Die ersten Buswartehäuschen in Bayreuth

Werbung zu Gunsten der Stadt: Das war die Idee, die damals im Werksausschuss des Stadtverkehrs aufkam. Konkret ging es um die Verpachtung von Werbeflächen in den Haltestellenhäuschen, die demnächst gebaut werden würden. Wie der „Nordbayerische Kurier“ in der Ausgabe vom 14. Februar 1968 berichtete, verhandelte der Leiter des Stadtverkehrs mit mehreren Auftraggebern, die sich für die Verpachtung der Häuschen interessierten.

Verkehrsverein will 300 Mark pro Bushäuschen zahlen

Neben auswärtigen Unternehmen hatte auch der Verkehrsverein Bayreuth Interesse angemeldet. Dort erklärte man sich bereit, die Werbeflächen auf den Rückwänden der Häuschen zu pachten, wenn der Stadtverkehr sie aufstellte. Der Verkehrsverein wollte eine Jahresmiete von 300 Mark pro Häuschen zahlen. Damit könnten die Unkosten, die der Stadt für das Aufstellen der Wartehäuschen entstanden, binnen fünf bis sechs Jahren gedeckt sein.

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Von dieser Idee zeigten sich alle Seiten angetan. Dennoch würde noch viel Arbeit aufkommen: Da die Wartehäuschen als „Gebäude“ im Sinne der Bauordnung galten, mussten für sämtliche geplanten Häuschen Bauanträge gestellt werden. Somit würden zunächst einmal das Bauamt und der Bauausschuss in die Planung mit einbezogen werden. Konkret ging es übrigens um fünf Häuschen, je eins an der Endhaltestelle Laineck, am Menzelplatz, in der Weiherstraße, im Elfenweg und in der Hammerstatt.

Skiausflug bereitet Schule Kopfzerbrechen

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier davon, dass 230 Bayreuther Realschüler damals im Skilager waren. Die neunten Klassen der Staatlichen Realschule waren nach Mittenwald und Bayrischzell gefahren, um dort an Skikursen teilzunehmen. Eine erste Gruppe war bereits wieder zurückgekehrt. Schüler und Lehrer zeigten sich von den Erfahrungen in den Bergen begeistert.

Die Leitung der Skikurse hatten die Sportlehrer Manfred Holl und Susanne Raymann übernommen. Doch auch andere Lehrer waren mitgefahren und betreuten die Schüler. Der Direktor der Realschule, Eberhard Bittner, erklärte, 1968 sei die Organisation besonders schwierig gewesen. Da es eine neunte Klasse mehr als in den Jahren zuvor gab, hatte man eine Klasse nach Mittenwald schicken müssen, während alle anderen nach Bayrischzell gefahren waren.

Werkzeug und Maschinen wurden auch vor 50 Jahren schon gerne geklaut

Des Weiteren berichtete der Kurier von einigen kriminellen Vorfällen. Ein Unbekannter war in eine Bauhütte an der Weißenburger Straße eingebrochen und hatte einen Eisschrank aufgebrochen. Der Täter war offenbar hungrig gewesen, denn er entwendete Lebensmittel im Wert von 45 Mark. Ebenfalls Einbrecherqualitäten bewies ein weiterer unbekannter Täter, der aus einem Lagerhaus in St. Georgen ein Schweißgerät und eine Winkelschleifmaschine entwendete.

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