Auerbacher jetzt schon Achter

„Wir hatten von Anfang an die nötige Intensität in unserem Spiel“, sagte SV-Spielertrainer Tobias Wannenmacher. Dennoch lagen zunächst die Gäste mit 1:0 und 3:1 in Front. Auch weil viele Fehler gemacht und Chancen vergeben wurden.

Einzig Philipp Schöttner und Torwart Lars Goebel waren von Beginn hellwach und brachten die Auerbacher in Schwung. Beim 3:4 in der elften Minute lagen die Gäste letztmals in Führung. Die Unterfranken hielten zwar bis zum 7:6 mit, wirkten aber mit ihren nur neun Feldspielern in der Folge verunsichert. Im Vorwärtsgang fehlte der Druck, in der Defensive klafften große Lücken.

Die Auerbacher nutzten das geschickt: Nach dem 9:7 (25.) ließen sie bis zur Pause keinen Gäste-Treffer mehr zu und bauten den Vorsprung vorentscheidend auf 14:7 aus.

Tannenberger mit bester Saisonleistung

Die zweite Hälfte begann, wie die erste geendet hatte: Mit einem Tor von Alexander Tannenberger, der seine beste Saisonleistung zeigte. Der Heimsieg geriet nach dem Seitenwechsel nie in Gefahr: Wie auch immer die Gäste ihre Abwehrformationen variierten, sie taten dies meist nur kurzzeitig, da die mannschafftlich geschlossen auftretenden Blau-Weißen ein passendes Mittel hatten, um die Defensive zu knacken.

Kirchzell verkürzte zwar etwas (18:13, 19:14), kam jedoch nicht näher als auf fünf Tore heran. So konnte das Heimteam sein Publikum in den Schlussminuten noch mit schönen Spielzügen verwöhnen.

Schaulaufen in der Schlussphase

So traf Tobias Büttner von rechts, nachdem er den Ball unter Zeitspieldruck von Alexander Tannenberger von links zugespielt bekommen hatte. Fünf Minuten später erzielte Ferdinand Neuß mit einem tollen Treffer das 24:16, und dann krönte Kenny Schramm drei Sekunden vor der Schlusssirene auf Zuspiel von Tobias Wannenmacher die Partie mit einem Kempa-Tor.

„Wir haben einen wichtigen Sieg und zwei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten errungen, da ist mir nicht wichtig, wie hoch wir gewonnen haben“, sagte Wannenmacher.

Gleichzeitig ging sein Blick schon wieder nach vorne: „Aktuell sind wir mit 13 Punkten zwar ganz gut im Rennen, in den nächsten Wochen stehen aber fast nur Auswärtsspiele an – gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte. Zudem hatten wir vor zwei Jahren ausgerechnet um den Jahreswechsel eine Phase mit 0:20 Punkten. Allerdings haben wir uns in dieser Saison in den fremden Hallen ganz gut aus der Affäre gezogen, weshalb wir relativ zuversichtlich in die kommenden Spiele gehen.“ haw

Nicht bewertet

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