Abschiebung ohne die persönliche Habe

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Kommentare

...hat er nicht gewusst, dass es abgeholt wird? Normalerweise wissen die Personen
den Termin.
Salimi hatte seine Identitätspapiere weggeschmissen bevor er sich in das deutsche Sozialsystem eingeschlichen hat.

Jetzt ist er wieder weg und das ist gut so.
@Jacko sicher, das Sie ein Mensch sind.
Und wenn Sie für Ihre Tatsachenbehauptung jetzt noch eine Quelle angeben Jacko...
Anna Westermann drückt es wie immer "gekonnt" schönfärberisch aus:

„er ist kein >hartnäckiger< Identitätsverweigerer“

Ich zitiere von br.de:

"Die Zentrale Ausländerbehörde Oberfranken hatte Salimi vorgeworfen, seine Identität zu lange nicht preisgegeben zu haben. Er habe seit April 2016 eine Geburtsurkunde, eine sogenannte Tazkira, gehabt, sie aber erst im Mai 2017 vorgezeigt. Deshalb hatte bereits am Dienstag (05.12.17) das Verwaltungsgericht Bayreuth der Abschiebung zugestimmt. "

Mir drängen sich nun zwei Fragen auf:

1.) Warum wird obiger Sachverhalt in der Berichterstattung des Kuriers nicht auch nur annähernd in dieser Exaktheit erwähnt und die Leserschaft stattdessen mit Aussagen im Stile von "Er habe seine Identität nachgewiesen" und "sich nichts zuschulden kommen lassen" bombardiert!?

2.) Warum war die Community der Flüchtlingshelfer*innen und der Abschiebungsgegner*innen, die jetzt bittere Tränen weinen, offenbar nicht in der Lage, Herrn Salimi dazu zu beschwören, seine Geburtsurkunde zeitnah nach deren "Auftauchen" bei der Behörde vorzulegen (und nicht erst ca. 1 Jahr später)?!
(Gerade die Abschiebungsgegner*innen müssten doch sicherlich bis ins kleinste Detail über die entsprechenden behördlichen Richtlinien informiert sein ...)
Da scheint so manches nicht gut überlegt abgelaufen zu sein, da Salimi offensichtlich auch all sein Hab und Gut zurückgelassen hat. Wenn das so ist, wie marcharettla schreibt, haben sich die ehrenamtlichen Helfer nicht sehr professionell verhalten. Nur, wer kann schon diesen Helfern Vorwürfe machen, wenn man selbst nichts tut?
Uwart: Gehen Sie doch nicht so hart mit mir ins Gericht. Ich bin ein schlechter Mensch, das weiß ich doch schon ... :-(
"Wenn das so ist, wie marcharettla schreibt, haben sich die ehrenamtlichen Helfer nicht sehr professionell verhalten. Nur, wer kann schon diesen Helfern Vorwürfe machen, wenn man selbst nichts tut?"

Richtig, nur frage ich mich, warum Uwart nicht geholfen hat...
Gut gemacht!
Ein sehr geistreicher Kommentar. Vielen Dank für diese bedeutende Aussage.
Kann man ihm ja nachschicken
@exilbareider: ist das als Angebot von Dir zu sehen, die Kosten für den Transport zu übernehmen? Vielen Dank für die Großherzigkeit!
Großbrief International nach Afghanistan (+ Einschreiben & Rückschein): 8,35 EUR

Sollte zu stemmen sein! ;-)
@revilo: Da das Geld der Steuerzahler dafür verwendet wird, ist der Bürger der Träger der entstehenden Kosten. Das ist somit gelebte Solidarität zum Wohle des Landes.
@Exilbareider: Du zahlst neuerdings wieder Steuern? Was ist nur mit Dir passiert, warst doch bisher so stolz drauf Steuerzahlungen vermeiden zu können.
@Revilo

