Zum Jahresausklang Altstädter wollen Sieg gegen Burghausen

Ivan Knezevic (links) hat sich und seine Teamkollegen unter Druck gesetzt: Vor der Partie gegen Wacker Burghausen tippte der Stürmer auf einen Altstädter 2:0-Erfolg. Vielleicht trägt er seinen Teil dazu bei? Foto: Peter Kolb

FUßBALL. Altstädter Jahresfinale einer bislang turbulent verlaufenden Regionalliga-Saison: Am Samstag um 14 Uhr will die SpVgg Bayreuth ihren jüngsten 1:3-Ausrutscher bei der Reserve der SpVgg Greuther Fürth vergessen machen und mit einem Heimsieg gegen den Tabellenfünften SV Wacker Burghausen einen versöhnlichen Abschluss feiern.

Ivan Knezevic, Schütze des zeitweiligen Anschlusstreffers beim kleinen Kleeblatt, wird konkret und wagt einen Tipp: „Wir bestätigen die letzten Wochen mit einem hart umkämpften 2:0 und zeigen, dass wir besser sind, als die Tabelle aussagt“, sagte der 25-jährige Angreifer dem Internet-Portal „fupa.net“. Und der Altstädter Trainer Timo Rost schiebt nach: „Wir wollen unseren Fans zum Abschluss des Jahres ein gutes Spiel schenken und unsere Bausteine abrufen. Wichtig wird sein, dass wir dieses Mal wieder von der ersten Minute an unsere Stärken auf den Platz bringen.“ Denn im Duell mit der Zweitliga-Reserve verschlief sein Team den ersten Abschnitt völlig, der 0:2-Rückstand war eine Hypothek, die nicht mehr abzubauen war.

„Mit der ersten Halbzeit konnten wir nicht zufrieden sein“, gab der 40-Jährige zu. „Nach der Pause hat sich die Mannschaft aber deutlich gesteigert und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt. Die Niederlage ist kein Beinbruch.“ War sie doch erst die vierte unter seiner Ägide – und der Abstand zur Gefahrenzone ist nicht signifikant größer geworden. Sechs Zähler trennen die Altstädter vom ersten Abstiegsplatz, drei von den Relegationsrängen.

Rost sieht noch Luft nach oben

Wer hätte das nach dem komplett verkorksten Start mit sechs Niederlagen und null selbst erzielten Toren gedacht. Seit Rost das Sagen hat, wurden Stellschrauben gedreht, der Erfolg kehrte zurück. „Wir können mit der Entwicklung der Mannschaft zufrieden sein“, sagt der Ex-Profi, der unter anderem beim 1. FC Nürnberg, beim VfB Stuttgart, Energie Cottbus und RB Leipzig tätig war. „Sollten wir das Spiel gegen Burghausen gewinnen, wäre das das i-Tüpfelchen auf dieser Entwicklung“, ist der gebürtige Laufer nicht unzufrieden, sieht aber auch noch Luft nach oben: „Wir sind aber noch lange nicht da, wo ich uns haben will, und werden deshalb im neuen Jahr weiter hart und zielstrebig arbeiten.“

Mit den Salzachstädtern kommt ein Team, das sich – wenn man die letzten Gastspiele betrachtet – im Hans-Walter-Wild-Stadion immer recht wohl gefühlt hat. In den vergangenen drei Spielzeiten nahmen die Wackeraner nämlich stets die volle Beute aus Oberfranken mit: In der Saison 2015/16 mit einem 5:3, im Jahr darauf mit einem 3:1 und in der vergangenen Serie mit einem 2:0. „Zum Halbjahresabschluss werden wir versuchen, die bisher insgesamt positiv verlaufene Saison mit einem erfolgreichem Spiel in Bayreuth abzuschließen“, kündigt der 47-jährige SV-Trainer Wolfgang Schellenberg an, den die jüngste 0:1-Derbyniederlage gegen den SV Schalding-Heining sichtlich wurmte. Seit dem 31. Oktober 2014, als in der Wacker-Arena ein 3:1-Erfolg gelang, haben die Altstädter gegen die Oberbayern nicht mehr gewinnen können. Das Hinspiel dieser Saison ging nach einem schnellen Treffer von Muhamed Subasic (5.) knapp mit 0:1 verloren.

Burghauser Trainer hat Respekt

Schellenberg hat allerdings Respekt vor der Rost-Truppe. „Vor allem die vordere Reihe der Bayreuther ist schon sehr stark“, sagt Schellenberg und verweist auf Shpetim Sulejmani (8 Tore), Ivan Knezevic (6) und Kapitän Anton Makarenko (4). Auch der Ex-Burghauser Christoph Fenninger, der vor der Saison aus Saarbrücken nach Bayreuth gekommen ist, hat bekanntlich großes Potenzial, das er jedoch nicht immer abrufen konnte: Drei Treffer und fünf Assists stehen für ihn bislang zu Buche.

Angesichts vereister Plätze verlief die Trainingswoche in Burghausen nicht ideal. „Wir sind zum Teil auf Kunstrasen oder in die Halle ausgewichen, weil das Verletzungsrisiko einfach zu hoch war“, so Schellenberg, der jedoch das Abschlusstraining am gestrigen Freitag auf Naturrasen angesetzt hat: „Wir wollen wenigstens ein bisschen das Gefühl für Ball und Rasen haben“, begründet er die Entscheidung.

Bis auf Kevin Hingerl (Sprunggelenkverletzung) hat Schellenberg alle Mann an Bord, gleiches gilt für seinen Kollegen Timo Rost. Lediglich hinter Patrick Weimar steht wegen eines Bruchs des Mittelhandknochens noch ein Fragezeichen.

 

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