Heinersreuths Schulterschluss mit Bayreuth

Die knappe Mehrheit der Gemeinderäte lässt den Bebauungsplan „Breiter Acker“ hinter der Jet-Tankstelle Realität werden. Als Mischgebiet, das Wohnungen im Erdgeschoss ausschließt. Die CSU hätte das gerne großzügiger ausgelegt. Und ist dagegen.

Die Abstimmung fällt sehr knapp aus. Und Bürgermeisterin Simone Kirschner, CSU, ist das Zünglein an der Waage: mit neun zu acht Stimmen wird die Planung genehmigt. Dafür sind die SPD-Fraktion, Ewald Berneth von der FWG und die Bürgermeisterin.

Der Plan:

Eine Entwicklungsgesellschaft, gegründet von der Eigentümergemeinschaft, will hier auf einer Fläche von ursprünglich 3000 Quadratmetern Bauland entstehen lassen. Im Süden grenzt das Gebiet an die Stadtgrenze von Bayreuth. Schon lange ringt die Gemeinde mit diesem Vorhaben, das sich direkt an das Gewerbegebiet hinter der Jet-Tankstelle anschließt.

Die Diskussion:

Reine Wohnbebauung sei hier nicht möglich, erklärt Verwaltungsleiter Danielo Heidrich. Bei der Bebauung Straßäcker habe man das allerdings auch zugelassen, hakt Stefan Eigl, CSU, nach. „Da fehlt mir die Logik.“ Hans Dötsch, SPD, spricht von einer Geschichte, die den Gemeinderat schon seit Jahren beschäftige. Lange war unsicher, ob hier überhaupt ein Bebauungsplan entstehen könne.  Jetzt habe man einen Kompromiss gefunden und der Bauträger habe signalisiert, dass es Bewerber gebe. „Mit dieser Lösung können alle gut leben.“

Baufenster reduziert

Nach Vorberatungen im Bauausschuss einigt man sich, die Planung auf nur noch 2500 Quadratmeter zu reduzieren. Kirschner sieht hier viel Potenzial. Außerdem werde Wohnnutzung im Erdgeschoss ausgeschlossen. Wohnen in einem Mischgebiet grundsätzlich auszuschließen sei aber nicht möglich, erklärt Heidrich. Daher der Vorschlag, Wohnungen im ersten Stock zu genehmigen, eine sogenannte horizontale Gliederung. „Und wenn das nicht eingehalten wird?“ hakt Kauper nach. Dann sei die Gewerbeaufsicht des Landratsamtes dran.

Kirschner weist darauf hin, dass die Gemeinde keine Gewerbeflächen mehr habe, wenn man vom Ängerlein, das sich nicht in Gemeindebesitz befinde, absehe. Marion Fick, SPD, ärgert sich, dass quasi durch die Hintertür wieder Bauplätze geschaffen werden. "Die Kindergärten und auch die Ganztagsschule platzen aus allen Nähten. Wir brauchen auch Infrastruktur,” mahnt sie. Kauper ist das egal. „Wir brauchen Bauplätze. Alle Träger öffentlicher Belange wurden gehört und sind einverstanden. Es ist mir jetzt egal, wenn wir auch durch die Hintertür wieder etwas geleimt werden.“

„Jeder weiß, auf was er sich in einem Mischgebiet einlässt“, ergänzt zweiter Bürgermeister Christian Bock, Freie Wähler. Und meint damit in erster Linie Beschwerden wegen Lärmbelästigung durch die gewerbliche Nutzung. 

2 (2 Stimmen)

