (112).

World League (1067 Vereine): 1. LSR Aalen (419 Punkte); 2. Moriarty Soaring (USA) 380; 3. SS Boulder (USA) 328; 4. Minden SC (USA) 314; 5. LSG Bayreuth (289); 6. Räyskälä AC (Finnland) 269; 7. SFG Donauwörth (256); 8. FG Schwäb. Gmünd (256); 9. LSV Rinteln (255); 10. Southern Sierra (USA) 254; 11. FLC Schwandorf (251); 12. SFZ Königsdorf (244); 13. LSV Schwarzwald (233); 14. Warner Springs Gliders (USA) 231; 15. FLG Blaubeuren (214).

Nicht bewertet

Anzeige