Großes Interesse an der Bürgerversammlung

Kreil schilderte gut eineinhalb Stunden lang, was im vergangenen Jahr alles gemacht wurde, wie viel man für welches Projekt ausgegeben hat, wie sich die finanzielle Situation der Gemeinde darstellt und was geplant ist in diesem und den kommenden Jahren. Die größten Ausgaben im Haushalt waren Personalkosten (400.000 Euro), die Kreisumlage (370.000 Euro), der Beitrag an die Verwaltungsgemeinschaft (200.000 Euro) und an den Schulverband Weidenberg (150.000 Euro).

Mittelfristig Anschluss an die Seybothenreuther Gruppe

Da kam der Gemeinde natürlich die Stabilisierungshilfe des Freistaats in Höhe von 800.000 Euro natürlich sehr gelegen. „Dieses Geld wird zum Großteil für die Schuldentilgung und für kleinere Investitionen verwendet“, erläuterte der Bürgermeister. Zu diesen kleinen Investitionen zählt die Sanierung des Schlosses gewiss nicht, kostet die doch insgesamt vier Millionen Euro, davon 700.000 Euro im Haushaltsjahr 2017. Allerdings wird dieses Projekt mit 90 Prozent bezuschusst. Den 5,2-Millionen-Euro-Haushalt bezeichnete Kreil als weiterhin recht angespannt, aber trotz der Pro-Kopf-Verschuldung von 2223 Euro als „recht gut beherrschbar“.

Bevorstehende Aufgaben sind der Kanal von Troschenreuth zur Kläranlage sowie die Sanierung und der Neubau von Flurwegen und Brücken. Die Wasserqualität sei besser geworden, man müsse es seit geraumer Zeit nicht mehr chloren, sagte der Bürgermeister. Durch den neuen Hochbehälter sei das Wasser nicht mehr verkeimt und der Einsatz von Chlor nicht mehr notwendig. Außerdem sei durch die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten der Nitratgehalt im Wasser stark gesunken und liege deutlich unter dem zulässigen Grenzwert. Dennoch plane man mittelfristig den Anschluss an die Seybothenreuther Gruppe, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Dorfmitte "so lassen, wie sie ist"

Verschönerungsarbeiten seien beim Dorfweiher und rund ums Gemeindezentrum vorgesehen. Auf der Agenda stünden auch die Erschließung der Baugebiete Weidacker II mit sechs Parzellen und in Birk, wo vier Bauplätze entstehen sollen. Schwieriger gestalte sich das bei der Weiterentwicklung im Sandäcker, weil die Flächen im Privatbesitz sind.

In der Diskussion wollte Andreas Geyer wissen, was mit dem Lehrerwohnhaus und der dortigen Fläche geplant sei. Derzeit habe man keine konkreten Pläne, es bleibe Verfügungsfläche, antwortete Kreil. Ähnlich stelle sich die Situation in der Dorfmitte dar, wo die große Kastanie gefällt werden musste. „Wir warten zuerst mal die Ideen der Planerin ab, ehe wir was machen“, antwortete der Bürgermeister auf eine entsprechende Frage von Walter Kremnitz. „Jede Aktion dort ist rausgeschmissenes Geld“, sagte Gudrun Geyer-Reeb. Man solle den Platz so lassen, wie er jetzt ist.

Aus dem Recyclinghof soll ein kleiner Bauhof werden

Nach der Einführung der Gelben Tonne im Landkreis wird der Recyclinghof überflüssig. Dort soll jetzt ein kleiner Bauhof geschaffen werden. Geyer-Reeb schlug vor, im Schloss einen „Architektourtag“ nach der Fertigstellung zu veranstalten. Thomas Kreil versicherte, dass die Gemeinde an einem Konzept arbeite, wie man das Schloss und den Ort noch bekannter machen könnte, und da sei eine solche Aktionen natürlich willkommen.

Nicht bewertet

Anzeige

Montag, 13. November 2017 - 11:06