Festspiele: Die Proben beginnen

Seit dieser Woche laufen die Uhren auf dem Festspielhügel wieder anders – nicht nur im übertragenen Sinn: Das künstlerische Betriebsbüro zählt von der ersten Probe der Saison an die Tage bis zur Festspielpremiere rückwärts. Am Freitag war Tag 50, die erste Probe fand am Nachmittag statt: Auf der Hauptbühne des Bayreuther Festspielhauses wurde „Das Rheingold“ probiert, unser Bild – aufgenommen ein paar Stunden vor dem ersten Ton – zeigt das Bühnenbild von Aleksandar Denic für die Inszenierung von Frank Castorf, die in ihre zweite Saison geht. Die Orchestermusiker kommen erst in ein paar Wochen an, die ersten Proben finden daher mit Klavierbegleitung statt.

„Ich freue mich, dass es wieder losgeht“, sagt Peter Emmerich, Sprecher der Festspiele, „es ist ja schon so, dass wir hier viele Monate lang auf den Sommer hinarbeiten und alles für einen Moment vorbereiten, der in der Zukunft liegt.“ Emmerich gehört zu den rund 60 Angestellten, die das ganze Jahr hindurch für die Festspiele tätig sind. Im Sommer sind es mehr als zehnmal so viele. Eine Neuproduktion gibt es dieses Jahr nicht, „wir können uns diesmal“, scherzt Emmerich, „also aufs Wesentliche konzentrieren“. Nach der Premiere – „Tannhäuser“ – werden die Uhren auf dem Hügel übrigens wieder umgestellt. Dann wird nicht mehr rückwärts gezählt, sondern nach Aufführungen: Tannhäuser I, Holländer V, Walküre III. Bis zum 28. August. Dann steht die Zeit still.

fz

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Kommentare

Langsam steht die Frage im Raum, was hat das alles noch mit Richard Wagner zu tun? ??
So sahen früher die Gasolin-Tankstellen aus!
Seit dem Bühnenbild und dem Trenchcoat von Tristan bei Tristan und Isolde wundert mich nichts mehr.
Montag, 13. November 2017 - 11:06