Zweite Chance in Folge für Haspo-Damen

Erinnerung an ein starkes Spiel: Unter hohem Erfolgsdruck im Abstiegskampf gewannen die Haspo-Damen in der vergangenen Saison gegen den Frankfurter HC mit 25:22, obwohl bei den Gästen damals noch die später schwer verletzte Torjägerin Michele Dürrwald (Mitte, Nr. 38) groß aufspielte (acht Tore). Diese Aktion der vierfachen Torschützin Kristina Hall (in schwarz) zeigt den Einsatz, mit dem Bayreutherinnen um diese wichtigen Punkte kämpften. Foto: Archiv/Peter Kolb

Bis zum sechsten Spieltag der 3. Bundesliga Ost mussten die Damen von Haspo Bayreuth auf Punkte warten, doch nun bietet sich ihnen gleich die zweite Chance in Folge. Gegen den punktgleichen Frankfurter HC soll am Samstag um 17.30 Uhr im Schulzentrum Ost aus dem Erfolgserlebnis ein Aufwärtstrend werden.

„Das war extrem wichtig für das Selbstvertrauen“, ordnet Haspo-Trainer Yannick Berghammer die Bedeutung des 20:19-Sieges gegen die HG Zirndorf ein. Das sei umso wertvoller, als auch der nächste Gegner zu den direkten Konkurrenten zu zählen sei: „Das wird gleich das nächste Vierpunktespiel.“

Die 2:10 Punkte des Frankfurter HC lassen sich zum Teil damit erklären, dass er schon vier der fünf Erstplatzierten aus der aktuellen Tabelle zum Gegner hatte. Allerdings waren die letzten beiden Ergebnisse auch unter dieser Voraussetzung enttäuschend. Beim Spitzenreiter Füchse Berlin gingen die Brandenburgerinnen mit 13:31 unter, und am vergangenen Wochenende unterlagen sie dem keineswegs als übermächtig eingestuften Berliner TSC in heimischer Halle klar mit 16:22. Einziger Sieg blieb bisher ein 29:28 gegen HC Leipzig II.

Gäste beklagen Verletzungspech

Das hängt damit zusammen, dass die Mannschaft vom Verletzungspech geplagt wird. „Zur Zeit spielen wir fast mit einem Kindergarten“, sagte Trainer Dietmar Schmidt nach der letzten Heimniederlage. Der 64-Jährige repräsentiert mit seinen eindrucksvollen 242 Länderspielen für die DDR noch die ruhmreiche Vergangenheit des Vereins, der 1985 und 1990 den EHF-Pokal gewonnen hat, sogar noch 2004 Deutscher Meister war, aber 2013 einen Insolvenzantrag stellen musste und aus der Bundesliga ausschied. Besonders schmerzlich für seinen Kader ist das Fehlen von Rückraum-Torjägerin Michele Dürrwald, die kurz vor Ende der vergangenen Saison eine schwere Knieverletzung erlitt und seither außer Gefecht gesetzt ist.

Trotzdem sieht Haspo-Trainer Berghammer bei diesem Gegner immer noch mehr Offensivkraft als bei der HG Zirndorf: „Der Rückraum ist gefährlicher, da müssen wir schon etwas mehr nach vorne gehen. Zudem versteht es die Kreisspielerin, für Unruhe in einer Abwehr zu sorgen.“ Auch auf der Gegenseite rechnet man bei Haspo mit einer relativ offensiven Abwehrformation und hat sich darauf vorbereitet. „Im Training war der Abschluss über die Außen ein Schwerpunkt, weil es da einigen Platz geben könnte“, verrät Berghammer. „Zudem wollen wir das Spiel über den Kreis ausbauen, das schon ganz gut geklappt hat.“ Am wichtigsten sei es aber, geduldig zu spielen: „Wir dürfen uns von der offensiven Abwehr nicht verrückt machen lassen.“

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