Winterdienst in Creußen So wenig Salz wie möglich auf der Straße

Creußens Bauhofleiter Werner Rustler spart beim Salzeinsatz beim Winterdienst, wo es nur geht. Aber mehr geht nicht, sagt er, die Sicherheit wäre sonst nicht gewährleistet. Foto: Klaus Trenz

CREUSSEN. „Ich weiß nicht, wo wir noch sparen könnten, ohne die Sicherheit einzuschränken. Wir hätten sonst einen schlechten Winterdienst“, sagt Werner Rustler, Leiter des Creußener Bauhofs. Seit 30 Jahren kümmert er sich schon um die sicheren Straßen in der kalten Jahreszeit.

In der Stadtratssitzung am Montagabend hatte Fritz Büttner (CSU) nach Einsparmöglichkeiten in Sachen Salzeinsatz gefragt. „Ich bin im März auf unseren Straßen gefahren und da waren diese noch ganz weiß, teilweise ist sogar eine Staubwolke aufgewirbelt“, sagte er. Ihm sei klar, dass die Sicherheit insbesondere auf Schulbusstrecken, an Einfahrten, auf stark befahrenen Straßen und an Steigungen oberste Priorität habe, trotzdem könne man eventuell bei den Seiten- und Nebenstraßen etwas zurückfahren. „Mir geht es dabei auch um die Auswirkungen für die Umwelt“, betonte Büttner.

Split nur auf Gehsteigen

Wenn man keine weißen Straßen wolle, dürfe man überhaupt kein Salz streuen, entgegnete Rustler. „Jeder Winterdienst ist eine Herausforderung“, sagte der Bauhofleiter. Früher habe man Split gestreut, wovon aber die Streufahrzeuge kaputt gegangen seien oder die Kanäle verstopften. Jetzt werde nur noch auf Sandstein – der kein Salz verträgt – und auf Gehsteigen Split gestreut.

Jede Nacht mache er um 3 Uhr eine Rundfahrt durch die Kommune, um das Wetter und den Streubedarf festzustellen, zu bestimmen, wie viele Fahrzeuge in den Einsatz müssen. Auch die Fahrzeuge belade er selbst.

„Um 6 Uhr müssen die ersten Straßen für den Berufsverkehr, um 7 Uhr für die Schulbusse frei sein“, betont er. Man könne 10.000 bis 15.000 Euro nur sparen, wenn man wesentlich weniger streue. „Dann rufen aber die Leute an und beschweren sich über schlecht geräumte Straßen“, gab Rustler zu bedenken.

Bei überfrierender Nässe sei es besonders wichtig zu streuen. „Wir haben permanent gespart, mehr geht nicht“, so Rustler.

Zwischen 120 und 180 Tonnen Salz habe man in den vergangenen Wintern je nach Wetterlage gestreut, informierte Bürgermeister Martin Dannhäußer (ÜWG-FW). Teilweise habe man auch Sackware gehabt, die aber um rund ein Drittel teurer ist. Darum habe man jetzt ein zweites Silo angeschafft.

„Werner Rustler hat das gut im Griff und spart, wo es möglich ist“, sagte Mario Tauber (ÜWG-FW). Auch andere Stadträte lobten den guten Winterdienst in der Stadt.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Passwort vergessen?
  2. * = Pflichtfeld
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!

Wenn Sie einen Kommentar verfassen, so wird dieser unter Ihrem Klarnamen, also dem von Ihnen angegebenen Vor- und Nachnamen veröffentlicht. Sollte Ihr Kommentar nicht sofort erscheinen, bitten wir Sie um etwas Geduld. Wir behalten uns vor, Kommentare vor der Veröffentlichung zu prüfen. Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Netiquette.

loading