Haspo startet mit zwei Heimspielen

Den beiden Trainern Marc Brückner und Michael Werner steht die eine oder andere Umbaumaßnahme ins Haus – und da ist dieses große Zeitfenster von Vorteil. Mit Linkshänder Paul Saborowski (zu Zweitligist Eintracht Hagen) und Rückraumspieler Marius Hümpfer (Pause) verließen zwei Leistungsträger das junge Team. Unter anderem müssen 267 Tore (Saborowski 174, Hümpfer 93) aus der Vorsaison neu verteilt werden. „Wir werden den Umbau erfolgreich absolvieren“, verspricht Werner und ergänzt: „Außerdem arbeiten wir in dieser Saison noch professioneller an der Verletzungsprophylaxe, da wir letzte Saison ja sehr viel Pech hatten.“

Doch nicht nur bei der Verletzungsvorsorge, die auf diesem Niveau aufgrund der Kooperation mit dem Klinikum Bayreuth wohl einzigartig ist, beschreitet der Bayernligist neue Wege. So misst sich der letztjährige Tabellenvierte in Testspielen mit den Drittligateams vom HC Erlangen und HSC 2000 Coburg und wird zudem im hessischen Birkenau ein Trainingslager aufschlagen. Dort trifft das Haspo-Team ebenfalls auf höherklassige Mannschaften. „Während wir aktuell vor allem an unserer Physis hart arbeiten, um auch unser Tempospiel weiter voran zu bringen, wird ab Anfang August immer weiter die spielerische Komponente in den Fokus rücken“, erklärt Werner.

Belastungstest gegen Helmbrechts und Erlangen II

Zuvor kommt es in der ersten Runde des BHV-Pokals am Freitag, 21. Juli, zum Pflichtspielauftakt gegen Landesligist TV Helmbrechts. „Am Vorabend spielen wir gegen den HC Erlangen II und sehen diese beiden Spiele somit als absoluten Belastungstest“, freut sich der Haspo-Trainer auf die Herausforderung.

Der Ernstfall tritt dann am 16. September um 19.30 Uhr im Schulzentrum Ost ein, wenn Haspo Bayreuth zum Saisonauftakt mit der TG Landshut den letztjährigen Vizemeister zu Gast haben wird. „Das ist mit Sicherheit eine Standortbestimmung für uns, und da wird auch gleich vollste Konzentration von uns gefordert sein“, weiß Werner. Anders als noch im vergangenen Jahr, als die Bayreuther an den ersten beiden Spieltagen auswärts ran mussten, profitieren sie nun vom Losglück. Denn auch am zweiten Spieltag hat man Heimrecht gegen Aufsteiger TSV Rothenburg. „Der Heimvorteil an den ersten beiden Spieltagen kann Gold wert sein. Und wir wollen das natürlich nutzen, um Selbstvertrauen zu tanken.“

Michael Werner: "Es gibt keinen absoluten Favoriten"

Eine große Portion Selbstvertrauen kann im Lauf der Saison ohnehin nicht schaden, wird doch eine ausgeglichene Spitzengruppe erwartet. Nach dem souveränen Aufstieg des HC Erlangen II sagt Werner: „Ich denke, dass es in der neuen Saison keinen absoluten Meisterschaftsfavoriten geben wird. Vielmehr erwarte ich mit Waldbüttelbrunn, Landshut, Haunstetten, Friedberg und womöglich auch Erlangen-Bruck mehrere ebenbürtige Anwärter auf die vordersten Plätze.“

Auf ein eigenes Saisonziel will sich Michael Werner zu diesem sehr frühen Zeitpunkt der Vorbereitung nicht festlegen, lässt sich dann aber entlocken: „Unser Ziel wird es schlichtweg sein, jedes Saisonspiel zu gewinnen.“

Nicht bewertet

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