Zum Piepen, Klettern und Ausschau halten: Elf große Vogelhäuschen werden am Spielplatz Schöne Aussicht aufgestellt Wolkenkuckucksheim schwebt ein

Die Vogelstadt steht. Wolkenkuckucksheim ist eingeschwebt. Jetzt kann man sehen, wie der Spielplatz an der Schönen Aussicht aussehen wird mit seinen elf Vogelhäuschen. Überdimensional großen Vogelhäuschen. Die kleine und große Kinder einladen sollen zum Klettern, zum Forschen, zum Ausschau halten. 

Bagger rollen übers Gelände des Spielplatzes. Feiner Kies und Humus wird über den Platz gefahren. Tillmann Stachat, der Schöpfer des Spielplatzes und sein Team sind damit beschäftigt, den Vogelhäuschen, die am Dienstag angeliefert worden sind, letzten Schliff zu geben. Der Berliner Spielplatzbauer Stachat hatte, wie er im Gespräch mit unserer Zeitung sagt, ursprünglich weit mehr Vogelhäuschen auf dem Gelände bauen wollen. "30 waren geplant, übrig geblieben sind elf."

Alle haben ein Geheimnis

Aber diese elf Häuschen haben "alle ein Geheimnis, das es zu erkunden gilt", sagt Alexander Bölk, der Projekleiter des Landschaftsarchitekturbüros Hahn Hertling von Hantelmann (Berlin), das für die Gestaltung der Landesgartenschau verantwortlich zeichnet. Grundsätzlich sei das Wolkenkuckucksheim in der Schönen Aussicht "eine Vogelstadt ohne Vögel. Die sind alle ausgeflogen", sagt Bölk. Deshalb dürfen die Kinder hier klettern. Und herausfinden, wer denn in welchem Häuschen wohnt. Einen Tipp gibt die in die Holzfassade jedes Häuschens gefräste Vogelsprache. "Kix" steht da auf einem. "Tuj duít tjipp" auf dem nächsten. Hinweise auf die eigentlich möglichen Bewohner. Ebenso wie die Ausstattung innen. Die wird jetzt in den nächsten Tagen kommen. "Und es wird kein Häuschen dem anderen gleichen", sagt Stachat.

Klettern, losgelöst von den Eltern

Neben der schönen Aussicht, die man auf den Spielplatz und zur Gartenschau hinüber haben wird, wo auch eines der Häuschen gleich am Eingang steht, geht es darum, dass die Kinder Erfahrungen machen können. "Speziell in der Fünfer-Landschaft, bei der fünf Häuschen eng beieinander stehen, kommen sie in verschiedenen Schwierigkeitsstufen in der Luft von Haus zu Haus. Diese Verbindungen werden wir auch in den nächsten Tagen schaffen", sagt Stachat. "Losgelöst von den Eltern." Da der Spielplatz behindertengerecht angelegt ist, gibt es auch zwei Vogelhäuschen, in denen man mit dem Rollstuhl landen kann. Der Weg über den Spielplatz, der eine Steigung von maximal fünf Prozent hat, ist bereits angelegt.   

Einen zwitschern lassen

Die Vögel hören, wenn gerade mal keine echten Vögel in den Hecken und Bäumen pfeifen sollten, kann man auch: Im oberen Bereich von Wolkenkuckucksheim steht eine Gruppe von fünf kleineren Häuschen, "in die man nicht klettern kann, weil sie dazu zu klein sind", wie Bölk sagt. "Diese Gruppe hat Solarzellen auf dem Dach und Lautsprecher integriert. Dort kann man auf Knopfdruck Vögel zwitschern lassen."    

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