Altstädter im Ronhof unter Erfolgsdruck

Die eigene 1:3-Niederlage gegen den VfB Eichstätt und der Fürther 2:0-Sieg in Buchbach haben am vergangenen Wochenende die Lage für die Bayreuther deutlich verschärft. Bei einer weiteren Pleite könnte sich deren Abstand zum rettenden Ufer auf fünf Punkte vergrößern, und es droht ihnen sogar das Abrutschen auf den drittletzten Tabellenplatz, sollte der SV Seligenporten ebenfalls heute seine Nachholpartie gegen den TSV Buchbach für sich entscheiden.

Dieser Tatsache ist sich Stadler durchaus bewusst: „Der Druck ist natürlich weit größer geworden.“ Und es stellt sich die Frage, wie sein Team mit dieser Situation fertig wird. „Im Eichstätt-Spiel haben wir uns viel vorgenommen, aber fast nichts davon auf den Rasen gebracht“, erinnert sich der 44-Jährige, der sich aber schützend vor die Mannschaft stellt. „Ich weiß, dass mein Team nach außen hin nicht unbedingt den Eindruck vermittelt hat, Wille und Einstellung zu zeigen. Und diesen Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen“, sagt Stadler, „aber der Abstiegskampf ist eine Kopfsache und ich meine, die Mannschaft hat schlichtweg verkrampft. Wir haben phasenweise wie mit angezogener Handbremse gespielt.“ Und den Kampf nicht angenommen, der in diesen Tabellenregionen ein Muss ist.

"Müssen schnell zu unserem Spiel finden"

Der Übungsleiter weiß: „Wir haben im Vergleich zur Vorbereitung einiges vermissen lassen und wir müssen in Fürth schnell zu unserem gewohnten Spiel finden“, fordert Stadler. Dass sein Team die Mittelfranken nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, liegt in der Natur der Sache. „Die Fürther haben eine toll ausgebildete Mannschaft, sie haben eine gute Vorbereitung bestritten und der Sieg in Buchbach hat ihnen zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.“ Bei der Bobenstetter-Truppe verhielten sich die Fürther in der Defensive sehr diszipliniert. „Und dann haben wir immer wieder Nadelstiche setzen können“, sagt Trainer Timo Rost. Sammy Ammari und Tim Danhof sorgten für die Treffer.

In der Hinrunde hatten sich die Fürther schon einmal als Spielverderber erwiesen: Nach dem tollen Altstädter Start mit drei Siegen am Stück behielt die Zweitliga-Reserve durch einen Kopfballtreffer von Korbinian Burger nach einer Ecke (79.) mit 1:0 im Hans-Walter-Wild-Stadion die Oberhand.

Fast kompletter Kader steht zur Verfügung

Personell kann Stadler fast aus dem Vollen schöpfen: Lediglich Anton Makarenko (Aufbautraining) und Darius Held (gesperrt nach fünfter Gelber Karte) stehen nicht zur Disposition, Patrick Hobsch rückt nach abgesessener Sperre wieder in den Kader. „Wir werden im Vergleich zum Eichstätt-Spiel mit Sicherheit Veränderungen vornehmen“, stellt Stadler in Aussicht. Aber die werden sich nur punktuell auswirken. „Die ganze Mannschaft werden wir nicht umkrempeln oder unser System verändern“, sagt der Coach, wenngleich er im Videostudium am Tag danach viele Baustellen gesehen hat.

Aufgebote

SpVgg Greuther Fürth II: Kowalewski, Zeller – Danhof, Wiedmann, Schad, Maderer, Kirsch, Ammari, Sollfrank, Baldauf, Kartalis, Langer, Tischler, Corovic, Egerer, Mrkonjic, Sitter, Volz.

SpVgg Bayreuth: Skowronek, Veigl – Dengler, Kolbeck, Schmitt, Weimar, Ulbricht, Wolf, Held, Golla, Knezevic, Böhnlein, Hobsch, Schneider, Bajrami, Bruno, Weber, Renger, Krahnert.

SR: Florian Riepl (Altenberg).

Nicht bewertet

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