Wiesent-Film Voll vorbei

Die Dreharbeiten führten Rucksack-Touristin Tamara Link auch ins Hollfelder Kintopp. Foto: Bayerischer Rundfunk

KOMMENTAR. Diese bösen Oberbayern. Ignorante Typen aus dem Ex-Amigo-Sumpfland, die uns Franken für dummdödelige Tölpel halten. Und uns nie über die Statistenrolle von fügsamen Marionetten hinauskommen lassen (wollen). Das klassische Vorurteil eines von Minderwertigkeitsgefühlen gebeutelten Volksstammes? Oder knallharte Realität, die auch das von München aus gelenkte TV-Geschehen genüsslich zelebriert?

Für Waischenfelds Bürgermeister Edmund Pirkelmann ist das kein Vorurteil. Hat es das Bayerische Fernsehen doch gewagt, eine junge Frau vier Tage an der Wiesent entlang auf Wandertour zu schicken und einen Film darüber zu drehen.

In Waischenfeld, für ihn die Tourismus-Metropole schlechthin an diesem Flüsschen (was sie ja auch ist), kam sie nicht vorbei. Oder eher doch. Und so wurde der Ort aber auch so was von gar nicht erwähnt. Das muss man nicht verstehen. Es ist blöd.

Aber, so der BR, es sei ein total subjektives Wandern gewesen, ohne Anspruch auf ein umfassendes Bild der Wiesent-Realität.

Was uns das sagt? Vorurteile links liegen lassen. Und froh sein, dass die aus dem Süden überhaupt zu uns kommen und nicht nur ab und an einen Tatort drehen. Ein bisschen mehr fränkische Gelassenheit! 

stefan.brand@
nordbayerischer-kurier.de

 

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