Fahrdienstleiter verweigerte die Arbeit

Er legte bundesweit zehn Züge still, darunter auch drei im Fichtelgebirge: Ein Fahrdienstleiter der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) befand sich am Mittwoch quasi im Streik. Er kam wegen „arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen“ zu spät zur Arbeit, bestätigte DRE-Geschäftsführer Gerhard Curth in Berlin.

Die private Betreibergesellschaft DRE hatte am vergangenen Mittwoch noch von einem „Dispositionsfehler“ gesprochen, der Fahrdienstleister in der zentralen Zugleitstelle in Pretzsch (Sachsen-Anhalt) sei fälschlicherweise nicht zum Dienst eingeteilt worden.

Eigene Auffassung der Problemlösung

Geschäftsführer Curth relativierte gestern die Aussagen. „Mit einem Mitarbeiter hat es arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen gegeben. Er hatte eine eigene Auffassung von der Problemlösung und kam am Mittwoch um 4.30 Uhr einfach nicht zum Dienst“, sagte er. Deshalb seien zwischen 5 und 7.30 Uhr bundesweit auf vier Strecken zehn Züge ausgefallen. Auf der Fichtelgebirgsstrecke Weidenberg-Bayreuth waren die ersten drei Frühzüge ausgefallen, 200 Schüler warteten vergeblich und mussten mit Sonderbussen und dem regulären Bus nach Bayreuth transportiert werden.


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Foto: Lammel

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