BLSV-Sportcamp: Entscheidung im Mai

Insgesamt neun Beiträge gingen ein, die seit gestern im Bischofsgrüner Kurhaus besichtigt werden können. Sie stießen von Beginn an auf großes Interesse bei der Bevölkerung und wurden rege diskutiert. Gleich zwei Vorschläge wurden hierbei vom siebenköpfigen Preisgericht unter dem Vorsitz des Münchner Stadtplaners Ludwig Wappner auf Platz eins gesetzt: die Entwürfe der Architekten „Heid+Heid“ aus Fürth sowie der Bürogemeinschaft Eck „HoGaPlan“ in Bad Tölz und Köhler Architekten in Gauting.

Geteilte Meinungen über die Entwürfe

„Zwei Preise, das liegt daran, dass es zwei ganz unterschiedliche Ansätze sind“, erläuterte als Vertreterin des Preisgerichtes die Vizepräsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Marion Resch-Heckel, bei der Kür der Preisträger am Abend.

Zum einen favorisierte die Jury den kompakten Solitärbau der Fürther Architekten. Die Dachkonstruktion ist als Walmdach mit extensiver Dachbegrünung geplant. Die Fassadenflächen sollen mit zementgebundenen Holzfaserplatten ausgeführt werden. Der Vorschlag stieß bei den Besuchern am Nachmittag allerdings mitunter auf Skepsis. „Der Klotz ist zu groß“, meinte beispielsweise Bernd Greiner, Vorsitzender des TSV Bischofsgrün, eines Vereins der gleich nebenan seine Sportanlagen hat, bei der Besichtigung. Andere Besucher lobten hingegen die äußerst kompakte Bauweise.

Dritter Entwurf hat viele Fürsprecher unter den Besuchern

Der zweite Gewinnervorschlag zeichnet sich durch klare Anordnung und Freianlagen in einer gefächerten Anordnung aus. Der lang gezogene Haupttrakt greift mit 104 Meter Länge die Größe der Rasenfelder auf. Die Untergeschosse werden hier in Stahlbetonskelettbauweise ausgeführt, die Obergeschosse in Holzmodulbauweise errichtet. „Das könnte ich mir vorstellen“, meinte dazu am Nachmittag der Bischofsgrüner Hendrik Ohlmeyer.

Verhältnismäßig viele Fürsprecher in der Bevölkerung hatte der Vorschlag auf Rang drei von Auer Weber und Grahner Huber Lipp aus München. Hier öffnet sich ein zweiflügeliges Gebäude mit zwei Armen, für Camp und Lodge in Richtung Ort. „Vom Gestalterischen sehr anspruchsvoll“, war unter anderem Reinhardt Friedrich sehr angetan.

Ausstellung noch zwei Wochen im Kurhaus

„Alle Preisträger zeichnen sich aus, dass sie ein klares Erschließungskonzept haben“, fasste dann abends Marion Resch-Heckel zusammen. „Stark für die Erlebnisregion, aber funktional“, so Jörg Ammon zu den Vorschlägen. „Das Bürgerinteresse ist riesengroß, wir haben 100 Bürgerinnen und Bürger vor Ort gehabt“, hob Bürgermeister Stephan Unglaub heraus. Ihm sei wichtig, dass die Bevölkerung eingebunden werde.

Für interessierte Besucher bleiben die Wettbewerbsergebnisse in den kommenden zwei Wochen im kleinen Kursaal, Jägerstraße 9, in Bischofsgrün ausgestellt und können zu den bekannten Öffnungszeiten der Kur- und Tourist Information besichtigt werden. Bis Mitte Mai wird dann entschieden, wer von den drei Siegern letztlich den Zuschlag für den Bau des Sportcamps bekommt.

Nicht bewertet

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