Young Volleys: 2:3 im Oberfrankenderby

Viel Durchschlagskraft im Angriff zeigte Sophia Höreth von den Young Volleys (rechts), die sich in dieser Szene gegen die Bambergerin Anna-Lena Krön durchsetzte. Foto: Peter Kolb

Das Oberfrankenderby der Frauen-Regionaliga Süd-Ost zwischen den N.H. Young Volleys und den Ballarinas Bamberg wurde zu einem Vergleich auf Augenhöhe, obwohl die Favoritenrolle nach den zuletzt gezeigten Leistungen den Domstädterinnen zukam. Am Ende hatten die Gäste knapp im Tiebreak 3:2 (25:13, 20:25, 25:17, 21:25, 15:11) die Nase vorne und das Team aus Neudrossenfeld und Hollfeld einen Zähler mehr auf dem Konto.

Der erste Satz begann für die Gastgeberinnen holprig, die Bambergerinnen warteten mit druckvollen Aufschlägen auf und verzeichneten wenig Eigenfehler. Dabei hätte das Young-Volleys-Team von Trainer Marc d’Andrea einen guten Start benötigt, um daraus Selbstvertrauen für den weiteren Verlauf zu schöpfen. Aber spätestens nach der ersten Aufschlagserie von Kasia Trojan zum Zwischenstand von 10:4 für Bamberg war klar, dass es sehr schwer für die Gastgeberinnen werden würde. Deren Körpersprache zeigte Symptome von Ratlosigkeit und leichter Verzweiflung. Der Satz ging mit 25:13 deutlich an die Gäste.

Doch im zweiten Durchgang fand das Heimteam zu seinem Rhythmus. Aufschläge, Annahme und Angriff wurden konsequenter ausgeführt und man punktete solide. Nach ausgeglichenem Start drehten die Young Volleys einen 14:16-Rückstand in eine 18:17-Führung, die dann auf 22:18 ausgebaut wurde. Am Ende war mit 25:20 der Satzausgleich geschafft, die Fans durften wieder hoffen.

Doch die Berg- und Talfahrt ging weiter, Satz drei sollte wieder ins Tal führen. Beim Spielstand von 3:5 kam wieder Trojan zum Aufschlag und die Domstädter zogen auf 9:3 davon. Anschließend ließ die Bambergerin Leonie Engel eine weitere Aufschlagserie folgen und die Ballarinas lagen 14:6 in Führung. Diesen Rückstand konnten die Young Volleys zwischenzeitlich durch eine Reihe guter Aufschläge von Hannah Lauterbach auf 13:18 verkürzen, gaben den Satz dann aber doch deutlich mit 17:25 ab. Die Annahme war nur phasenweise stabil, das Zuspiel wenig variantenreich und der Angriff mit Ausnahme von Sophia Höreth wenig durchschlagskräftig.

Vor allem mit dem Aufschlag vermochten die Gastgeberinnen nur phasenweise Druck auszuüben und kamen daher immer wieder selbst unter Angriffsdruck. Für ihre kämpferische Einstellung verdienten sie aber trotzdem ein Lob: Mit den einheimischen Anhängern im Rücken erkämpften sie sich den vierten Satz. Auch hier ging es fast bis zum Schluss sehr eng zu, kein Team konnte sich absetzen. Am Ende stand ein 25:21 für die Gastgeberinnen zu Buche.

Entscheidende vier Punkte in Folge durch die Mitte

Der anschließende Tiebreak verlief zunächst ausgeglichen. Dann jedoch punkteten die Bambergerinnen viermal in Folge über die Mitte. Dem hatten die Young Volleys nichts mehr dagegen zu setzen und gaben den Entscheidungssatz 11:15 ab.

Info: In zwei Wochen setzen die N.H. Young Volleys die Regionalliga-Saison fort: Am Sonntag, 3. Dezember, haben sie sich beim Tabellenvorletzten TV Erlangen einen Sieg vorgenommen.

 

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