Design-Preis für die Sparkasse

Wie Gundi Haas sagt, werde der German Design Award seit 2012 ein Mal im Jahr vergeben. Er zähle zu den "anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit". Wolfgang Hetz, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Freude bei der Sparkasse "sehr groß" sei, dass das neue Kundenhaus, das im Dezember vergangenen Jahres in Betrieb genommen wurde, bei der Jury des Preises so gut angenommen wurde.

"Eine Überraschung"

"Es ist eine große Überraschung. Und es ist positiv und schön, dass wir diesen namhaften Preis bekommen haben, der große Anerkennung genießt." Aus mehr als 5000 Objekten ausgewählt zu werden und den ersten Preis zu bekommen sei Auszeichnung für die Architekten von Baurconsult genauso wie für "die Handwerker und die Planer, aber auch für die Jury, die sich damals für diesen Entwurf entschieden hat", sagt Hetz.

"Es gab ja im Vorfeld etliche Kritiker"

Für die Sparkasse sei die Design-Auszeichnung aber noch mehr: Bestätigung. Denn: "Es gab im Vorfeld ja etliche Kritiker. Als der Entwurf veröffentlicht wurde, hat er tatsächlich polarisiert." Es war sogar von Architektur im Stile von Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus die Rede. Man habe bei der Sparkasse von vorne herein gesagt: "Das Haus muss erst einmal entstehen und dann die Chance haben, zu wirken." Als im Herbst vergangenen Jahres die Plane abgenommen und das Gerüst abgebaut war, seien viele Bayreuther und Kunden "auf die Mitarbeiter und auch auf mich zugekommen und haben gesagt, sie hätten den Entwurf differenziert gesehen, finden aber: das sei ein gelungener Bau".

Ein Haus, das auf natürliche Materialien setzt

Das Interesse am Tag der Einweihung sei groß gewesen: "3000 oder 4000 Leute haben wir durchgeführt", sagt Hetz. Auch an diesem Tag sei die Rückmeldung positiv gewesen. Dass das Sparkassen-Gebäude jetzt mit einem Design-Preis geehrt werde sei, nicht zuletzt Beleg dafür, dass auch mit einem begrenzten Budget, das die Sparkasse zur Verfügung hatte, mehr als ein funktionaler Zweckbau entstehen könne. Nämlich ein Gebäude, das statt auf pompöse Materialien auf Naturmaterialien wie Sandstein, Holz und Glas setze und das darüber hinaus "noch pfiffig ist", wie Hetz sagt.

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Kommentare

Das Bauwerk erinnert an die Bauten der UdSSR und der DDR.
Ich glaub es nicht!
Innen war ich noch nicht - aber allein das Äußere!
Dafür einen Preis?
Unglaublich!
Also mir wäre es lieber sie hätten einen Preis für Kundenzufriedenheit und Service in der Fläche bekommen. Mit Architekturpreisen gewinnt man weder Kunden noch wirkt sich das auf die Bilanz aus. Aber gut, wenn's schee macht...
Den ersten Preis für einen derart einfallslosen Bau??? Wie mögen da die Konkurrenzgebäude ausgesehen haben...
Also einen Preis dafür zu bekommen ist ja toll; aber ich finde das Bauwerk ist nichts besonderes.
Für die Bevölkerung wäre ein kostenloses Bankkonto und Geldautomaten flächendeckend wichtiger ! Was habe ich als Bankkunde aus dem Landkreis von dem "schönen" Bau ? Ich werde dort ja nie hingehen.
Und der Traum nach dem kostenfreien BankKonto wird Traum bleiben, den sicher steigen demnächst die Buchungsgebühren, denn die Kosten für "Preis-Bau" müssen ja wieder irgendwo eingetrieben werden.
Ich finde das Gebäude sehr gelungen. Glückwunsch an das Architekturbüro Baur.
5000 Entwürfe und diese Kiste bekommt den ersten Preis. Unglaublich!!!
Erinnert mich irgendwie an die Architektur Alpert Speers....Naja über Geschmack lässt sich bekanntlicher Weise streiten. Dennoch Glückwunsch zu dieser Auszeichnung.
...das Reitzenstein Palais hatte schon auch seine Reize...äh, Reitze
wie sehen der 2. und 3. Platz aus ....
Anders als bei Preisverleihungen üblich, bekommen Nominierte und Gewinner kein Preisgeld, sondern müssen sogar zahlen. Die „Teilnahmegebühren“ belaufen sich (Stand 2016) auf 449 Euro, wenn die Person als Gewinner gezogen wird, so hat diese einen Betrag zwischen 3150 und 4450 Euro zu zahlen. Ob ein Gewinn sich auch wirtschaftlich auszahlt ist nicht belegt, tatsächlich wird die Veranstaltung nicht beispielsweise durch Sponsoren, sondern durch die Prämierten finanziert.

(Auszug aus Wikipedia, also bitte das Wundern einstellen!)
also "gekaufter Preis" ?!
Zumindest nicht kostenlos...
Offensichtlich haben die Preisverleiher nur das Objekt selbst bewertet.
Ob es aber in ein vorhandenes Ensemble, wie dem Luitpoldplatz vom Baustil her passt, ist eine ganz andere Sache. Schon das neue Rathaus wird als Bausünde bezeichnet. Ob man da sich anpassen wollte?
Montag, 13. November 2017 - 11:06