Gartenschau: Parken wird kostenpflichtig

Der Bauverein bewirtschaftet einen Großteil der Wohnungen in der Hammerstatt. Dort gibt es einen großen Parkplatz in der Grünewaldstraße. Der wird von den Anwohnern rege genutzt. Auch wenn tagsüber dort vergleichsweise wenige Autos parken. "Für die Mieter wird es schwierig werden während der Landesgartenschau", sagt Julia Fick, die Geschäftsführerin des Bauvereins. Es habe auch schon während der Zeit Beschwerden der Anwohner gegeben, als der Parkplatz nicht zur Verfügung stand, weil er umgebaut wurde. "Die Anwohnerstraßen sind ohnehin schon ziemlich stark zugeparkt. Ich fürchte, der Parkdruck wird zunehmen während der Landesgartenschau", sagt Julia Fick. Obwohl die Mieter des Bauvereins mit am stärksten betroffen sein dürften, habe "noch niemand diesbezüglich mit uns gesprochen", sagt die Geschäftsführerin.

Gewinn für die Schulen

Anders als mit der Handwerkskammer und mit den Leitern der Schulen des Schulzentrums-Ost. Mit denen habe es "mehrere Abstimmungsgespräche der Landesgartenschau-Gesellschaft gegeben", sagt etwa Bernd Sauer, Pressesprecher und Geschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken. "Es stimmt, es fallen Parkplätze weg. Aber es gibt auch Lösungen", sagt Sauer.Die Handwerkskammer habe ihre Lehrgangsteilnehmer schon informiert, dass die Anfahrt zur Kammer nur über die Kerschensteinerstraße möglich sein wird ab dem 22. April. Dass bislang kostenfreie Parkplätze vier Euro am Tag kosten. Und dass es möglicherweise "morgens wegen der geänderten Verkehrsführung gerade am Anfang Staus geben kann", wie Sauer sagt. Obwohl auf der Königsallee extra eine Linksabbiegerampel eingerichtet würde. Und dass die Wege für die Lehrgangs-Teilnehmer unter Umständen etwas länger werden. Wegen der Ausweichparkplätze. "Recht entspannt", wie der Leiter der Beruflichen Oberschule, Reinhard Schuberth, sagt, sehen er und der Leiter der Kaufmännischen Berufsschule, Bernhard Grünewald, das Parkplatz-Problem: "Für die Leute in der Hammerstatt ist es sicher schwieriger als für unsere Schüler", sagt Grünewald. "Wir haben ja direkt vor der Tür zusätzlichen Parkraum gewonnen. Und es gibt sicher einige Schüler, die kein Problem hätten, vier Euro am Tag zu zahlen." 

Hammerstatt wird am Anfang bestreift

Ulrich Meyer zu Helligen, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau und zugleich Leiter des Stadtplanungsamts, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass aus seiner Sicht die Kammer und das Schulzentrum am stärksten betroffen sein werden. Um Parksuchverkehr so gering wie möglich zu halten, habe man ein entsprechendes Konzept ausgearbeitet, die Beschilderung laufe und werde in Kürze abgeschlossen sein. "Gerade in der Anfangszeit werden auch die Wohngebiete in der Hammerstatt verstärkt bestreift, dass die Straßen dort nicht von Gartenschau-Besuchern zugeparkt werden."

Vier Hauptparkplätze mit über 1000 Plätzen

Vier Hauptparkplätze gibt es für die 171 Gartenschau-Tage: "Wir haben direkt am Haupteingang in der Äußeren Badstraße einen Parkplatz mit rund 140 Plätzen", sagt Meyer zu Helligen. Der neu geschaffene Parkplatz wird derzeit von den Berufsschülern und den Schülern aus dem Schulzentrum genutzt. Als Ersatz dafür, sagt Meyer zu Helligen, gibt es einen neu gebauten Parkplatz hinter dem Eintracht-Gelände. "Ein Platz mit wassergebundener Decke mit mindestens 140 Plätzen. Wenn man gut parkt, passen da deutlich mehr Autos drauf." Der zweite Parkplatz wird über die Friedrich-Ebert-Straße angefahren: der Hartplatz des FC-Geländes. 260 Fahrzeuge, sagt Meyer zu Helligen, passen dort hin. "Mindestens." Parkplatz Nummer drei ist der an der Grünewaldstraße. "150 Stellplätze haben wir dort. Dort können auch Wohnmobile parken."

Volksfestplatz steht eingeschränkt zur Verfügung

Der größte Parkplatz, wenn auch mit Einschränkungen, ist der Volksfestplatz. "Mindestens 700 Autos können dort abgestellt werden. Abhängig davon, wie viele Reisebusse kommen. Während des Volksfestes können wir den Platz allerdings nicht nutzen." Ein Problem, das durch Ausweichen auf das Parkhaus an der Albrecht-Dürer-Straße reduziert werden könne. "Außerdem kommen die Volksfest-Besucher in der Regel, wenn schon viele Gartenschau-Besucher wieder nach Hause gehen", setzt Meyer zu Helligen auf einen Parkplatz-Tausch-Effekt rund ums Gelände. Zudem hofft er, dass "die Bayreuther mit dem Rad oder mit dem Shuttle-Bus zur Gartenschau kommen, der kostenlos genutzt werden kann". 

Parkgebühr senkt Defizit

Die Parkplätze werden von einer Firma bewirtschaftet, die die Ausschreibung gewonnen hat, und die laut Meyer zu Helligen schon bei mehreren Gartenschauen für die Parkraumbewirtschaftung zuständig war. "Wie die Eintrittspreise sollen die Parkgebühren dazu beitragen, das Defizit für die Stadt gering zu halten. Zudem soll der Parksuchverkehr durch unser System so gering wie möglich sein." Zudem, sagt Meyer zu Helligen, seien "rund 1000 Parkplätze im direkten Umfeld der Gartenschau gar nicht so schlecht". Bamberg hatte gar keine, auch in Deggendorf habe es nicht so viele gegeben. "Ein Mitarbeiter, der auch schon in Deggendorf war, sagte, wir hätten ein gutes Konzept geschnürt." 

 

In der Gruppe "Du weißt, dass du aus Bayreuth bist" auf Facebook gab es eine Diskussion zum Thema:

 

1 (1 vote)

Anzeige