Auerbacher wollen in Bad Neustadt Revanche

Und mit den Saalestädtern haben die Oberpfälzer noch eine Rechnung offen – eine, die sie aber selbst aufgemacht haben, indem sie im Hinspiel eine 15:8-Pausenführung noch aus der Hand gaben und 20:23 verloren.

Die Chancen scheinen nicht schlecht für den SV 08 zu stehen, denn für den HSC lief es in den letzten Wochen nicht gerade rosig. Die Formkurve des ehemaligen Dritten zeigt eindeutig nach unten. Zuletzt gab es gar drei Niederlagen in Folge, allerdings gegen die Topteams TV Hüttenberg (1.) und MSG Groß-Bieberau/Modau (3.) sowie beim TuS Fürstenfeldbruck (2.). Doch das Selbstvertrauen hat darunter nicht gelitten, wie HSC-Trainer Margots Valkovskis unterstreicht: „Wir haben uns schon auf der Heimfahrt auf einen Heimsieg gegen Auerbach eingeschworen.“

Heimstarke und offensivstarke Gastgeber

Der Optimismus scheint nicht unberechtigt: Zum einen belegen die Unterfranken in der laufenden Runde Platz fünf in der Heimtabelle, zum anderen haben die Auerbacher in fünf Spielen gegen den HSC lediglich einen Punkt in der Helmut-Ott-Halle erringen können. Außerdem stellen die Saalestädter mit durchschnittlich fast 29 Treffern pro Spiel den viertbesten Angriff der Staffel. Dabei erwies sich vor allem Rechtsaußen Jan Wicklein als äußerst treffsicher und hat bisher bereits 98/30 Tore erzielt. Daneben sollten die Oberpfälzer ihr Augenmerk auf den Rückraum ausrichten. Besonders die variabel agierenden Vilim Leskovec (58 Tore) und Gary Hines (55 Tore), aber auch die beiden Spielmacher Maximilian Schmitt (23 Jahre/45 Tore) und Falk Kolodziej (22/57) tragen sich regelmäßig in die Torschützenliste ein. Im linken Rückraum steht mit Konstantin Singwald (21) ein ebenso junger, wie talentierter Werfer, der seine 1,98 Meter Körpergröße einzusetzen weiß. Noch besser versteht dies Kreisläufer Franziskus Gerr, der mit seinen 1,96 Metern zu den größeren Spielern auf dieser Position gehört.

"Wir müssen dort nicht unbedingt gewinnen"

Im Auerbacher Lager freut man sich auf das Treffen: „Unser Hauptziel muss eine deutliche Verbesserung im Angriff sein“, gab Trainer Tobias Wannenmacher als Vorgabe aus. „Wir haben das Spiel in Großwallstadt eindeutig in der Offensive verloren, die Abwehr war bis auf vielleicht die letzten zehn Minuten durchaus stabil. Wenn wir es schaffen, konsequenter unser Spiel zu machen und den Gegner unter Druck zu setzen, dann haben wir sicherlich eine Chance.“ Die Statistik gibt ihm recht, denn mit 28 Gegentreffern pro Spiel liegen die Saalestädter im hinteren Drittel der Tabelle. „Unser größter Vorteil aber ist, dass wir dort nicht unbedingt gewinnen müssen.“ haw

Nicht bewertet

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