Bierwoche: Besucher müssen mehr laufen

Je näher der Termin kommt, desto mehr Kulmbacher diskutieren die Frage, wie die Bierwoche vom 29. Juli bis zum 6. August verlaufen wird und ob sich womöglich jemand verläuft. Dass die Brauerei wegen der Baustelle am Zentralparkplatz den Stadel verrückt hat, beschäftigt die Gastronomen in der Innenstadt genauso wie die Anwohner und den Stadtrat. Viele Bierwochen-Besucher haben sich zuerst erkundigt, wo sie denn diesmal ihr Auto parken sollen.

Die Parkplätze

Die Organisatoren verweisen auf die Parkplätze in der Innenstadt. Das Parkhaus im Einkaufszentrum Fritz bietet 900 Stellplätze und die Parkdecks im alten Kaufplatz-Gebäude weitere 300. Beide Parkhäuser sind rund um die Uhr geöffnet. Viel begehrter werden die Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Stadels sein. Rund um den Stadtpark, am Kriegerdenkmal in der Pestalozzistraße und am Schützenhausplatz beim Hallenbad sind die Stellmöglichkeiten wohl schnell erschöpft. Derzeit finden Gespräche statt, ob es den Festgästen in den Abendstunden erlaubt wird, dass sie ihre Wagen auf den Parkplätzen der Baumärkte, Supermärkte und Discounter in der Lichtenfelser Straße und am Kreuzstein abstellen dürfen. Die Lichtenfelser Straße ist im Bereich der Brauerei während der Bierwoche gesperrt. Von der Ertl-Kreuzung in der Hardenbergstraße bis zur Einmündung Georg-Hagen-Straße bei der Berufsschule wird es keinen Durchgangsverkehr geben. Die Goethestraße endet während der Bierwoche als Sackgasse an der Lichtenfelser Straße. Das Autohaus Dippold ist normalerweise nur einen Steinwurf vom Feststadel entfernt, sagt Inhaber Werner Burger. Auch in diesem Jahr öffnet er den firmeneigenen Parkplatz in der Kronacher Straße, damit die Gäste der Bierwoche dort ihr Auto abstellen können. „Ich glaube aber nicht, dass ihn diesmal so viele in Anspruch nehmen“, sagt Burger. „Wir bieten trotzdem wieder gerne die Parkplätze an, um die Stadt und die Brauerei zu unterstützen.“ Nicht nur am Autohaus Dippold werden in diesem Jahr wahrscheinlich weniger Autos stehen, sondern auch auf den Flächen an der Bergophor und bei den Einkaufsmärkten in der Albert-Ruckdeschel-Straße und Kronacher Straße.

Die Fußwege

Wer zu Fuß unterwegs ist, benötigt für die Strecke zwischen Zentralparkplatz und Lichtenfelser Straße zwischen zehn und zwölf Minuten. Die Anwohner rund um den Galgenberg dürfen sich freuen. Dort sparen sich alle Bierfestgänger einen Marsch von einem Kilometer, denn für sie rückt der Stadel ein Stück näher heran. Dieselbe Strecke draufschlagen müssen hingegen die Festbesucher aus der Blaich. Sie brauchen für ihren Fußweg diesmal entsprechend länger. Die Anwohner in der Innenstadt haben den Stadel in diesem Jahr zwar nicht mehr vor der Haustüre. Dadurch wird sich die Geräuschbelastung dort in Grenzen halten. Wenn man von dem Baustellenlärm auf dem Zentralparkplatz einmal absieht. Feiernde Menschen und etwas mehr Trubel als sonst wird es in der Altstadt trotzdem geben, denn die Kneipen dürfen zur Bierwoche länger öffnen.

Die Gastronomie

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Sperrzeit verlängert. Während der Bierwoche ist es den Gaststätten erlaubt, von Montag bis Donnerstag sowie an den Sonntagen bis 1.30 Uhr auszuschenken. Freitag und an den Samstagen sind die Kneipen bis 2.30 Uhr geöffnet. In unmittelbarer Nähe zum Feststadel befinden sich der Biergarten des Hotels Ertl und das Restaurant Filion. Die Bierfestgäste sollen mit der Sperrstundenverlängerung genug Zeit bekommen, um in der Innenstadt weiterzufeiern.

Das Busshuttle

So gut es geht, soll der verrückte Stadel an das Zentrum der Stadt angebunden bleiben, sagen die Organisatoren. Deshalb ist ein Busshuttle geplant, das die Brauerei zusammen mit dem Busunternehmen Schütz organisiert. Die Fahrten erfolgen im Viertelstundentakt und sind kostenlos. Haltestellen befinden sich in der Hardenbergstraße nahe der Stadtpark-Apotheke sowie in der Klostergasse in der Innenstadt. Gleichzeitig verkehren die regulären Stadtbusse. Das Bierwochen-Shuttle wird täglich von 11.30 bis 18 Uhr eingesetzt. An den Samstagen fährt es von 10 bis 16 Uhr. Der Kulmbacher Stadtrat würde es allerdings sehr begrüßen, wenn die Fahrtzeiten noch ausgeweitet werden. Der Buspendelverkehr soll möglichst bis 23 Uhr verlängert werden. Deshalb hat der Stadtrat Oberbürgermeister Henry Schramm darum gebeten, zusammen mit der Brauerei über eine mögliche Verlängerung zu sprechen.

Der Festplatz

Der diesjährige Festplatz in der Lichtenfelser Straße ist für Großveranstaltungen erprobt. Die Biergartenbereiche sind wesentlich größer als dies auf dem Zentralparkplatz möglich war, teilt die Brauerei mit.

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Warum ist die Bierwoche nicht auf dem Volksfestplatz am Schwedenstg?