Altstadt hofft auf vierten Sieg in Serie

Für das Team von SpVgg-Trainer Marc Reinhardt spricht allerdings die Punktspielpraxis. Während die Altstädter ihre ersten drei Partien bereits erfolgreich absolvierten, blieben die Mittelfranken bis auf das in der 85. Minute abgebrochene Nachholspiel beim FC Pipinsried (1:2) noch ohne Einsatz.

Unberechenbar

Dementsprechend unberechenbar ist die Zweitliga-Reserve, wie Marc Reinhardt bestätigt. „Die Fürther haben mit Timo Rost einen neuen Trainer und auch eine ganze Menge neuer Spieler. Sie sind für uns ganz schwer einzuschätzen und wissen selbst noch nicht, wo sie im Vergleich zum Rest der Liga stehen.“

Dennoch glaubt der 31-Jährige, dass die Partie bei hohen Temperaturen in Pipinsried schon ein wenig an die Substanz gegangen sein könnte: „Und dann kommt noch die Unsicherheit hinzu, wie die Partie gewertet wird.“ Eine Entscheidung durch das Sportgericht steht noch aus.

Stärken auf den Platz bringen

Die Qualitäten des kleinen Kleeblatts sieht Reinhardt eher in der Offensive. „Da haben die Fürther mit dem ehemaligen Ingolstädter Sammy Ammari und Stefan Maderer zwei sehr gute Spieler.“ Letzterer sorgte am vergangenen Dienstag vom Elfmeterpunkt für den zeitweiligen Ausgleich in Pipinsried.

Den Gedanken an einen möglichen vierten Sieg weist Reinhardt erst einmal von sich. „Wir müssen wieder ähnlich auftreten wie in den letzten Spielen. Wenn wir unsere Stärken auf den Platz bringen, dann können wir auch punkten. Es wäre aber leichtsinnig zu denken, dass wir das Spiel gegen Fürth gewinnen müssen. Die Mannschaft weiß, dass sie sich jeden Sieg hart erarbeiten muss.“

Dass seine Elf Moral hat, zeigte sich am vergangenen Wochenende beim 2:1 in Garching. „Die Mannschaft ist geschlossen aufgetreten und hat die richtige Einstellung an den Tag gelegt“, lobt der Übungsleiter. „Dass wir nach der Pause das Spiel drehen, war schon eine starke Leistung.“ Allerdings gibt Reinhardt zu, dass es auch anders hätte laufen können. „In der Defensive hat teilweise die Abstimmung nicht ganz gepasst, daran müssen wir arbeiten.“

Hoffen auf Fan-Unterstützung

Aber mit der entsprechenden Fanunterstützung überstand man auch diese Schwächephasen. Und nun hofft Reinhardt natürlich, dass im Stadion wieder eine entsprechende Atmosphäre herrscht. „Das gibt uns ein paar Prozentpunkte extra. Die Mannschaft wird ihren Teil dazu beitragen und kämpfen.“

Personell eröffnen sich für Reinhardt und seinen Co-Trainer Florian Wurster immer bessere Möglichkeiten. Neuzugang Martin Kovac könnte nach überstandenem Patellasehnensyndrom erstmals auf der Bank Platz nehmen, und in der kommenden Woche steht Tobias Ulbricht wieder Gewehr bei Fuß. Der Sturmführer, der sich im Mai im Pokalspiel gegen den FC Memmingen einen Kreuzbandriss zugezogen hat, ist wieder voll einsatzfähig.

Pokalspiel in Nürnberg am 8. August

„In der ersten Hauptrunde bei der DJK Falke Nürnberg wird Ulle wohl wieder auf dem Platz stehen“, stellt Reinhardt in Aussicht. Die Partie beim Kreisligisten ist für den kommenden Dienstag, 8. August, um 18.30 Uhr angesetzt. Der einzige Ausfall, den die Altstädter zu beklagen haben, ist Bas Peeters. Der Youngster hat sich im Spiel der U 23 beim SV Friesen (1:4) eine Kapselverletzung im Sprunggelenk zugezogen, die ihn zu ein bis zwei Wochen Pause zwingt.

Beim kleinen Kleeblatt fehlen dem neuen Trainer Timo Rost (38) gleich fünf Spieler: Tim Danhof (Trainingsrückstand nach Pfeifferschem Drüsenfieber), Christian Heinloth (Rippenprellung), Peter Jost (Trainingsrückstand nach Operation des gerissenen Kreuzbandes), Tobias Pellio (Muskelfaserriss) und Marko Mrkonjic (Knieoperation nach Knorpelschaden).

Dennoch mangelt es den Fürthern nicht an Selbstvertrauen. „Mir ist es egal, ob der Gegner Pipinsried, Sechzig oder Bayern II heißt. Wir müssen ja doch gegen alle Mannschaften spielen. Unsere Philosophie ist es, dass wir uns auf unser Spiel konzentrieren“, sagt der Übungsleiter. „Wir arbeiten grundsätzlich nicht gegnerorientiert. Das ist nicht arrogant, sondern wir legen den Fokus ganz klar auf unser Spiel. Das wird in dieser Saison unsere Ausrichtung sein.“

Nicht bewertet

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