Haspo-Damen unterliegen in Ottobeuren

„Mit über 25 Fehlwürfen und zu vielen technischen Fehlern gewinnt man kein Handballspiel“, lautete das einfache Fazit von Haspo-Trainer Matthias Starz nach Spielschluss, der noch ergänzte: „Wir haben einmal mehr den Start ins Spiel komplett verschlafen und haben bis zur Halbzeit keinen Fuß auf den Boden bekommen. In der zweiten Halbzeit hat das Team immerhin noch Moral gezeigt.“

Bereits nach acht Minuten hatte der Bayreuther Coach seine erste Auszeit nehmen müssen, denn da lag seine Mannschaft bereits ernüchternd mit 0:7 im Rückstand. Angetrieben von Lena-Alisa Keßler (8 Tore) im linken Rückraum hatte der TSV Ottobeuren bis zu diesem Zeitpunkt nach Belieben getroffen und die Bayreuther Abwehr dabei mitunter sogar schwindlig gespielt, während Haspo bereits mehrere freie Torchancen vergeben hatte.

Haspo mit 3:15-Rückstand

Da die Bayreutherinnen auch in der Folge nur langsam zu ihrem Spiel fanden, erhöhte der TSV Ottobeuren die Führung kontinuierlich bis auf das fast schon vorentscheidende 15:3 (23.). Erst jetzt fand die Haspo-Abwehr allmählich zu ihrer gewohnten Stärke. Doch aufgrund der anhaltenden Nervenschwäche im Abschluss, ging es dennoch mit einem Zehn-Tore-Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Halbzeit waren die Gäste dann deutlich sichtbar auf Wiedergutmachung aus, auch wenn die mangelnde Chancenverwertung weiterhin ihr großes Manko blieb. Über 14:20 (43.) verkürzten die Bayreutherinnen immerhin wieder auf 18:23 (54.), doch wirklich gefährden konnten sie den insgesamt hochverdienten Sieg der Allgäuerinnen nicht mehr.

„Natürlich sind wir enttäuscht, doch es gibt einfach solche Tage, an denen nichts klappt“, stellte Co-Trainer Felix Rockenmayer ernüchtert fest und auch Matthias Starz analysierte: „Heute hat nahezu keine Spielerin auf ihrem normalen Niveau gespielt. Nach so einem Spiel heißt es Mund abputzen und nach vorne schauen.“

Leichter werden die Aufgaben für die Bayreutherinnen aber nicht. Bereits am nächsten Wochenende kommt nämlich der ungeschlagene Tabellenzweite HSV Bergtheim. Trotzdem sieht Starz noch keinen Grund zur Sorge: „Die Mannschaft ist intakt und man muss so einer jungen, neu zusammengestellten Truppe auch etwas Eingewöhnungszeit zugestehen.“

Haspo Bayreuth: Pitterich, Bauer, Goetjes – Dschner (3), Dörfler (4), Kutzschmar, Lindner, Kerling (5), Schmidt (2), Opitz (2), Koppold (3), Stöcker (1), Schubert, Duchon. berg

Nicht bewertet

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Montag, 13. November 2017 - 11:06