Fedor Richter holt zwei Vizetitel

Im Einzel gab der 14-Jährige sogar in seinen ersten fünf Matches keinen einzigen Satz ab. In den ersten beiden Runden überließ das Bayreuther Nachwuchstalent seinen Gegnern sogar insgesamt nur drei Spiele. Im Achtelfinale traf er dann auf den Serben Petar Teodorovic, der eine Woche zuvor bei einem Turnier der Tennis-Europe-Series in Ulm sowohl im Einzel als auch im Doppel triumphiert hatte. Diesmal war der stark aufspielende Bayreuther jedoch besser. Richter zog mit einem 7:5, 6:3 ins Viertelfinale ein. Nach einem deutlichen 6:4, 6:0 gegen den Italiener Giuseppe Bonaiuti war im Halbfinale der Freisinger Max Homberg der nächste Herausforder.

Homberg, der in der Deutschen Rangliste auf Platz drei und damit deutlich vor Richter steht, konnte seiner Favoritenstellung nicht gerecht werden. Mit 7:6, 6:4 zog Richter erstmals ins Finale eines Turniers der Tennis Europe Series ein. Im Endspiel wartete dann der Aschheimer Max Rehberg, dem Richter bereits Anfang Juni im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften gegenüber stand. Damals unterlag der Bayreuther in zwei spannenden Sätzen denkbar knapp, aber diesmal lief es für ihn zunächst besser. In einem über weite Strecken hochklassigen Match gewann Fedor Richter den ersten Satz mit 6:4, konnte das hohe Niveau mit fortschreitender Spieldauer aber nicht aufrecht erhalten. Die Folge: Der zweite Durchgang ging klar mit 1:6 verloren.

Im dritten Satz glich Richter zwar einen 1:4-Rückstand aus und führte bei eigenem Aufschlag mit 30:15, doch Rehberg hatte wie schon Anfang Juni die passenden Antworten und siegte erneut knapp mit 4:6, 6:1, 6:4. Doch auch der zweite Platz bei den Internationalen Bayerischen Meisterschaften ist für Fedor Richter neben dem dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften die Krönung einer insgesamt starken Sandplatzsaison.

Matchball im Doppel

Im Doppel waren Richter und Rehberg gemeinsam ins Rennen gegangen und hatten ebenfalls das Finale erreicht. Dort hatten sie gegen George Russell (Großbritannien) und Cooper White (Australien) sogar einen Matchball, verloren dann aber im Match-Tiebreak doch knapp mit 9:11. Bereits in den Wochen zuvor hatte Richter mit drei unterschiedlichen Partnern bei drei Turnieren der Tennis-Europe-Series ebenfalls das Finale erreicht.

Nicht bewertet

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