Knappe Niederlage der Haspo-Herren

Die DJK Waldbüttelbrunn, die auf ihren privat verhinderten Spielmacher Manuel Feitz verzichten musste, nutzte zunächst einige überhastete Haspo-Angriffe zur 2:0-Führung (4.). Dann stellten die Bayreuther den Unterfranken aber eine massive, flinke und beherzt zupackende Abwehr entgegen. Dabei gelang es in der ersten Halbzeit auch weitgehend, das Spiel der Gäste über ihren starken Kreisläufer Matthias Grünert zu unterbinden. In Zusammenarbeit mit Torwart Alexander Wittmann eroberten die Bayreuther auf diese Weise beim 5:4 (13.) erstmals die Führung.

Immer wieder ergatterte die wachsame Haspo-Deckung nun Ballgewinne, doch die Umsetzung in Gegenstöße gelang nicht wie gewohnt. Die sonst so gut funktionierende erste und zweite Welle wurde meist zu ungenau vorgetragen, so dass die guten Abwehraktionen oftmals durch überhastete Ballverluste sofort wieder selbst zunichte gemacht wurden. Trotzdem setzte sich Haspo über 8:5 (18.) und 10:7 (24.) auf 12:8 (29.) ab, doch der Vorsprung bei Halbzeit hätte durchaus noch etwas höher ausfallen können.

Erst 0:5-Serie, dann 5:0-Serie

Nach der Pause gelang es den stets gefährlich wirkenden Würzburger Vorstädtern dann konsequenter, die kleinen Bayreuther Ungenauigkeiten auszunutzen. Als Haspo gleich mehrfach im DJK-Abwehrblock hängen blieb, nutzten das die Gäste ziemlich eindrucksvoll: Innerhalb von knapp sechs Minuten erzielten sie mit Gegenstößen fünf Tore in Folge zum 12:14. Doch Haspo antwortete in gleicher Weise: Mit tollem Kampf in der Abwehr sowie der Durchschlagskraft von Tim Herrmannsdörfer und Marius Hümpfer gelang den Bayreuthern ihrerseits eine 5:0-Serie zum 17:14 (43.).

Haspo-Abwehr lässt nach

In der letzten Viertelstunde schien den Gastgebern dann jedoch etwas die Luft auszugehen. Das merkte man vor allem in der Abwehr, der es nun eben nicht mehr gelang, DJK-Kreisläufer Matthias Grünert (6 Tore) am Abschluss zu hindern. Außerdem zauberte Gästetrainer Daniel Boldt nun noch Routinier Joszef Szentgyörgyi (7) aus dem Hut. Der ehemalige ungarische Nationalspieler trumpfte nun groß auf und war kaum mehr zu halten. So führte Haspo letztmalig beim 18:17 (47.), ehe die DJK ab dem 18:19 (49.) immer ein Tor vorlegte. Die Entscheidung fiel dann in der Schlussminute, als Haspo beim Stand von 23:24 ein vermeintlicher Schrittfehler abgepfiffen wurde, den die Gäste kaltschnäuzig zur Vorentscheidung nutzten.

„Gerade für die Abwehrarbeit in der ersten Halbzeit muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen, aber leider haben wir unsere zahlreichen Ballgewinne nicht ordentlich umgesetzt“, trauerte Haspo-Trainer Mathias Bracher den ungenutzten Konterchancen nach „In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber 17 Gegentore bekommen, und das ist gegen einen derart starken Gegner einfach zu schwer wettzumachen.“

Haspo Bayreuth: Wittmann, Lehnard – Neumaier (4/1), Herrmannsdörfer (4), Hümpfer (5), Tscheuschner, S. Berghammer, Hoffmanns, Schmidt (4), Beck (3), Meyer-Siebert, Woitaschik (2), Saborowski (2), Schreibelmayer.

Nicht bewertet

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