Bei ABM Greiffenberger geht’s aufwärts

ABM Greiffenberger sei auf einem sehr guten Weg, so der Geschäftsführende Gesellschafter der Holding, die unter ihrem Dach 14 Unternehmen mit 2500 Beschäftigten und 420 Millionen Euro Umsatz versammelt. ABM ist die größte Beteiligung. Die Grundstimmung in der Belegschaft sei „hervorragend“, sagte Folger nach einer Betriebsversammlung, in der es um die Zukunft des Unternehmens ging.

Deutlich über Plan

Die Zukunft sieht auch Geschäftsführer Robert Lackermeier in einem günstigen Licht. Beim Umsatz liege man deutlich über Plan, die Auftragsbücher seien voll. Nach zuletzt 97 Millionen Euro sollen es in diesem Jahr 105 Millionen Euro Umsatz werden. Gewinne schreibt ABM auch wieder. Folger gibt die operative Rendite (Ebit) mit rund vier Prozent an, was für die Branche gut sei. Weitere Zukäufe kann sich der Senata-Chef, ein gelernter Banker, vorstellen („Ich bin Jäger und Sammler“), jedoch sei man derzeit nicht aktiv auf der Suche.

Bei ABM habe man mittlerweile 20 Millionen Euro investiert, einen großen Teil davon „aus eigener Kraft“. Die gut 400 Beschäftigten in Marktredwitz sollen gehalten, vermutlich sogar aufgestockt werden. Denn ABM will in den kommenden Jahren wachsen, bis 2020 einen Umsatz von 120 bis 125 Millionen schaffen. Im polnischen Lublin (Montagewerk) hat das Unternehmen weitere 300 Beschäftigte, in Plauen für die mechanische Bearbeitung von Teilen 24 Mitarbeiter.

Wachsender Bereich Elektromobilität

Ein stark wachsender Bereich soll für ABM (Elektromotoren, Getriebe, Umrichter) die Elektromobilität werden, sagt Lackermeier. Nicht das Massengeschäft mit E-Autos hat er dabei im Blick, sondern Antriebe für Gabelstapler, Golfcars, E-Mobile der Post, Treppenlifte oder mobile Arbeitsbühnen. „Wir geh’n nicht in die Masse rein.“

Vom Fachkräftemangel bleibt auch ABM nicht verschont. Elektronik- und Softwarespezialisten seien in der Region schwer zu kriegen, sagt Lackermeier. „Die Großkonzerne schnappen viel weg.“ Aber man werde sich seine Facharbeiter eben aus den eigenen Reihen ziehen. Bei ABM arbeiten derzeit knapp 30 Auszubildende. Bezahlt wird nach Angaben von Lackermeier nach IG Metall-Tarif.

Viel investiert

Ja, ABM sei für ihn ein gutes Investment, sagt Folger. Aber man habe eben auch sehr viel investieren müssen. „Greiffenberger hat in den letzten zehn Jahren so gut wie nix investiert.“ Deshalb habe Senata nun „eine Stange Geld“ in die Hand nehmen und viele Investitionen nachholen müssen. Der ursprünglich geplante Abbau von 120 Beschäftigten sei nicht realisiert worden. Lackermeier beziffert den Abbau nach Übernahme auf unter 30 Mitarbeiter.

Der ABM-Geschäftsführer und weiteres Führungspersonal waren für Folger ein wichtiger Grund für die Übernahme. „Das operative Management überzeugt. Wir können das Geschäft nicht führen.“ Ein  „ganz entscheidenden Faktor für den Kauf“ war für Folger auch das Werk Lublin, das er als „hochmodern“ bezeichnet.

Das Zentrum von ABM Greiffenberger bleibt für Folger ganz klar Marktredwitz. „Da gibt es überhaupt kein Rütteln. Das Herzstück wird immer Marktredwitz sein.“

 

Über Senata

Die Senata GmbH ist eine inhabergeführte Holding mittelständischer Unternehmen mit Sitz in Freising. Allein-Gesellschafter und Geschäftsführer ist Werner Folger.

Senata wächst kontinuierlich durch Investitionen in mittelgroße Unternehmen der Metall- und Kunststoffbranche. „Das Engagement wird immer langfristig gesehen und erfolgt nicht unter kurzfristigen Renditegesichtspunkten. Finanzielle Stabilität ist das höchste Gut – vor Wachstum und Größe“, so das Unternehmen über sich selbst.

Senata hat derzeit 14 operativ tätige Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Spanien und England sowie Lizenzpartner in China, Indien und Mexiko. Die Unternehmen kommen aus der Metall- und Kunststoffbranche und machen mit insgesamt rund 2500 Beschäftigten rund 420 Millionen Euro Umsatz. Der Name Senata ist ein reiner Kunstbegriff und leitet sich von Senator ab, sagt Folger.

Senator wollte sich das Unternehmen, das im übernächsten Jahr 30 Jahre alt wird, nicht nennen. „Da gibt’s schon zu viele.“

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Montag, 13. November 2017 - 11:06