EV Pegnitz in den Playoffs

Die Lage vor dem letzten Hauptrundenspieltag war klar: Die Pegnitzer brauchten einen Sieg und mussten auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen, um überhaupt noch eine Chance auf Platz acht zu haben. Doch Geschenke des Gästeteams gab es nicht: Dorfen drückte die Ice Dogs in die Defensive und erzielte bei eigener Unterzahl das 0:1.

Schnee verursacht Zwangspausen

Und danach wurde es chaotisch: Es schneite so heftig, dass die Spieler die Scheibe nicht mehr sahen. Als die Dorfener ein Match unter solchen Bedingungen dem Schiedsrichter gegenüber als „lächerlich“ bezeichneten, kassierten sie Strafzeiten. Die Überzahl konnte der EVP nicht nutzen. Die Oberbayern kamen mit den widrigen Verhältnissen sogar besser zurecht.

Nach 9:36 Minuten ging dann gar nichts mehr. Die Spielfläche musste geräumt werden. Anders als Landsberg zuletzt in Geretsried provozierten die Dorfener aber keinen Spielabbruch, sondern halfen fleißig beim Schneeräumen mit. Nach Wiederbeginn dominierten weiter die Eispiraten.

Die Ice Dogs erarbeiteten sich zwar etliche gute Gelegenheiten, konnten aber die ESC-Keeperin Nadja Gruber nicht überwinden, vor allem auch, weil Aleksandrs Kercs wiederholt zu eigensinnig agierte. Während Pegnitz mit zahlreichen Überzahlsituationen nichts anfangen konnte, erhöhte Dorfen in Überzahl auf 0:2.

Fünf Treffer im Mitteldrittel

Im zweiten Drittel schneite es munter weiter, allerdings hatten sich die Gastgeber nun besser darauf eingestellt. Nach einem Treffer von Kercs in doppelter Überzahl keimte Hoffnung auf, doch die wurde schnell zunichte gemacht, als Maximilian Schmidt einen Schuss abprallen ließ und Tobias Brenninger im Nachschuss das 1:3 (28.) markierte.

Zwei Minuten später verordnete der Unparteiische den Spielern erneut wegen des Wetters eine Zwangspause. Nach der Eisbereitung ging es unter regulären Bedingungen weiter, und die Ice Dogs erwischten den frisch eingewechselten ESC-Torwart Simon von Fraunberg kalt. Er musste das 2:3 (31.) und fünf Minuten später den Ausgleich durch Hausauer hinnehmen. Jetzt war das Match wieder offen, auch wenn Dorfen kurz vor der zweiten regulären Pause erneut in Führung ging.

Siegtreffer fällt 14 Sekunden vor Schluss

Die anderen Bayernliga-Spiele waren da schon beendet, der EVP wusste nun, dass ein Sieg die Playoff-Teilnahme bringt. In einem packenden Schlagabtausch brachte Markus Schwindl sein Team per Doppelpack in Front, ehe Miculka zweieinhalb Minuten vor Schluss nochmals ausglich.

Nun wurde es hektisch: Florian Brenninger erhielt eine Matchstrafe, und dann erzielte Spielertrainer Florian Müller 14 Sekunden vor Ende der Verlängerung das entscheidende Tor zum 6:5 – der Jubel bei den Pegnitzern kannte keine Grenzen.

Tore: 0:1 (4.) Miculka (Feilmeier – 4 gegen 5), 0:2 (16.) Lenczyk (Feilmeier, Waldhausen – 5 gegen 4), 1:2 (24.) Kercs (Hausauer, F. Müller – 5 gegen 3), 1:3 (28.) T. Brenninger (Waldhausen), 2:3 (31.) Rothemund (Schwindl, Kercs), 3:3 (36.) Hausauer (Rothemund, Kercs), 3:4 (39.) Miculka, 4:4 (44.) Schwindl (Hausauer), 5:4 (47.) Schwindl (Mendel, Kercs), 5:5 (58.) Miculka (5 gegen 4), 6:5 (65.) F. Müller (Kercs – 4 gegen 3)

Strafminuten: Pegnitz 14, Dorfen 26 + 10 +10 gegen T. Brenninger plus 5 + Matchstrafe gegen F. Brenninger.

Nicht bewertet

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