Haspo-Damen haben nichts zu verlieren

Spräche nicht alleine schon die Tabellensituation gegen den Vorletzten im Gastspiel beim Spitzenreiter, so gäbe die Personalsituation bei den Bayreutherinnen Anlass genug zu Pessimismus. Neben der beruflich verhinderten Kim Koppold wird vermutlich auch Loraine Hellriegel kurzfristig verletzt ausfallen. Und auch hinter dem Einsatz der angeschlagenen Spielmacherin Sonja Körber, die sich beim wichtigen 25:22-Erfolg gegen den Frankfurter HC noch in den Dienst der Mannschaft gestellt hatte, steht weiterhin ein großes Fragezeichen.

Vertrauen in die jungen Spielerinnen

So lastet die Hauptverantwortung erneut auf den Schultern der „jungen Wilden“ im Haspo-Team. Deren Entwicklung in den letzten Wochen macht dem Trainer aber zumindest ein bisschen Hoffnung für die anstehende Partie bei der Erstliga-Reserve: „Trotz der Ausfälle sind wir nicht ganz chancenlos“, sagt Hankel. „Doch es muss bei jedem schon die Tagesform stimmen, wenn wir dort etwas mitnehmen wollen“. Druck will er aber keineswegs aufbauen: „Blomberg ist die schwerste der noch anstehenden vier Partien.“

Knappe Niederlage im Hinspiel

Bereits im Vorjahr taten sich die Bayreutherinnen schwer mit dem Bundesliga-Nachwuchs aus Ostwestfalen. Mit 21:30 und 29:37 gab es zwei klare Niederlagen. In der Vorrunde der laufenden Saison schnupperte Haspo allerdings an einem Erfolg, allerdings in Bestbesetzung. Mit vier Toren in Folge gelang damals der Anschluss zum 20:21, aber zum Punktgewinn reichte es in den verbleibenden zwei Minuten doch nicht ganz.

Im Gegensatz zum HC Leipzig verzichtet die HSG weitestgehend auf Leihgaben aus dem Bundesliga-Kader. Die wären diesmal möglich, da die erste Mannschaft bereits am Samstag gegen den Deutschen Meister Thüringer HC ran muss. Doch bislang wurde diese Möglichkeit tatsächlich nur zu Aufbauzwecken genutzt. Die Entwicklung der jungen Toptalente in der Reserve im Saisonverlauf bestärkt die Verantwortlichen um Internatsleiterin Barbara Hetmanek bei diesem Weg.

Unter diesen Voraussetzungen wäre es also kein Beinbruch, wenn der Bayreuther Minimalkader am Sonntag ohne Punkte bleiben würde und damit den vorletzten Platz nicht verlassen könnte. Allerdings unterstreicht der Haspo-Trainer: „Wir fahren ganz sicher keine 400 Kilometer einfach, nur um uns am Ziel dann kampflos zu ergeben.“

Nicht bewertet

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