Es gibt einen zweiten Exilbareider hier, der aber anders geschrieben wird. Daher meinst du sicherlich ihn. Ich zahle brav Steuern, um auch den Transport der Unterlagen für 8,35 Euro nach Afghanistan zu unterstützen. Gut angelegtes Geld in diesem Fall.
Völlig zu recht abgeschoben!!!!
Lieber NK,
ordentliche Berichterstattung verlangt, dass alle Fakten genannt werden.
Warum vertuscht ihr Fakten und macht lieber einen tränenreichen Bericht?
Gibt es noch echte Journalisten bei Euch oder bekommt ihr die Texte bereits fertig geliefert?
Man kann ja über alles reden. Wenn der Ton allerdings gleich so herablassend ist, dürfen Sie leider nicht mit einer Antwort rechnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Moritz Kircher
Onlineredaktion
Lieber Herr Kircher,
ihre Antwort genügt mir vollkommen, Danke.
Naja über die Art und Weise der Abschiebung lässt sich natürlich streiten! Allerdings wurde hier nichts anderes als deutsche Rechtssprechung durchgesetzt und auch wenn ich die Vorgeschichte nicht im Detail kenne. Deshalb möchte ich hier auch nicht weiter auf diesen Fall eingehen. Allerdings erschreckend für mich ist, dass man diese Menschen überhaupt erst einmal ins Land lassen musste, noch dazu ohne jegliche Ausweispapiere, um sie dann wieder mit einem riesigen kostenintensiven und immensen personellen Aufwand abzuschieben! Auch wenn es natürlich in irgendeiner Form ein Recht auf Asyl geben muss, passiert dies alles gerade auf dem Rücken der deutschen Steuerzahler. Deutsche Gerichte sind total überlastet, die Ausländerbehörden (BAMF) sind überlastet, die Polizei ist überlasstet, es steht nicht genügend Wohnraum zur Verfügung etc. etc. Schafft endlich Aufnahmelager an den europäischen Aussengrenzen, wo dann für jeden der nach Europa möchte, sein Recht auf Asyl geprüft werden kann und zudem auch noch ein Einwanderungsgesetz nach kanadischen Vorbild, dann würde auch endlich wieder dringend benötigtes Geld für uns Bürger, vorallem für unsere Kinder übrig sein und es kämen dann vielleicht auch die Fachkräfte, die wir wirklich im Land benötigen!
Seit wann weiß man denn, dass alle staatlichen Einrichtungen (Gerichte, BAMF, Polizei, Kommunen, etc. ) überlastet sind? Warum versucht die Politik nicht diese Zustände abzustellen? Liegt es vielleicht daran, dass man nach innen und außen signalisieren will, dass die Flüchtlinge unseren Staat überlasten?
Urwart, Sie wollen aber jetzt nicht wirklich damit anzweifeln, dass die genannten Bereiche nicht überlastet wären? Die Politik wäre ja auch allein nicht in der Lage, diese Zustände kurzfristig abzuschaffen, denn Richter, Lehrer, Sozialpädagogen und Polizisten etc. müssen erst einmal ausgebildet werden, das allein dauert schon mehrere Jahre. Noch dazu muss es dafür auch erst einmal überhaupt genügend Bewerber geben! Um z.B mehr Wohnraum zu schaffen, braucht es erstens den geeigneten Platz bzw. Bauland und die entsprechenden Kapazitäten in der Wirtschaft. Auch hier dauert es, womöglich viele Jahre bis Besserung in Sicht ist. Nur es muss dann bei letzteren auch sichergestellt werden, dass die Mieten und Kosten allgemein nicht wieder auf den Steuerzahler zurück fallen und die evtl. Mieter auch in der Lage sind, Ihre Mieten dauerhaft ohne fremde Hilfe zu begleichen. Ein Staat, der sein Wachstum immer mehr u. a aus der Sozialindustrie generiert, dem wird das irgendwann früher oder später auf die Füße fallen. Siehe allein schon die aktuell fortschreitende Spaltung in der Gesellschaft! Deshalb glaube ich auch nicht, dass man irgendetwas "signalisieren" möchte, ich denke das ist eher eine gewisse Hilflosigkeit unserer Regierenden, was sie da eigentlich durch das unkontrollierte öffnen der Grenzen vor 2 Jahren ausgelöst haben! Unseren Kindern erklärt man doch immer "erst denken, dann handeln" , dies ist offenbar leider in einem bestimmten Viertel in Berlin erst so nach und nach angekommen!
Idealist13, das was Sie geschrieben haben ist natürlich richtig. Es gibt nun mal Prozesse, deren Umsetzung eine lange Vorlaufzeit haben. Das sollten aber die Verantwortlichen auch wissen! Dass immer mehr Flüchtlinge nach Europa kommen, ist keine neue Erkenntnis, deshalb sind diese beschriebenen Defizite unerklärlich. Aber offensichtlich spielt eine Schwarze Null eine größere Rolle als die Sicherheit der Bürger und unsere Hilfsbereitschaft gegenüber den Verlierern der Globalisierung. Ich kann mich nur wundern, was alles bei dem Fall NSU und dem Terroristen Anis Amri an Ermittlungsfehlern vorgefallen sind. Da braucht man sich doch nicht zu wundern, dass das Aufnahmeverfahren von Flüchtlingen sehr löchrig ist. An Geld fehlt es sicher nicht.
Zitat: Flüchtlinge sind eine Bereicherung für Deutschland. Ich muss Ihnen Recht geben.
Zu 99% in unsere Sozialsysteme. Zitat Ende.
Werter Herr Kircher, ich schreibe erstmals in diesem Forum, weil es mich drängt. Ihre Antwort heute auf Herrn/Frau WebTh ist beleidigt und wenig professionell.
Offensichtlich gibt es auf Seiten der Ausländerbehörde recherchierbare Fakten zusammenzutragen: warum wurde Herr Salimi genau abgeschoben? Welche Aufforderungen ergingen genau wann und mit welchem Inhalt an Herrn Salimi? Was waren seien Reaktionen (z.B. Ausweispapiere et al) ? Wann und wie wurde Herr Salimi genau über die Abschiebung (Datum, Uhrzeit) informiert?
Vorschlag: sie interviewen die Leitung und/ oder zuständigen Mitarbeiter in der Ausländerbehörde und liefern Informationen, die dem geneigten Leser dann die Abschiebung subjektiv beurteilen lassen.

