Derby-Remis schmeichelt SpVgg-Reserve

„Der FSV Bayreuth hat uns leben lassen“, fasste Trainer Michael Regn nach den 90 Minuten auf der Jakobshöhe zusammen. „Eigentlich hätte die Partie 4:1, gar 5:1 für den FSV ausgehen müssen. Das 1:1 war mehr als glücklich.“ Der gleichen Ansicht war auch der Trainer der Gäste, Jörg Pötzinger. „Schon im ersten Durchgang hatten wir die Gelegenheiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden“, grantelte der 43-Jährige. „Und dann haben wir uns durch eigene Dummheit das 1:1 einschenken lassen“, sprach der Coach die zweite Minute nach dem Seitenwechsel an, als sich sein Team nach einem Ballverlust einen Konter einfing. Yannick Fuhrmann setzte geschickt Neuzugang Hannes Sommerer (vom BSC Saas) ein, der alleine auf Torhüter Marco Petrovic zusteuerte, den FSV-Schlussmann ausmanövrierte und zum Ausgleich ins leere Tor einschob.

Ausgleich keine Befreiung

Doch war dieser Treffer keinesfalls die Befreiung für die Platzherren. Nach wie vor fanden sie trotz des Mitwirkens von Chris Wolf aus dem Regionalliga-Kader keinen rechten Zugriff auf die Partie, die weitaus giftigeren und gedankenschnelleren Gäste blieben dominant. Nur belohnten sie sich nicht für den enormen Aufwand, den sie betrieben. Zielte Marco Konradi in der 61. Minute noch knapp vorbei, hatte der eingewechselte Mert Tekelioglu die bis dato größte Möglichkeit im zweiten Durchgang, als er nach Vorlage des auffälligen Dominik Düngfelder den Ball aus zehn Metern frei stehend über den Kasten bugsierte. Und in der 87. Minute hatte der ebenfalls eingewechselte Adrian Graf Pech, dass sein Schuss aus kurzer Distanz noch von einem Altstädter Verteidiger von der Linie geschlagen wurde.

FSV dem Sieg weit näher

Der Sieg wäre hoch verdient gewesen, denn schon in Abschnitt eins war die Pötzinger-Elf die bessere Elf, die gleich vom Anpfiff weg deutlich machte, dass sie den Dreier mitnehmen wollte. Alleine die Verwertung der Möglichkeiten gegen eine mehr als einmal unsortiert wirkende SpVgg-Deckung blieb mangelhaft. Konradi scheiterte in der 27. Minute zunächst mit einem Freistoß, den Torwart Fabio Kormann gekonnt klärte, und setzte dann das Spielgerät zwei Zeigerumdrehungen später am Tor vorbei. Düngfelder wurde bei seinem Solo gerade noch am Einschuss gehindert (37.), und in der 43. Minute war es dann doch soweit: Der aufgerückte Frederic Schmidt-Hofmann stand nach einer der zahlreichen FSV-Ecken goldrichtig und verwandelte zur längst fälligen Führung des agileren Teams von der Prellmühle. Bis auf einen 35-m-Weitschuss von Jannik Reutlinger, den Petrovic gerade noch über die Querlatte lenkte, blieben die Altstädter blass.

Statistik

SpVgg Bayreuth II: Kormann – Reutlinger, Michaelis, Beszczynski, Danzer (40. Bäßler) – Fuhrmann, Wolf, Krebs, Langlois (58. Müller) – Küfner (83. Eckert), Sommerer.

FSV Bayreuth: Petrovic – Schwarzer, Menzel, Schmidt-Hofmann, Röthlingshöfer – Düngfelder, Kellner, Sesselmann (68. Tekelioglu), Konradi – Angerer (83. Graf), Schuberth.

SR: Fischer (ASV Burglengenfeld); Zuschauer: 325.

Tore: 0:1 Schmidt-Hofmann (43.), 1:1 Sommerer (47.).

Nicht bewertet

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