Marodes Straßennetz in Prebitz

Zwei Stunden waren sie zuvor unterwegs gewesen und ließen sich von Bürgermeister Hans Freiberger zeigen, wo überall Bedarf ist.

Engelmannsreuth-Preunersfeld: An der Gemeindeverbindungsstraße im Bereich der Bahnbrücke ist die Asphaltdecke stellenweise durchgebrochen. Sie wird durch landwirtschaftlichen Verkehr stark belastet. Die Schäden müssen ausgebessert sowie das Bankett teils aufgegraben und neu geschottert werden.

Engelmannsreuth-Preußling: Hier müssen an der Gemeindeverbindungsstraße an drei Stellen schadhafte Asphaltstellen ausgebessert und Verbindungsbänder neu ausgegossen werden.

Altencreußen-Heinersberg: Die geschotterte Gemeindeverbindungsstraße, die zur Gemeinde- und Bezirksgrenze führt, wurde mit ins Kernwegenetz aufgenommen, informierte der Bürgermeister und werde eventuell mal asphaltiert. Durch das abgeschwemmte Dachprofil bleibt das Wasser nach Starkregen stehen und die Oberfläche weicht auf. Mit einem Bagger muss die Oberfläche wieder ausgerichtet und neu geschottert werden sowie das Bankett abgegraben werden. Auch auf der Bahnbrücke – Verbindung Nürnberg-Schirnding – müssen schadhafte Stellen behoben werden.

Funkendorf I: Die Situation am öffentlichen Feld- und Waldweg, der am Parkplatz kurz vor Funkendorf – von Engelmannsreuth kommend – abgeht, hat sich seit dem vergangenen Jahr verschlechtert. Das Wasser läuft den Weg hinunter direkt auf die Kreisstraße, was im Winter zu Vereisungen führt. Das Dachprofil muss erneuert werden, damit das Wasser seitlich in den Graben laufen kann.

Funkendorf II: Der Weg vom Dorfbrunnen zum neu errichteten Dorfgemeinschaftshaus wurde nach Abschluss der Baumaßnahme im vergangenen Jahr wieder hergerichtet und geschottert. Es liegen Beschwerden der Ortsbewohner vor, dass dadurch Steine und Schmutz ins neue Gemeinschaftshaus getragen werden und Schäden verursachen. Das Amt für ländliche Entwicklung hat nun Zustimmung signalisiert, dass eine Pflasterung des Weges und der Parkfläche vor dem Haus im Rahmen der Dorferneuerung mit bis zu 65 Prozent bezuschusst werden.

Losau: Schließlich ging es noch um das Buswartehäuschen in Losau. Ein Ortsanwohner hatte den Antrag gestellt, ein neues zu bauen. Das jetzige wird zurzeit von 15 Kindern für den Schul- und Kindergartenbus genutzt. Es hat keinen barrierefreien Zugang, sondern steht auf einem etwa 30 Zentimeter hohen Betonsockel. Sowohl Bretterverschlag als auch Dacheindeckung sind sehr marode, der Bodenbelag platzt bereits ab.

Während sich der Bürgermeister für ein neues Dach und zwei Fenster im bestehenden Bushäuschen sowie die Schaffung einer Stufe aussprach, unterstützte Gerhard Hagen den Antrag zum Neubau. „Man kann das Fundament und das Gerüst eventuell lassen“, sagte er. Der Neubau müsse aber nicht so groß sein wie das bisherige Häuschen. Der Schulverband habe die Bushaltestelle in Losau aus dem Haushalt genommen, informierte Bürgermeister Freiberger auf Nachfrage von Günther Raimund. Es sei kein erhöhter Bedarf angesehen worden. „Das Bushäuschen ist eine Schande für die Gemeinde“, stellte Klaus Gräbner zum maroden Zustand fest. Die Verwaltung wurde nun beauftragt für einen Neubau in Größe des Sockels sowie mit zwei Fenstern einen Kostenvoranschlag einzuholen.

Wappen: Mit zwei Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat den Antrag des Creußener Wirts Johannes Hammoud, das Gemeindewappen für Werbezwecke im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie die Stadtmeisterschaft im Dart oder Preisschafkopf, zu verwenden. Prebitz hat allerdings kein eigenes Gemeindewappen, sondern nutzt das kleine bayerische Staatswappen.

Abwasser: Die Einleitungsgebühr für Abwasser – ohne Oberflächenwasser – wird von bisher drei Euro pro Kubikmeter auf 3,56 Euro angehoben. Bei der Vorauskalkulation bis 2019 wurde eingerechnet, dass aus den Vorjahren seit 2012 ein Kostendefizit von knapp 30 000 Euro ausgeglichen werden muss. Von 2016 bis 2019 wird von einer abzurechnenden Menge in Höhe von 33 000 Kubikmetern ausgegangen.

Platz: Bürgermeister Freiberger forderte die Gemeinderäte auf, sich bis zur nächsten Sitzung Gedanken zu machen, wie häufig benutzte Gegenstände, wie zum Beispiel die Putzmaschine oder Gläser für Veranstaltungen, zukünftig untergebracht werden sollen. Momentan werden sie in der Kanzlei zwischengelagert, was keine Dauerlösung sei. Möglich wären nun ein Anbau an das bestehende Stuhllager oder ein Container im Außenbereich beim Ausgang an der Theke im großen Saal oder ein mit Schiebetür abgetrennter Bereich im kleinen Saal bei der Feuerwehrfahne oder der Eckbank. Gerhard Hagen und Dieter Rodler lehnten einen Container ab und sprachen sich für eine interne Lösung aus. Alexander Leichtenstern plädierte für eine längerfristige Lösung und gab zu bedenken, ob der Platz dann ausreiche.

Sportplatz: Klaus Gräbner fragte an, wann mit der beschlossenen Befestigung des Ohrenbachs entlang des Engelmannsreuther Sportplatzes begonnen werde. Die Arbeiten beginnen am kommenden Wochenende, teilte der Bürgermeister mit.

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