Auerbach: Beratungsstelle sucht Räume

„Wir sind froh, dass wir den Raum im Caritasheim haben, aber er ist für unser Angebot nicht optimal geeignet“, sagt Podewils. Gesucht werden möglichst drei Räume auf rund 70 Quadratmeter. Ein Raum soll Beratungszimmer und Büro werden, einer soll Spielzimmer werden – ausgerichtet als Bewegungsraum und auch auf Säuglinge – und ein Raum soll ein Warteraum für spontane Klienten werden. „Wir brauchen einen Raum, in dem Trennungskinder und der Elternteil, bei dem sie nicht leben, sich sehen, Umgang miteinander wahrnehmen können. Eventuell begleitet von Fachpersonal“, erklärt Podewils den Bedarf.

Auslastung ist gestiegen

Die Beratungsstelle in Amberg besteht schon seit 1973, seit drei Jahren ist Podewils – Psychologe – ihr Leiter. „Die Auslastung und der Bedarf sind gestiegen“, so der Leiter weiter. Für viele sei es aber auch eine Hemmschwelle von Auerbach oder den umliegenden Orten bei Bedarf extra nach Amberg zu fahren. Das Einzugsgebiet ist sehr groß.

Neben der Beratungsstelle gibt es aber auch mobile Angebote in Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen. Bei Bedarf werden Hausbesuche gemacht. In der neuen Auerbacher Stelle sind unter anderem auch Gruppenangebote wie beispielsweise Trennungs- und Scheidungsgruppen für Eltern und Kinder angedacht. Das hänge ganz von der Interessenlage ab. „Grundsätzlich stehen bei uns aber die Kinder im Mittelpunkt“, macht Podewils deutlich. Die Altersgruppe reicht hier bis ins junge Erwachsenenalter – 27 Jahre – hinein. Und was ein großer Vorteil ist: Die Beratung ist kostenlos.

Zwei Tage die Woche Sprechstunde

Träger der Beratungsstelle ist die katholische Jugendfürsorge, Erzdiözese Regensburg. In der neuen Stelle werden zwei Mitarbeiterinnen tätig sein, eine Sozialpädagogin und eine Erzieherin in Ausbildung zur Sozialpädagogin. Sie werden die Beratung an zwei Tagen die Woche anbieten.

„Wir begrüßen grundsätzlich das Vorhaben, in Auerbach eigene Räumlichkeiten für Beratungssprechstunden anzumieten“ sagt Uwe Lindner, Leiter des Auerbacher Hauptamtes. Podewils wurde das Besprechungszimmer im Bürgerhaus angeboten sowie bei einem Stadtrundgang vor Ort alle leer stehenden Immobilien mit Kontaktmöglichkeiten aufgezeigt, so Lindner weiter.

Kürzere Wege für Klienten

„Wir kommen für Miete und Unterhalt der neuen Stelle auf“, sagt Thomas Schieder, Leiter des Jugendamtes des Landkreises Amberg-Sulzbach. Grundsätzlich ist die Inanspruchnahme der Beratungsstelle aber unabhängig, freiwillig und der Schweigepflicht unterlegen. Mit dem Angebot wolle man den Leuten entgegenkommen, das heißt, es müsse nicht mehr die Amberger Stelle angefahren werden, sondern Klienten aus Auerbach und Umgebung hätten kürzere Wege. Fachliche Unterstützung in allen Erziehungsfragen – so fasst Schieder das Angebot der Beratungsstelle zusammen. „Der Bedarf ist bunt und groß“, bringt er es auf den Punkt.

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