LKA fasst Automatensprenger

Im Laufe der kriminalpolizeilichen Ermittlungen stellten die Sprengstoffexperten fest, dass ein 22-jähriger deutscher Staatsangehöriger sich an mindestens zwei Tatorten zu den mutmaßlichen Tatzeiten aufgehalten hat. Daraufhin erfolgte in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt, der zuständigen Ermittlungsbehörde für die Tat in Eichstätt am 4. März, bei der ein Fahrdienstleiter verletzt wurde, die Festnahme des Tatverdächtigen in seiner Wohnung im Landkreis Straubing.

Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial und Geldscheine, die Teile der Tatbeute sein könnten. Der Tatverdächtige wurde am 10. März dem Ermittlungsrichter beim AG Ingolstadt vorgeführt, der Haftbefehl erließ.

Der arbeitslose 22-Jährige steht im dringenden Verdacht, seit 6. Februar insgesamt sechs Fahrkartenautomaten mit Sprengstoff gesprengt zu haben. In einem Fall wurde, wie oben bereits beschrieben, eine Person verletzt. Der gesamte Sachschaden beläuft sich auf mind.150.000 Euro.

In allen Fällen versuchte der Verdächtige, an das in den Automaten befindliche Bargeld zu kommen. Dabei waren die Explosionen so heftig, dass nicht nur die gesamten Automaten komplett zerstört wurden. Auch an den Wartehäuschen entstand jeweils erheblicher Schaden. Zur Verdeutlichung: In einem Fall wurde die Tür des Automaten, die immerhin 50 Kilogramm wiegt, fast 30 Meter weit geschleudert!

Hier die Zusammenfassung aller Tatorte mit den genauen Tatzeiten:

  •     6.2.2018, 5 Uhr Burgthann
  •     9.2.2018, 5.10 Uhr Weißenohe
  •     16.2.2018, 3.45 Uhr Grub bei Poing
  •     25.2.2018, 3.05 Uhr Grub bei Poing
  •     4.3.2018, 2.30 Uhr Eichstätt
  •     5.3.2018, 4.15 Uhr, Neuhof an der Zenn

Der Tatverdächtige macht bislang keine Angaben zu den ihm vorgeworfenen Straftaten. Nach den bisherigen Ermittlungen muss allerdings davon ausgegangen werden, dass die Automaten nicht von ihm alleine gesprengt wurden. Die Ermittlungen der EG Automat des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Ingolstadt dauern an, insbesondere werden weiterhin Zeugen gesucht, die an den oben genannten Tatorten und deren Umgebung verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben. Hinweise nimmt das Bayerische Landeskriminalamt unter 089/1212-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

red

 

 

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