Das hätte nicht passieren dürfen

Die Eigenwerbung im „Blickpunkt am Wochenende“ richtet sich in der Regel automatisch nach einem der meistgelesenen Artikel der Woche auf unserer Homepage. Wir hätten selbstverständlich die Möglichkeit gehabt, in diesen Prozess einzugreifen und dafür zu sorgen, dass die Eigenanzeige in dieser Form nicht erscheint. Das haben wir versäumt und damit leider viele Menschen in ihren Gefühlen verletzt.

Wir müssen jetzt dazu stehen und Ihre berechtigte Empörung, Ihre berechtigte Wut und Ihre berechtigte Enttäuschung hinnehmen. Leider können wir die Anzeige nicht ungeschehen machen. Aber wir geben Ihnen das Versprechen, alles dafür zu tun, dass uns so etwas in der Zukunft nicht mehr passiert.

Uns liegt die Region mit ihren Menschen und Schicksalen am Herzen. Auf keinen Fall wollten wir, dass etwas solch Unfassbares passiert.

Otto Lapp, Chefredakteur

2.4 (7 Stimmen)

Anzeige

Kommentare

Fehler passieren. Und auch wenn man diese nicht wieder gut machen kann....Sich aufrichtig und in aller Öffentlichkeit dafür zu entschuldigen, zeigt wahre Größe.
Schnelle und richtige Reaktion!
Respekt!
Gute Reaktion Nordbayerischer Kurier! Fehler passieren halt mal.
Richtige Reaktion?
Respekt?
Sorry, das sehe ich anders.

Der Kurier hat sich in den letzten Jahren unter den Herrn Braun und Lapp ganz bewusst eines Stils befleißigt, der aktiv in kommunalpolitische Prozesse eingreift, moralisch wertet, Emotionen schürt und das ganze mit einer Prise Boulevardjournalismus würzt. Genau dieser Stil spiegelt sich in dieser Anzeige wider. Deswegen ist es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan.

Man stelle sich vor, ein ähnlicher Fehler wäre im Klinikum passiert. Können Sie sich vorstellen, wie der Kurier hier wochenlang auf die handelnden Personen eingedroschen hätte?

