Haspo-Damen empfangen Frankfurt

Abgesehen von der erfolgreichen Vergangenheit des Vereins, der mehrfach deutscher und DDR-Meister war, kann Trainerlegende Dietmar Schmidt, der dem FHC aus Bundesligazeiten erhalten geblieben ist, sogar eine olympische Goldmedaille sein Eigen nennen. Zudem steht mit Michelle Dürrwald eine Juniorennationalspielerin in der Halle und beim Beach-Handball im Kader.

Auf Dürrwald werden die Bayreutherinnen wohl ihr Hauptaugenmerk richten müssen, steht das Talent doch mit 97 Treffern auf Rang zwei der Torschützenliste und war mit zehn Treffern hauptverantwortlich dafür, dass sich Haspo in der Hinrunde mit einem Punkt in Brandenburg zufrieden geben mussten. Doch auch der Rest des Teams ist stets torgefährlich: Mit Kathleen Müller stellt der HC noch eine weitere Top-Ten-Torjägerin der Liga.

Kampf um den Klassenerhalt

Alle Qualität und Geschichte darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in dieser Begegnung nur um Punkte für den Klassenerhalt gehen wird. Für alle Beteiligten. Frankfurt liegt nur drei Punkte vor Haspo und würde sich mit einem Sieg ein kleines Polster schaffen.

Ob für die Bayreutherinnen ein Sieg reicht, um bereits wieder die Abstiegsränge zu verlassen, hängt von anderen Ergebnissen ab. Und während der Länderspielpause darf zumindest bezweifelt werden, dass das in erreichbarer Nähe befindliche Juniorteam des HC Leipzig beim Tabellenzweiten Altlandsberg verliert, den es mit Unterstützung des Bundesliga-Kaders bereits in der WM-Pause im Dezember von Platz eins gestürzt hatte.

Doch zumindest wäre ein Sieg wieder ein Schritt in die richtige Richtung für Bayreuth, will das Haspo-Team nicht bereits jetzt den Anschluss an das aktuell noch erreichbare Mittelfeld verlieren. Und da erscheint der FHC von den verbleibenden fünf Spielen, die in der Folge nur noch Teams aus der oberen Hälfte bescheren werden, noch die lösbarste Aufgabe zu sein.

Doch dafür muss „die Abwehr wieder von Anfang an präsent sein“ und „der Angriff geduldiger auf seine Chancen warten“ warnt Haspo-Coach Thomas Hankel: „Wir treffen momentan zu viele schlechte Entscheidungen und wollen oft zu viel zu früh. Das können wir nach hinten raus nicht mehr kompensieren. Dafür sind die Gegner in der Dritten Liga zu clever. Wir müssen das noch lernen. Und zwar möglichst schnell.“ th

Nicht bewertet

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