Auflösung der Volkstanzgruppe droht

Volkstanzgruppe: Gisi Leißner war es, die die Gruppe im März 1996 mit Siggi Schiemann aus der Taufe gehoben hat. Zwischenzeitlich haben auch Ulla Eichenmüller und Vanessa Kugler die Musikerin Leißner unterstützt. Doch momentan versucht sie allein ihr Bestes. Und trotzdem hat sie Sorgen: Es kommen nicht mehr genug Kinder zur Gruppe und somit lassen sich Tänze nicht mehr einstudieren. „Mit gerade einmal vier Tanzpaaren wirken die Tänze doch nicht“, sagt Leißner.

Bis ins Teenageralter

Dabei ist es bisher recht gut gelaufen, die Kinder blieben über mehrere Jahre bis ins Teenageralter dabei. Das hat sich zuletzt gewandelt: Wenn die jungen Tänzer zur Gruppe stoßen, sind sie meist noch im Kindergarten. Wenn sie größer werden, locken andere Freizeitangebote. es muss auch mehr Zeit in die Hausaufgaben investiert werden. Außerdem vermutet „die Gisi“, dass Ältere abspringen, weil sie nichts Neues mehr lernen: Weil hin und wieder kleine Tänzer hinzukommen, müssten diese erst die Grundschritte und -tänze lernen.

Abwarten bis Weihnachten

Die Größeren bleiben auf ihrem alten Stand. „Sie tanzen alles aus dem FF, da ist es klar, dass sie sich irgendwann langweilen“, sagt Leißner betrübt. Bis Weihnachten will sie noch abwarten, ob sich etwas tut, danach überlegt sie, ob die Gruppe pausieren sollte oder gar ganz eingestellt wird. In den vergangenen Jahren hatte die ehemalige Volkstänzerin Vanessa Kugler, die Enkelin von Gisela Leißner, den größeren Tänzern moderne Schrittfolgen á la Macarena und Shakira gezeigt. „Schade, dass das jetzt nicht mehr weiter geht“, findet Leißner.

Erfahrener Tänzer gesucht

Auch diese Tänze wurden bei Auftritten präsentiert: Unter anderem bei den Marktplatz- und Sommernachtsfesten, Johannisfeuern und bunten Nachmittagen, zu denen die Tanzgruppe mit dem Kinderchor eingeladen hatte. Sogar in Pegnitz und Umgebung freuen sich Senioren über tänzerischen Besuch aus Plech. Für Erwachsene war ebenfalls schon eine Volkstanzgruppe angedacht, aber dazu bräuchte Gisela Leißner Hilfe von einem erfahrenen Tänzer, der die Schrittfolgen koordiniert.

Musikgruppe Sweethearts

Denn sie kennt sich am besten mit dem Schifferklavier, der Quetsch’n, aus. Das Instrument spielt sie seit ihrem 15. Lebensjahr und hat rund 200 Stücke in ihrem Repertoire: Von Heimatliedern bis zu Stimmungskrachern ist alles dabei. Im Saal des früheren Gasthauses Weißes Lamm (Häz’n) in der Hauptstraße hatte sie mit anderen Jugendlichen Unterricht. Daheim hat sie abends mit ihrem Vater Andreas oft geübt. Von gelegentlichen Auftritten im Gasthaus Adelmann/Reichel, die aus Zurufen wie „Gisi, hol’ doch mal die Quetsch’n“ entstanden, hat sich später die Musikgruppe Sweethearts entwickelt. Mit fünf Freunden zog Leißner von Kirwa zu Kirwa und unterhielt die Gäste. Die (Volks-)Musik hat sie durch ihr ganzes Leben begleitet. „Manchmal nervt’s, aber ohne geht es nicht.“

Vereinsleben: Mehr als 20 Vereine und Gruppen beleben die Jubelgemeinde. Vor allem im Jubiläumsjahr kümmern sie sich um das Gelingen von Veranstaltungen und arbeiten Hand in Hand. So stemmen sie nicht nur (regelmäßige) Feierlichkeiten, sondern bieten Kindern, Jugendlichen und Senioren ein vielfältiges Angebot. Vom Fußball über Theater bis hin zu Chören bieten sie eine breite Palette.

Nicht bewertet

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