Haspo-Remis im Offensivspektakel

Der Kreisspieler war gleich beim ersten Angriff ohne große gegnerische Einwirkung zu Boden gegangen und wurde ins Krankenhaus gebracht. „Wie es aussieht, ist es eine schwerere Knieverletzung“, zeigte sich Haspo-Trainer Marc Brückner direkt nach Spielschluss sehr besorgt.

Die Bayreuther erholten sich einigermaßen zeitnah von diesem schweren Schlag und übernahmen beim 6:5 (13.) das Kommando. Dabei schien es sie nur wenig zu stören, dass sich die Landshuter Deckung vor allem auf Marius Hümpfer im linken Rückraum konzentrierte. Oft brachte man den Torjäger trotzdem in eine gute Wurfposition, oder es wurden andere Lösungen gefunden, wie etwa über die starken Außenspieler.

So legte Haspo vom 9:6 (18.) bis zum 11:8 (23.) drei Tore vor, vergab aber eine höhere Führung durch leichtfertige Ballverluste. „Die leichten technischen Fehler waren schon sehr ärgerlich, weil wir in dieser Phase klar am Drücker waren“, sagte Brückner. So konnten die Landshuter vor allem durch ihre groß gewachsene Rückraumreihe mit Dominik Abeltshauser (5/1), Enis Kabashi (6/2) und Tobias Gretsch (6) den Anschluss halten.

Spektakulärer Schlagabtausch nach der Halbzeitpause

Die zweiten 30 Minuten ließen dann an Spannung und Geschwindigkeit keine Wünsche offen. Beide Mannschaften lieferten sich nun einen teils spektakulären Schlagabtausch mit Treffern im Halbminutentakt.

Dabei kamen die Landshuter zunächst schnell zum 16:16-Ausgleich (34.), weil die mitunter leicht zu beeinflussenden Schiedsrichter zwei Zeitstrafen innerhalb von 20 Sekunden gegen Yannick Berghammer und den erneut sehr wurfstarken Spielmacher Yannik Meyer-Siebert ausgesprochen hatten. Von da an blieb es eine Begegnung auf Augenhöhe, wobei auf Bayreuther Seite Philipp Schöttner im rechten Rückraum in brenzligen Situationen viel Verantwortung übernahm und dabei auch beinahe durchweg überzeugte.

Nach drei Gegentoren vom 25:23 (47.) zum 25:26 (49.) lag Haspo bis zum 31:32 (58.) trotzdem regelmäßig mit einem Tor zurück, das aber meist umgehend wieder ausgeglichen wurde. Erst 90 Sekunden vor dem Ende hatten die Gastgeber durch ein Kontertor von Paul Saborowski zum 33:32 wieder die Nase vorn.

Die Chance zum Sieg bei Ballbesitz in den letzten 55 Sekunden wurde jedoch durch ein Stürmerfoul zunichte gemacht. „Wir haben in der zweiten Halbzeit keinen Zugriff in der Abwehr mehr hinbekommen“, fasste Brückner zusammen. „Deshalb ist die Punkteteilung auch absolut leistungsgerecht.“   berg

Haspo Bayreuth:Wittmann, Lehnard, Pfeifer – Schalk, Nicola (1), Hofmann, Hümpfer (7), Klima (1), S. Berghammer (5), Rahn, Saborowski (6), Meyer-Siebert (6/2), Y. Berghammer (2), Schöttner (5).

Nicht bewertet

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