Mit bestem Dank und Gruß

Bernd Will, Weidenberg
Naaa, da verlangen's jetzt aber a bisserl viel! Das würde ja in seriösen, neutralen Journalismus ausarten!
Sehr geehrter Herr Will,

der Kollege Bartsch, der die Artikel über das Thema geschrieben hat, ist weiter an der Sache dran. In der morgigen Ausgabe gibt es noch einmal einen Artikel und einen Kommentar, in dem auf diese Dinge (soweit ich weiß) auch eingegangen wird. Am Tag der Abschiebung haben wir vor Ort mit Behördenvertretern Kontakt gesucht und auch gesprochen. Ich hoffe natürlich sehr, dass Behörden in Deutschland nicht willkürlich entscheiden und vertraue auch darauf. Allerdings sehen Gesetze für die Exekutive auch oft genug einen Ermessensspielraum vor. Der kann dann so oder so ausgelegt werden - und nichts davon kann als Willkür bezeichnet werden. Allerdings dürfen Behörden im Einzelfall auch oft gar keine Auskunft geben. Und das war offenbar auch im Fall Salimi so, als wir am Mittwoch angefragt haben.
Ich bitte auch um Verständnis dafür, dass ich auf "Anfragen", in denen uns unterstellt wird, wir seien keine richtigen Journalisten und uns würden Artikel - von wo auch immer - fertig geliefert, keine inhaltliche Antwort gebe. Denn solche Kommentare dienen doch einzig und allein dem Zweck, mich und meine Kollegen zu diskreditieren. Ich bin jederzeit bereit, unsere Arbeit zu diskutieren und mich der Kritik zu stellen. Das gehört zu einem glaubwürdigen Journalismus heute einfach dazu. Doch wenn Kritik auf einem Niveau geschieht, wie in dem angesprochenen Kommentar, dann gibt es einfach keine Grundlage für eine sachliche Diskussion.
Bei Ihrem Kommentar ist das ganz anders. Kritisch, aber sachlich im Ton. Dann haben wir eine Basis.

Mit freundlichen Grüßen,
Moritz Kircher
Onlineredaktion Kurier
Vielen Dank, Herr Kircher, so verstehe ich demokratische Diskussionskultur.