Aus Italien zu Medi: De’Mon Brooks

Der US-Amerikaner Brooks ist 2,02 Meter groß, 103 Kilo schwer und verfügt mit 208 Zentimetern über einen enorme Arm-Spannweite. Als  fünfter ausländischer Spieler im Team von Cheftrainer  Raoul Korner nimmt er den Platz eines Landsmannes ein: Denn die Verpflichtung von Brooks bedeutet gleichzeitig den Abschied von Kenneth Horton. Der Amerikaner (12,4 Punkte im Schnitt in seinem ersten Bundesliga-Jahr), der vor kurzem geheiratet hat und am Montag seinen 27. Geburtstag feiert,  hatte von Medi ein Vertragsangebot erhalten, das er allerdings nicht annahm.  

Profi in Neapel

Somit kommt De’Mon Brooks, der zuletzt zwischen Italien und Israel pendelte.  Nachdem er  beim  NBA-Draft nicht berücksichtigt worden war, ging der Mann aus Charlotte (US-Staat North Carolina) in der Summer League 2014 für die Charlotte Hornets auf Korbjagd.  Seine Profikarriere begann  er in der italienische A2-Liga im Team von Azzurro Napoli.

Für die Süditaliener bestritt er bis Februar 2015  17 Spiele (17,5 Punkte, 8,2 Rebounds im Schgnitt). Danach wurde er vom israelischen Erstligisten Hapoel Gallig Gilboa verpflichtet. Den Abstieg dieser Mannschaft  als Tabellenletzter konnte Brooks nicht verhindern. In seinen 14 Partien in Israel stand er bei jedem Einsatz fast 18 Minuten auf dem Feld und machte dabei 9,3.

Für die Spielzeit 2015/16 kehrte der Neu-Bayreuther nach Italien zurück, genauer nach Tortona, 50 Kilometer nördlich von Genua. Orsi Derthona Basket spielt in der A2 West, belegte mit Brooks nach 19:11 Siegen Platz drei der Hauptrunde und setzte sich in der ersten Playoff-Runde mit 3:2 gegen Triest durch. Im Viertelfinale kam aber mit 2:3 gegen den späteren Sieger Brescia das Aus.

15,7 Punkte im Schnitt

39 der 40 Spiele von  Tortona machte Brooks mit. In durchschnittlich 30 Minuten Einsatzzeit erzielte er 15,7 Punkte, gab 1,9 erfolgreiche Korbvorlagen und holte 6,7 Rebounds. Mit 82,3 Prozent Freiwurfquote sowie 55,5 Prozent Treffern bei den Würfen aus dem Feld hatte er zudem eine für einen großen Spieler hervorragende Trefferquote.

„De'Mon ist ein athletischer und agiler Power Forward, der sowohl von der Dreipunktelinie  Gefahr ausstrahlt als auch aus dem Dribbling attackieren kann“, urteilt Medis Head Coach Korner. „Er verfügt zudem über ein starkes Repertoire im Low Post und gibt uns auf den Innenpositionen die gesuchte athletische Dimension.“

Nach seiner Zeit an der Hopewell High School in Huntersville war Brooks vor sechs Jahren ans College von Davidson gewechselt. Obwohl die Uni mit nur knapp 2000 Studenten zu den kleineren des Landes zählt, kann ihr Basketballteam mit insgesamt 13 NCAA-Turnierteilnahmen (drei Mal unter den letzten Acht) Beachtliches vorweisen. Und in dieses Turnier ging es für   Brooks erstmals 2012. Die Wildcats aus Davidson waren Divisions-Meister in der Southern Conference (SoCon),  scheiterten aber an den Cardinals aus Louisville (62:69).

"Player of the year"

Ähnlich lief es 2013. Brooks und die „Wildkatzen“ verteidigten ihren Titel und verloren in Runde eins des NCAA-Turniers gegen die Marquette-Uni aus Milwaukee hauchdünn mit 58:59. Als Collegespieler  wurde De’Mon Brooks von den Coaches zweimal (2012 und 2014) sowie 2014 auch von den Medien zum „SoCon Player of the Year“ gewählt.

INFO: Der Kader von Medi Bayreuth für 2016/17: Bastian Doreth, Andreas Seiferth, Steve Wachalski sowie als neue Spieler: Moritz Trieb (bisher Giants Nördlingen), Robin Amaize (Löwen Braunschweig), Assem Marei (BC Siauliai, New York Knicks), Nate Linhart (CAI Saragossa), Nils Dejworek (Rockets Gotha), Kyan Anderson (Okapi Aalstar), Trey Lewis (Louisville Cardinals, Cleveland Cavaliers), De’Mon Brooks (Orsi Derthona Basket Tortona).

Abgänge: Jake Odum (Baskets Würzburg), Malte Ziegenhagen (Niners Chemnitz), John Flowers, Daniel Mullings, Travis Leslie, Phillipp Heyden, Kenneth Horton (Ziel jeweils unbekannt).

 

 

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