Hollfeld: Martin Rohde verlässt die Gesamtschule

"Ich verlasse Hollfeld mit einem lachenden und einem weinenden Auge", so Martin Rohde im Kurier-Gespräch. Zum einen fühlte sich Rohde nach eigenem Bekunden sehr wohl in Hollfeld, schätzt das besondere Flair an der Gesamtschule und schätzt die Zusammenarbeit mit Schülern, Eltern und Kollegen. Zum anderen hat sich für Rohde kurzfristig die Gelegenheit ergeben, mit dem Franz-Ludwig-Gymnasium eine Schule mit Studienseminar zu übernehmen. Und somit wieder in die Lehrerausbildung zurückzukehren, die Rohde sehr am Herzen liegt. Rohde sieht Zukunft der Gesamtschule positivBereits von 2001 bis 2006 war der Pädagoge am Kaspar-Zeuß-Gymnasium in Kronach Seminarleiter für die angehenden Deutschlehrer. Im Januar 2006 hatte sich Martin Rohde als Nachfolger von Bernd Hofmann beworben, der 33 Jahre an der Gesamtschule tätig war, davon 20 Jahre als deren Leiter. Im Juni 2006 erfuhr Rohde, dass er den Zuschlag erhalten hatte. In einem Kurier-Interview bezeichnete der neue Schulleiter damals Hollfeld als eine "langfristige Perspektive". Dass daraus doch nur sechs Jahre geworden sind, kam für Rohde selbst überraschend: "Es gibt nur sechs Studienseminare in Oberfranken, und nachdem die Schulleiterstelle in Bamberg ausgeschrieben wurde, musste ich diese Chance wahrnehmen." Großen Wert legt Martin Rohde auf die Feststellung, dass seine Entscheidung kein Indiz für eine ungewisse Zukunft der Gesamtschule Hollfeld sei. "Es ist beileibe nicht so, dass hier der Kapitän das sinkende Schiff verlässt", so Martin Rohde. Vielmehr wurde in den vergangenen sechs Jahren gemeinsam das Schiff hochseetauglich gemacht, damit ein neuer Kapitän das Ruder übernehmen kann. Deshalb sieht Oberstudiendirektor Rohde auch keinerlei Anzeichen dafür, dass die Gesamtschule auch mittelfristig in ihrem Bestand gefährdet sein könnte. Dafür spräche nicht zuletzt auch die Zahl der Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr. Steigend ist zudem die Zahl der Jugendlichen in der gymnasialen Oberstufe. Foto: WahaMehr zu diesem Thema lesen Sie in der Wochenendausgabe (16./17. Juni) des Nordbayerischen Kuriers.

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