Doppelgänger von Trump beim Faschingszug

Und das ist gar nicht mal so weit hergeholt. Zumindest wenn in Auerbach (jedes zweite Jahr) Faschingsumzug ist. Rund zwei Dutzend Wagen und Fußgruppen, auch aus Nachorten, und dazu mehrere Tausend Zuschauer machten die Auerbacher Innenstadt gestern zum närrischen Tollhaus. Und das sind keine Fake News.

Täglicher Hausfasching ab 1. Juli ?

Eher zum Anzweifeln ist das, was angeblich der Auerbacher Stadtrat vor hat. Offenbar (so wird angekündigt) wird man im ehemaligen Hotel Goldner Löwe nicht nur Stadtratssitzungen abhalten, sondern den gastronomischen Betrieb wieder aufnehmen, mit täglichem Hausfasching ab 1. Juli und Barbetrieb.

Sekt, Süßigkeiten und Salzgebäck

Personalprobleme dürfte man dabei nicht bekommen – immerhin besteht der Stadtrat inklusive Bürgermeister aus 21 Mitgliedern. Beim Umzug gestern servierten die findigen Stadträte dem Publikum schon mal fleißig Sekt, Süßigkeiten und Salzgebäck.

Glücklicherweise kommt dabei das Auerbacher Umland nicht zu kurz. Die Gunzendofer und Ohrenbacher, genauer gesagt die dortige Landjugend und die Feuerwehr, machen sich den Ausbau der Kreisstraße AS 43 zur neuen „Autobahn für Stoderer“ zu Nutzen, richten einen Straßenmeisterei ein und wollen eine Rastanlage betreiben.

Taufen in Ranna

Die Einwohner von Ranna geben sich da deutlich bescheidener: „Taufen in Ranna darf nicht mehr sein, weil uns fehlt ein eig’ner Taufstein. Jetzt haben wir uns ’nen Taufstein ’kauft und sind mal gespannt, ob der Pfarrer dann tauft“. Die „Ranniger“, die auch sonst viel Eigeninitiative zeigen, gehen sogar noch einen Schritt weiter: „Taufe in Rann ist nicht mehr, jetzt muss ein neuer Pfarrer her.“

Zahnärzte aus Michelfeld

Mit diesen Sprüchen auf dem Umzugswagen und der Hoffnung, dass der Auerbacher Pfarrer am Faschingsdienstag Humor hatte, stürzte man sich in den närrischen Umzug. Der auch vor politischen Statements nicht zurückschreckte: „Mauern, Maut und Krim, die Gegenwart ist schlimm“, skandierten die Freien Wähler (Aufschwung Auerbach) und forderten im Hinblick auf die Landtagswahlen 2018: „Macht dem Wahnsinn, wenigstens in Bayern, ein Ende.“ Wem die vielen Süßigkeiten, die von den Narren reichlich verteilt wurden, Zahnschmerzen bekam, konnte sich von den Zahnärzten der Michelfelder Faschingsgesellschaft umgehend verarzten lassen. Vertrauenswürdig sah das allerdings nicht aus.

Die umtriebigen und bestens gelaunten Michelfelder bildeten fast das Ende des Zugs, der sich am Marktplatz langsam auflöste. Dort ging die Party dann weiter. Ein Mal mehr hat man in Auerbach dem Fasching ein würdiges Finale bereitet.

Nicht bewertet

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Kommentare

In Bayreuth ging keiner als Trump!
Und woher wissen Sie das? Waren Sie überall und das gleichzeitig?
Hach, wie lustig... mein Gott...
Braucht sich dann niemand zu wundern, wenn wir für Rüstungsausgaben und NATO ein paar Milliarden mehr zahlen... und soll sich bloß keiner beschweren darüber...