Funkendorfer Feuerwehrkasse ist leer

Nachdem im vorhandenen Tragkraftspritzenfahrzeug nur fünf Sitzplätze sind, könne die Nutzung des Mannschaftsbusses vermeiden, dass bei Einsätzen Privatautos eingesetzt werden müssen, hatte Kommandant Michael Pezolt vor knapp einem Jahr dem Gemeinderat erklärt. Man rechne mit Anschaffungskosten zwischen 10000 und 12000 Euro, sagte er damals. Für den bisherigen Bus werde man noch schätzungsweise 3000 Euro bekommen. Der Verein würde sich mit 4000 Euro an den Anschaffungskosten beteiligen, sagte Vorstand Hartmann bei der Generalversammlung im Januar.

Zuschuss von der Gemeinde in Höhe von 20 Prozent

In seiner Oktobersitzung vergangenes Jahr hatte der Gemeinderat im nicht öffentlichen Teil beschlossen, die Anschaffung mit 20 Prozent zu unterstützen, außerdem zusätzlich die Kosten für das Blaulicht und den Funkeinbau zu übernehmen. Wie Hartmann in der Sitzung nun informierte, konnte der alte Bus für 7750 Euro verkauft werden. Der Plan, einen „fertigen“ Mannschaftstransportwagen von einer anderen Wehr zu erwerben, musste aber aufgegeben werden. „Welche Gemeinde verkauft auch ein verlässliches Fahrzeug?“, so Hartmann. Man habe ebenfalls realisieren müssen, dass der geplante Höchstbetrag der Zuzahlung nicht ausreichen würde. „Qualität hat ihren Preis und der liegt jetzt bei 13 989 Euro“, so Hartmann. Nun stehe noch eine Folierung in Höhe von rund 1200 Euro an. Außerdem habe man bei der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug etwa 1200 Kilometer zurück gelegt. „Wir sind jetzt pleite und müssten erst unser Backofenfest abwarten, bis wieder Geld in der Kasse ist“, so Hartmann. Deshalb bitte man die Gemeinde, ihren zugesagten Zuschuss zu erhöhen.

Kilometerkosten selber zahlen

„Wenn die Gemeinde die Kosten für Blaulicht und Funk übernimmt, muss sie auch die Folierung zahlen“, sagte Stefan Ritter. Das käme immer noch günstiger, als das Fahrzeug lackieren zu lassen. Das sah auch Dieter Rodler so. „Wir haben schon oft über diesen Mannschaftsbus diskutiert und für mich gehört die Folierung dazu“, sagte er. Und wenn dies mit 1200 Euro möglich sei, sollte die Gemeinde das machen. Von einem Zuschuss zu den angefallenen Kilometerkosten hielt Rodler nichts. Diese müsste die Feuerwehr selber übernehmen.

Helmut Pezolt – selber Mitglied der Feuerwehr Funkendorf-Bieberswöhr – stellte schließlich den Antrag, dass die Gemeinde die Kosten für die Folierung zusätzlich zum 20-prozentigen Zuschuss, dem Blaulicht und dem Funkeinbau übernimmt. Mit der Gegenstimme von Bürgermeister Hans Freiberger stimmte das Gremium dem Antrag zu.

Nicht bewertet

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Kommentare

Einfach ein Trauerspiel, dass Ehrenamtlich die nicht selten ihre Gesundheit oder gar das Leben aufs Spiel setzen um Mitbürger zu retten bzw. vor Schaden zu bewahren, auch noch Geldmittel aufbringen müssen, um ein Einsatzfahrzeug zu finanzieren. Und nicht nur das, da wird auch noch gefeilscht wie auf einem orientalischen Bazar. Die Politiker sollten sich schämen!!!