Forum doch Fall für Stadtrat?

„Die Geschwindigkeit bei dem Projekt der Namensfindung ist einzigartig, aber nicht nachvollziehbar“, schreibt Bauske an Merk-Erbe. Der neue Name – innerhalb einer Stunde zustande gekommen – könne laut Bauske „nur ein Vorschlag für den Stadtrat sein“. Nach der Gemeindeordnung und der Geschäftsordnung des Stadtrats entspreche die Jury „bestenfalls einer Kommission“.

Merk-Erbe: Keine Fraktion hatte sich gegen Vorgehen gewehrt

Was der Pressesprecher der Stadt, Joachim Oppold, bereits am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung deutlich gemacht hatte, bestätigt auch Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe in ihrer Antwort auf die Frage, ob doch noch der Stadtrat damit befasst werden müsse: In einem Brief an Bauske, der dem Kurier vorliegt, schreibt Merk-Erbe, dass der Ältestenausschuss des Stadtrats im Juli mit dem Wettbewerb befasst war. „Von keiner der anwesenden Fraktionen kam eine Meinungsäußerung dergestalt, dass hier Ablehnung signalisiert würde.“

 

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Ende September sei der Ältestenausschuss erneut mit dem Thema befasst gewesen. , zudem seien auf Wunsch von Stefan Specht (CSU) zwei weitere Mitglieder in die Jury berufen worden. Alle Fraktionen hätten die Möglichkeit gehabt, Mitglieder in die Jury zu entsenden. „Insofern bin ich bisher davon ausgegangen, dass Einigkeit darüber herrscht, dass der Beschluss der Jury seitens des Stadtrats akzeptiert und ein gesonderter Beschluss nicht notwendig ist, da die Vorgehensweise im Ältestenausschuss einvernehmlich besprochen wurde.“

Wenn gewünscht, geht der Name noch durch den Stadtrat

Sollte, schreibt Merk-Erbe weiter, dies anders sein, wolle sie das Thema im nächsten Ältestenausschuss auf die Tagesordnung setzen. „Sollte bis dahin oder in der Sitzung selbst eine Behandlung im Stadtrat beantragt werden, wird einem solchen Antrag selbstverständlich nachgekommen.“

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Kommentare

Herr Bauske war in allen Sitzungen des Ältestenausschusses, in denen das Vorgehen besprochen wurde, dabei. In der Jury saß für die Fraktion der SPD, deren Chef Herr Bauske ist, Frau Dr. Kuhn. Wenn ich eine Jury beauftrage, sollte es logisch sein, dass das Ergebnis der Jury dann auch akzeptiert wird.
Stephan Müller
Herr Bauske handelt nach dem Motto: "Herr Lehrer ich weiß was!"
Die Oberbürgermeisterin hat auf das Schreiben von Herrn Bauske reagiert und den Fraktionen wie der Presse eine Kopie zukommen lassen. Hier der komplette Text:


Sehr geehrter Herr Bauske,

ich bestätige den Eingang Ihres offenen Briefes vom 09.11.2017 in Bezug auf die Jury-Entscheidung zum Namen der Stadthalle.
Bekanntlich wurde im Ältestenausschuss (ÄA) vor der Sommerpause im Juli, in dem alle Fraktionen wie auch Sie persönlich, vertreten waren, vereinbart, dass es einen Wettbewerb für einen neuen Namen für die Stadthalle geben soll. Von keiner der anwesenden Fraktionen kam eine Meinungsäußerung dergestalt, dass hier Ablehnung signalisiert würde. Ende September wurde dann ebenfalls im ÄA besprochen, dass der Start für die Einsendung der Vorschläge zur Namensgebung über die Medien kommuniziert werden soll. Ich habe zudem die Fraktionen gebeten, jeweils ein Mitglied für die Jury zu benennen. Auch an dieser Sitzung haben Sie selbst ebenfalls teilgenommen.

Nach dem ÄA hat der Fraktionsvorsitzende der CSU, der geschätzte Kollege Dr. Stefan Specht, schriftlich darum gebeten, in die Jury zudem den Vorsitzenden des Fördervereins Stadthalle, Pfarrer i. R. Hans-Helmut Bayer, sowie die Leiterin des Kulturamtes, Gabriele Röhler, zu berufen. Selbstverständlich wurde dieser Bitte entsprochen. Alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen und Unabhängigen meldeten für die Jury ein Mitglied aus ihren Reihen. Im Falle der SPD-Fraktion war urspr. Dr. Christoph Rabenstein und im Vertretungsfall 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn benannt, die auch an der Sitzung teilnahm.

Insofern bin ich bisher davon ausgegangen, dass Einigkeit darüber herrscht, dass der Beschluss der Jury seitens des Stadtrats akzeptiert und ein gesonderter Beschluss nicht notwendig ist, da die Vorgehensweise im ÄA einvernehmlich besprochen wurde. Wenn dies anders sein soll, schlage ich vor, dass im kommenden ÄA die Thematik auf die Tagesordnung gesetzt wird.

Sollte bis dahin oder in der Sitzung selbst eine Behandlung im Stadtrat beantragt werden, wird einem solchen Antrag selbstverständlich nachgekommen.

Da Sie sich gestattet haben, Ihr Schreiben als offenen Brief zu versenden, habe ich mir gestattet, in den Verteiler die von Ihnen aufgeführten Adressaten ebenfalls aufzunehmen zuzüglich der von Ihnen nicht bedachten Fraktion Bayreuther Gemeinschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Merk-Erbe
Oberbürgermeisterin

Entschuldigung, aber wie soll ein Lehrer wissen, dass eine Jury eine Entscheidung treffen kann? Ich bitte doch etwas Rücksicht zu nehmen.
Ach, der Herr Bauske widda! Pffff!
Bla Bla Bla !!! Alles Wurscht der Name ist trotzdem Kacke.
Das Forum am Hofgarten (so was umständliches, wenn ich einem Fremden erklären soll, wo es hingeht!) bleibt für uns Bayreuther die Stadthalle. Basta. Da könnt Ihr noch längere Namen erfinden ....
Man muss ja schon froh sein, dass die Jury nicht noch einen Idiotenanglizismus in den Namen eingebunden hat, z. B. City Forum am Hofgarten oder schlimmeres. Ich sage weiter Stadthalle fertig aus!
Die Güntburger haben sich gleich geäußert und ihr Einverständnis mit und sogar ihre Freude über die Doppelnamenvergabe geäußert.

Was ist aber mit den Leuten von der Wilhelminenaue in Großderschau im Havelland? Eigentlich steht ihnen Vermögen und Einnahmeüberschuß des Fördervereins zu. Ein guter eventuell sogar US-amerikanischer Jurist könnte das schon erreichen.

Ich habe nur die Gesamtgemeinde und das Landratsamt per E-Mail anschreiben können und von beiden keine Antwort erhalten. Die Bewohner der Wilhelminenaue und die Bürgermeisterin Großderschaus sind nicht per E-Mail zu erreichen.
natürlich "Günzburg"!
Keine Antwort erhalten? Frechheit!
Die Bürgermeisterin nicht per e-mail zu erreichen?Insubordination!

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Montag, 13. November 2017 - 11:06