Kirchahorn hat endlich wieder Spielplatz

Bürgermeister Gerd Hofmann ist stolz auf die Eltern. Und er ist dankbar: „Der Spielplatz in dieser Form hätte uns sicher 50 000 Euro gekostet.“ Der Gemeinderat hatte aber maximal 15 000 Euro abgesegnet. Dann kam das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) ins Spielplatz-Spiel. Die Behörde in Bamberg packte das Vorhaben „irgendwie“ in die eigentlich schon abgeschlossene Dorferneuerung und stellte bis zu 16 000 Euro an Fördermitteln in Aussicht. Auch dafür ist Hofmann dankbar. Und so konnte das Projekt in Angriff genommen werden.

Vorläufer wurde kaum genutzt

Ein wichtiges Projekt. Denn Kirchahorn hatte schon lange keinen Spielplatz mehr. Der letzte wurde Ende der 1980er Jahre am Hirtenanger angelegt. Im damaligen Neubaugebiet. Die Resonanz ließ bald zu wünschen übrig, die Pflege auch. Die Anlage wurde kaum genutzt, verfiel langsam. Doch inzwischen ist Kirchahorn ein Ort, der wächst. Es gibt ein neues Neubaugebiet. Es gibt auch wieder mehr Kinder, wie der Anstieg der Erstklässler dokumentiert.

Unterschriftenaktion

Und so starteten Eltern vor zwei Jahren eine Unterschriftenaktion für einen neuen Spielplatz. Um anzufragen, wie groß der Bedarf ist, sagt Simone Füssmann, eine der beteiligten Mütter. Das Ergebnis war eindeutig: Der Bedarf ist sehr wohl da. Dann wurde die Kommune aktiv, dann die Eltern: „Das war alles Eigeninitiative, das war eine tolle Sache“, kommentiert der Bürgermeister dieses Engagement.

Mit Baggern und Traktoren

Doch nicht nur die Eltern trugen ihren Teil zum Gelingen bei. Auch die lokale Firmenwelt stieg mit ins Spielplatz-Boot. Sie spendete Pflastersteine und Schotter, sie stellte einen Bagger zur Verfügung. „Und dann rückten die Väter mit Traktoren an, um den Platz herzurichten“, so Hofmann. Dieser liegt direkt am Gelände des SV Kirchahorn unterhalb des Kindergartens. Ein idealer Standort, sind sich die Mamis beim Termin mit dem Kurier einig.

Sonnenschutz fehlt noch

Und auch die Kinder. Sie können sich hier nach Herzenslust austoben. Und das machen sie auch. Im Sandkasten, an der Seilbahn, auf der Riesenschaukeln, auf den Kletteranlagen. Besser geht es kaum, sagt Simone Füssmann. Klar, einiges fehlt noch. Etwa bei der Bepflanzung des eingezäunten Areals. Und vor allem ein Sonnenschutz wäre nötig. Das wird die nächste Investition sein, wohl wieder finanziert über Spenden. Die Eltern wie der Bürgermeister hoffen dabei auf gutes Wetter am 3. Oktober. Dann wird der Spielplatz offiziell eingeweiht. Und der Erlös der Veranstaltung soll unter anderem in den kauf eines Sonnensegels fließen.

Das hält ein paar Jahre

Übrigens: Die Eltern haben die von einem renommierten Hersteller auf Paletten gelieferten Spielgeräte durch die Bank selbst aufgestellt. Der TÜV hat das abgenommen – „jetzt muss hier erst wieder in fünf Jahren nach dem Rechten geschaut werden“, sagt Bürgermeister Hofmann. Und sagt es noch einmal: „Es ist einfach klasse, was die Eltern hier geleistet haben.“

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