Alle Pfarrstellen besetzt

Trotzdem ist das eine schöne Entwicklung“, freute sich Schoenauer. „Wenn ich denke, dass das Dekanat auch einmal über 17 000 Gemeindeglieder hatte.“ Leicht zurückgegangen sei im vergangenen Jahr laut Dekan die Zahl der Taufen, die der Trauungen und auch die der Konfirmanden. Auch die hohe Zahl an Bestattungen sei mit 209 geblieben. Schoenauer las aber auch das Positive aus der Statistik heraus. Nämlich: Die Zahl der Austritte ist mit 58 deutlich zurückgegangen. Das Jahr vorher waren es noch 77 Personen. Die Zahl der Eintritte hat sich von 15 auf 19 leicht erhöht. Auch auch die Zahl der Gottesdienste hat laut Dekan leicht zugenommen. Mehr als 1000 Gottesdienste sind im vergangenen Jahr im Dekanat gehalten worden. Dies sei der Verdienst der Lektoren und Prädikanten, Sonst wären 1000 Gottesdienste und mehr gar nicht möglich. Und der Dekan machte unmissverständlich klar: „Ohne ehrenamtliche Arbeit könnten wir unser Gemeindeleben nicht aufrechterhalten.“ Es gebe einige Freiwillige, die 30 Stunden und mehr in der Woche ehrenamtlich in den Gemeinden arbeiten.

Zusammenhalt im Pfarrkapitel

Der Dekan berichtete, dass Pfarrerin Tina Binder ihre Dienstzeit quasi verdoppelt. Sie wird weiterhin halbtags in Schnabelwaid-Creußen arbeiten und die anderen 50 Prozent wird sie sich in der Seelsorge für das Krankenhaus und in den Altenheimen einbringen. Schoenauer lobte auch den guten Zusammenhalt im Pfarrkapitel. Es habe nie Probleme gegeben, bei Krankheitsfällen Vertretungen zu finden. Der Dekan führte aber auch ein „Aber“ an: „Mit Sorge sehe ich, dass viele Kollegen am Rande ihrer Arbeitskraft stehen und wir werden alles Mögliche tun, um für Entlastung zu sorgen.“

Kürzungen ein großer Einschnitt

Und auch in der Jugendarbeit ist es laut Schoenauer eng geworden, seit die Stelle der Referentin im Dekanat mit dem letzten Landesstellenplan um die Hälfte gekürzt wurde. „Das ist ein großer Einschnitt“, sagte der Dekan. In einige Gemeinden im Dekanat gebe es eine rege Jugendarbeit, die von Ehrenamtlichen zusammen mit Hauptamtlichen geleistet werde. Immer schwieriger werde es laut Schoenauer auch, den Religionsunterricht in den Schulen zu organisieren. Manche Lehrkräfte müssen laut Dekan an mehreren Schulen Unterricht erteilen. Das hänge auch damit zusammen, dass katholische Schüler Klassen übergreifend zusammengefasst werden und deshalb zur gleichen Unterrichtszeit vier oder mehr evangelische Lehrkräfte benötigt werden.

Pause mit der Partnerschaft

Was die Partnerschaft angeht, will sich das Dekanat erst einmal eine Pause auferlegen. Wie es in dieser Richtung weitergeht, darüber wird sich der Missionsausschuss in den nächsten Jahren Gedanken machen. Wie berichtet, ist die Partnerschaft des Dekanats Pegnitz mit Siassi auf Papua Neuguinea beendet. „Der Entschluss ist uns allen nicht leicht gefallen und gerade der Missionsausschuss unter der Leitung von Pfarrer Christoph Weißmann hat sich intensiv und ausgiebig darum bemüht, die Partnerschaft am Leben zu erhalten“, so Schoenauer.

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