Zukunftswerkstatt für die Jugend im Kreis

Am Fußgängerübergang Ecke Hohenzollernring/Am Sendelbach leben Radfahrer gefährlich. Das soll ich nun ändern. Foto: Andreas Harbach

Was vermissen junge Menschen in der Stadt oder Gemeinde, in der sie leben? Sind es ganz banale Dinge wie zwei Basketballkörbe oder ein Jugendraum? Sind es ausgefallenere Sachen wie eine Graffitiwand oder eine Skaterbahn? Oder sind es etwas ausgeflippte Ideen wie Fastfood in der Schule? Bei der ersten Zukunftswerkstatt des Kreisjugendrings im Landkreis Bayreuth am Freitag in der Sportarena will man genau dieser Frage nachgehen.

Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren sollen dort kundtun, was sie sich wünschen oder – im „Erwachsenensprech“: „Junge Menschen können sich in einer jugendgerechten Form Gedanken zu ihrer Lebenswelt in ihrer Heimatgemeinde machen.“

Junge Leute mit vielen Vorschlägen

Am Dienstag trafen sich im Schülercafé der Werner-Porsch-Mittelschule Kreisjugendring-Vorsitzender Christian Porsch, KJR-Geschäftsführer Rainer Nürnberger und Silvia Herrmann und Bürgermeister Manfred Porsch mit etwa 30 Schülern der achten Klasse mit ihrem Lehrer Philip Wisnewski zur Generalprobe der vom Bundesprogramm „Demokratie leben“ unterstützen Zukunftswerkstatt.

Die jungen Leute hatten viele Vorschläge mitgebracht, wie man die Gemeinde aus ihrer Sicht attraktiver und spannender machen könnte. Mehr Freizeitmöglichkeiten für Sport und Spiele waren ebenso dabei wie Hotspots in den Einkaufsmärkten, Basketballplätze bei der Eisbahn und an der Schule, eine Kletterwand, ein schönerer Pausenhof oder neue Geschäfte im Ort.

Alle Speichersdorfer Jugendlichen persönlich eingeladen

„Die Gemeinde steht voll hinter dem Projekt. Wir nehmen eure Vorschläge sehr ernst“, sagte Bürgermeister Manfred Porsch und ermutigte die jungen Leute, alle Ideen einzubringen und seien sie noch so abenteuerlich. „Wir werden dann im Gemeinderat besprechen, was möglich ist.“

Christian Porsch, der KJR-Kreisvorsitzende und örtliche Jugendbeauftragte, hat alle 380 Speichersdorfer Jugendlichen persönlich eingeladen und auch in den Vereinen und Verbänden für die Zukunftswerkstatt geworben. „Die bisherige Resonanz ist sehr gut. Ich hoffe, dass viele junge Leute kommen am Freitag.“

Auch exotische Wünsche finden Gehör

Die Zukunftswerkstatt, die in den kommenden Monaten in möglichst vielen Kommunen des Landkreises durchgeführt werden soll, hat vier Eckpunkte: Die Erörterung baulicher Projekte unter dem Motto „Reiß ab - bau auf!“; die Gestaltung von Freizeitangeboten namens „In-Out“;  die persönliche Situation zum Thema „Schule und Arbeit“; und die Aufarbeitung der Frage „Wenn ich König von Speichersdorf wäre, würde ich ...“

Moderiert und geführt von KJR-Mitarbeitern sollen die Jugendlichen konkrete Wünsche genauso äußern wie auch exotisch anmutende Ideen und Wünsche. Für die Musik sorgt DJ Sebastian Stahl, und bei einer Verlosung sind schöne Preise zu gewinnen.

Gemeinderat befasst sich mit den Vorschlägen

Ziel der Veranstaltung sei es auch, einen Pool an engagierten jungen Menschen zu finden, aus dem sich vielleicht ein Stammtisch bildet, der seine Vorstellungen an die Gemeinde heranträgt und überprüft, welche Vorschläge konkret umgesetzt worden sind. Christian Porsch sagt: „Wir geben einen Impuls, damit junge Menschen ihre Zukunft planen können.“ Im Januar wird sich der Gemeinderat dann mit den Wünschen der Jugendlichen beschäftigen.

Zunächst aber bekommen die Speichersdorfer Volksvertreter am Freitag hautnah mit, was dem Nachwuchs auf den Nägeln brennt. Die Gemeinderäte werden sich nämlich höchstselbst um die Verpflegung der Werkstattbesucher kümmern.

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