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Kommentare

Die Wendungen in diesem Kapitel werden immer kurioser. Von einem Mischgebiet war bisher im Gemeinderat nie die Rede. Welches Gewerbe soll dann da einziehen?
Das älteste der Welt?
bauen, betonieren, was anderens fällt weder Stadt- noch Landräten oder Bürgermeistern ein!
Kiepfer spielen Sie auf dieses Gewerbe an?
[Extener Link gelöscht / admin]
Stelle gerade fest, dass die Redakteurin oder der Überschriftschreiber die Baugebiete verwechselt hat. Der "Breite Acker" liegt nicht an der Stadtgrenze zu Bayreuth, sondern das Baugebiet "Strassäcker".
Stelle gerade fest, dass jweisse keine Ahnung hat, der Strassäcker ist hinterm Mösch / Küchen Ulbrich, der Breite Acker hinter der JET-Tankstelle und neben der Stadtgrenze Bayreuth. Die verläuft dort im Zick Zack.
Die Redakteurin finde ich gut. Aber wurde der Breite Acker nicht schon in der 1. Sitzung um den Haushalt beschlossen? Wie kommt das jetzt?
Stelle gerade fest, dass der Link immer noch nicht entfernt wurde.
Immer schön mit gleicher Elle messen...
Dankeschön!
Der eiserne Hans hätte sich seine Nachfolgerin nicht besser raussuchen können, wenn er sie selber aufgestellt hätte.
Sie ist gegen Dienstfahrzeug und bestellt sich selbst eins.
Sie ist gegen Flächenfraß, verbrät Flächen wie andere Spiegeleier in der Pfanne.
Sie bleibt nach 7 Schwerverletzten in Altenplos bei einem Autounfall unerbittlich dabei, sie ist nur für LKW-Verbot. Sie erzeugt im Ort noch mehr Autoverkehr zum Ausgleich für ein LKW-Verbot, das sie noch gar nicht hat.
Aber fürn Maisel, des is doch schee, wenn der in Altenplos mal hoffentlich ein paar Millionen einnehmen kann.
Dieser Kommentar ist wie die meisten Ihrer bisherigen nur schwer zu ertragen.
Was Sie da alles schreiben, das glauben Sie doch wohl selber nicht.
Ihnen geht's nur darum, Ihren (woherauchimmerrührenden) Hass zu Papier zu bringen.
Ich bin wohl kaum der einzige, dem auffällt, dass an der B 85 seit Ende der 50er Jahre Kinder überfahren wurden, es gab immer wieder Todesfälle, Schwerverletzte, Kinder, die ihr Leben lang behindert blieben. Der letzte Todesfall war erst 2011. Es gibt ein Bewusstsein für Verkehrsprobleme in Heinersreuth: ein Gemeinderat und Beamter braucht bei Tempo 30 mit Huppel neben dem Haus noch ein Geschwindigkeitsanzeigegerät und das gelbe Männchen mit Slow drauf. Ich empfinde keinen Haß, diese Art der Politik macht mich einfach nur traurig. In anderen Gemeinden wie Bindlach gibt es einen Aufschrei, wenn ein Kind nur angefahren wird. Hier? Betroffenheit? Fehlanzeige.
So traurig es ist - an jeder Straße werden Kinder überfahren, kommen Menschen zu Schaden (wobei der Fahrzeugführer nicht immer Schuld haben muss).
Sie bringen auch Sachverhalte durcheinander:
Es ist ein Unterschied, ob ein auf, über oder neben der Straße laufendes Kind angefahren wird, oder ob Kinder in zwei miteinander kollidierenden PkWs verletzt werden.
Da Unterschiede zu machen, grenzt an Haarspalterei. Es gab auch schon Unfälle, wo Menschen im Garten ihres Hauses sitzend angefahren wurden. Jeder Unfall ist schlimm. In Bindlach regt man sich auch über Beinaheunfälle auf und das mit Recht. Die sind bei uns an der Tagesordnung. Ich gehe jede Wette ein, dass die Straße mit dem Gemeinderat nicht bei der Unfallstatistik oben ist. Ich gehe davon aus, dass dort weiter mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Für mich ist es nur ein Beispiel, wie weit man hier von der Realität entfernt ist.
Die am Anwesen dieses Gemeinderats vorbeiführende Straße dürfte Ihrer Schilderung nach eine innerörtliche Tempo-30-Zone sein.
Solche Straßen dürften bundesweit in den Unfallstatistiken hintenan stehen.
Ihre Erkenntnisse in Sachen "Beinaheunfälle mit Aufregefaktor in Bindlach" sind nebenbei abenteuerlich und ungeachtet des Ernstes der Sache belustigend.
Da Sie die Nachbargemeinde in dieser Hinsicht als das "Gelobte Land" ansehen, gibt es für Sie meines Erachtens nur eine einzige Möglichkeit, Ihren inneren Frieden (wieder?)zufinden.
Es ist sehr geschmacklos in Zusammenhang mit Unfällen oder Beinaheunfällen belustigt zu sein. Ich danke Ihnen für Ihre Empfehlungen. Darauf wäre ich nicht gekommen, dass es in anderen Gemeinden nicht so geschmacklos zugeht.
Zwecklos! Hören wir auf - hat eh' nichts mit dem Artikel zu tun.
KLO sagt, jweise hat keine Ahnung? Oder ist es vielleicht umgekehrt? "Breiter Acker" liegt hinter Mösch und "Strassäcker" oberhalb von Jet.