Mir missfällt die Entwicklung, die die einzige Tageszeitung Bayreuths in den letzten Jahren genommen hat. Diese Anzeige ist die Verkörperung eines bewusst gesteuerten Veränderungsprozesses und deshalb für mich auch ein Anlass, das Abo zu beenden.
@Exil-Bareider
Danke - auf den Punkt gebracht!
Ja, so ist es!
Der Stil Herrn Brauns und Lapps hat mit dem jetzt unglaublichen Fauxpax mit der Anzeige nichts zu tun. Vielmehr schätzte ich vor allem Brauns Art sich auffallend mehr in kommunalpolitische Themen einzumischen, zu hinterfragen und auch zu kritisieren. Natürlich ruft das Widerspruch hervor. Irgendjemand fühlt sich immer angegriffen. Das ruft Diskussionen hervor, schafft aber dadurch eben auch jene Kontroversen, von denen unsere Gesellschaft geprägt sein muss.
Das Zustandekommen einer solch geschmacklose Anzeige auf Kosten zweier Toter ist schier unglaublich, hat aber wohl weniger mit journalistischen Qualitäten zu tun, als vielmehr mit redaktionellen Abläufen. Es gibt eine klare Regel, die da heißt, die meistgeklickten Themen werden als Anzeigengegenstand verwendet (so steht es in der heute erschienen Entschuldigung Otto Lapps). Daraufhin erstellt ein Grafiker die Anzeigen, die offensichtlich nicht gegengesehen und freigegeben werden. Hier liegt der Fehler wohl im - nicht vorhandenen - Reglement organisatorischer Fragen der Verantwortlichkeiten (wahrscheinlich getrieben durch Kostenreduzierung).
Genau so ist das!
Sehr treffend der Vergleich mit dem Klinikum- bestes Beispiel dafür der ganzseitige Artikel vor kurzem, in dem in Nichts eine Seite heiße Luft hineingeblasen wurde.
Qualitätsjournalismus á la Lapp.
Immerhin: wenn man glaubt, es gehe nicht mehr peinlicher- NK kriegt's allemal hin!
jetzt wird die Kommentar-Seite bestimmt bald abgeschaltet !?
Wird wohl so kommen...
Wird wohl so kommen...
Das hätte nicht passieren dürfen. Ist aber passiert und durch nichts wieder gutzumachen!
Sind wie froh, dass das gemeine Volk nicht für unsere Rechtssprechung zuständig ist.
... und sind wir froh, dass die ganze Menschheit (vor allem die auf Facebook) frei von Fehlern ist.
Richtig!!! ......Es werfe den Stein, der frei von Schuld ist.....Diese ständige Moral von manchen Schreiberlingen hier ist fast unerträglich. Was sind wir doch für ein Volk von schlauen, besserwisserischen und moralissierenden Menschen geworden.
Das hätte echt nicht passieren dürfen und dafür gibt's auch keine Wiedergutmachung.
Wobei dieser Onlinebericht mit der Entschuldigung meiner Meinung nach auf Seite1 der Printausgabe gehört!
Sowohl die Gesellschaft als auch der Journalismus sollte von dieser Sensationsgeilheit weg kommen und sich mehr auf seriöse Themen und Berichterstattung konzentrieren!
Das hätte echt nicht passieren dürfen und dafür gibt's auch keine Wiedergutmachung.
Wobei dieser Onlinebericht mit der Entschuldigung meiner Meinung nach auf Seite1 der Printausgabe gehört!
Sowohl die Gesellschaft als auch der Journalismus sollte von dieser Sensationsgeilheit weg kommen und sich mehr auf seriöse Themen und Berichterstattung konzentrieren!
Noch so'n Hardliner, der am liebsten alle Menschen mit irgendwelchen Verfehlungen auf dem Bayreuther Marktplatz zur Prangerschau sehen möchte. Wahrscheinlich ist er selbst einer, der dem Unfallbericht zum Platz eins der meistgelesenen Artikel verholfen hat.
Na, wo liegt denn nun die Sensationsgeilheit?
@ jaaaaaa genau. Selber jeden Tag die BILD lesen und auf Sensationslust gieren, aber den moralischen Zeigefinger heben. Tzzzzz......
Hat jetzt die "kreuziget sie!"-Fraktion mal so richtig (um biblisch zu bleiben) die ersten Steine werfen können!
Das ständige Drohen mit Abo-Kündigung ist genauso unglaubwürdig wie das selbstherrliche Getue eines "Exilbareider" und Konsorten, die ja scheinbar frei von sämtlichen Fehlern und Mäkeln jedweder Art sind.
Unabhängig davon, ob ich Herrn Lapp mag oder nicht - ich kaufe ihm die Reue ab!
Die Steinewerfer können davon ausgehen, dass die Redaktion ihre Lehren aus dem Vorfall ziehen wird.
Sollten sie allerdings konsequent sein, was nicht zu vermuten ist, werden sie's nicht mehr mitbekommen.
Wären halt ein paar Oberlehrer weniger da...
...wenn diese Personen das Abo kündigen würden, dann dürften sie auch keine Kommentare mehr schreiben...
...und dann würden sie platzen!
Warum werden in der Diskussion hier ständig 2 Sachen durcheinander und gift- und gallespeiend aufeinander gehauen, die absolut nichts miteinander zu tun haben?
Das eine ist das eigentliche Thema, über das ich nicht viel sagen kann, weil wir den „Blickpunkt am Wochenende“ nicht bekommen. Hier ist offenbar etwas so richtig daneben gegangen (was ich aus o.g. Grund nicht nachvollziehen kann). Das hätte nicht passieren dürfen. Ist aber passiert und durch nichts wieder gutzumachen! (Zitat Jacko) Folglich ist das einzige was der NK machen kann, den Fehler einzugestehen, daraus zu lernen und in Zukunft besser achtzugeben. Das ist mit diesem Artikel geschehen bzw. wurde damit versprochen. Das ist das eine Thema.
Leider ist ebenso wahr, was Exil-Bareider und andere ansprechen: dass der NK in den letzten Jahren, insbesondere der Ära Braun, sich zu einem Boulevardblatt auf Bildzeitungsniveau gewandelt hat und selbst dieses gelegentlich unterbietet. Reißerisch, manipulativ, inhaltsleer. Nicht das, wofür Journalismus steht bzw. stehen sollte. Mit einem "Heuchler"-Geschrei gegenüber denen, die das ansprechen, lässt sich dieser Verfall nicht einfach vom Tisch fegen. Allerdings hat dieses Thema nichts mit dem Artikel zu tun. Es sei denn der Missgriff, der diesen Artikel erst ausgelöst hat, wäre eine direkte Folge der Boulevardisierung des NK.
Auf dieser Basis könnten wir uns einigen.
Wie Sie sagen - das eine hat mit dem anderen nichts zu tun!
Eine professionelle, ich empfinde ehrlich gemeinte, emotionale Entschuldigung auch auf der ersten Seite der Print-Montagsausgabe.
Gut so und daraus lernen......
Diese Empörung vermisste ich Deutschland weit, als sich im NSU-Fall herausstellte, dass sogar manche Familienangehörigen der Opfer von den Strafverfolgern in den Täterkreis eingestuft wurden. Gab es damals eine Entschuldigung?
Wer hätte sich entschuldigen sollen, der Kurier?
Sie bringen nach Belieben an den Haaren herbeigezogene Beispiele, egal ob die zum Thema passen oder nicht. Auch 'ne Methode.
Wer hätte sich denn deutschlandweit dafür entschuldigen sollen, dass die Strafverfolgungsbehörden zuerst in alle Richtungen ermittelten. Es wäre ja wohl nicht das erste Mal gewesen, dass ein familiärer Hintergrund bei einer Straftat besteht.
Im Nachhinein, jetzt wo wir's alle besser wissen, g'scheit daherzublubbern, ist halt typisch für Sie.
Ein leider unverzeihlicher Fehler!
Bei aller Trauer, denke ich hat der Kurier das möglichste getan. Mehr als entschuldigen kann sich keiner!!!! Es gibt in Deutschland so viele Verfehlungen auch mit Toten und Verletzten das diskutiert niemand!!!
Also lasst den Kurier jetzt wieder vernüftig weiterarbeiten.
Bitte!!! die Internetseite wieder aktuallisieren, so wie man es gewohnt ist ,
Danke für diesen Kommentar. Es gibt halt doch noch Teilnehmer hier, welche "die Kirche im Dorf lassen."
Der NK lernt einfach nicht daraus, lieber eine halbe Seite wieder aufgeben, in Bezug auf eigene Werbung machen (Gedenkkerze) als eine 1/4 seitige Anzeige mit einem lapidaren Kommentar, der bereits vorher verfasst wurde. Ich finde es einfach nur noch traurig und beschämend, das so eine Tageszeitung "noch"!!!! so einen Stellenwert bei uns in der Region einnimmt.