Wieder Trainerwechsel bei Haspo-Damen

Seine Pläne konnte Mario Malovetz (Mitte) bei den Haspo-Damen nicht wie erhofft umsetzen. Jetzt versucht es Yannick Berghammer (links). Foto: Peter Kolb

Der erste war schon vor dem ersten Saisonspiel in der 3. Bundesliga Ost ausgeschieden, der zweite folgte nun nach fünf Partien ohne Punktgewinn: Der Abschied von Mario Malovetz markiert bei den Damen von Haspo Bayreuth den zweiten Trainerwechsel innerhalb von nur sechs Wochen.

Die Ursachen sind in beiden Fällen vergleichbar: Während der im Sommer verpflichtete Andreas Trabold von seinem Wohnort in Unterfranken aus den Aufwand des Amtes aus beruflichen Gründen nicht mehr bewältigen konnte, sind es nun bei Malovetz vom TSV Friedberg bei Augsburg persönliche Gründe. „Da hatten wir schon richtig Pech, dass sich in beiden Fällen die Rahmenbedingungen in dieser Weise verändert haben“, sagt der stellvertretende Haspo-Vorsitzende Volker Ruoff.

Beide Entscheidungen seien nachvollziehbar, zumal man im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten in der Liga das Engagement nicht angemessen finanziell entschädigen könne: „Bei uns ist immer noch der Idealismus der Antrieb für alles.“ Gerade Malovetz habe einen Aufwand betrieben, der oft über das übliche Maß hinaus ging: „Das hatte ich noch nie erlebt“, betont Ruoff.

Funktionär in Friedberg

Nach zusätzlichen familiären Verpflichtungen sieht sich Malovetz nun aber vor Grenzen: „Ich habe auch gemerkt, dass sich meine Aufgaben als Funktionär in Friedberg nicht so schnell delegieren ließen. Darunter hätte dort auch die erste Männermannschaft zu leiden gehabt. Das hat mich in einen wirklichen Zwiespalt gebracht, und vielleicht hat man das auch beim Training in Bayreuth gemerkt.“

Unterschiedliche Auffassungen

Der 49-Jährige verhehlt aber auch nicht, dass der Ertrag seines Aufwands bei den Haspo-Damen nicht seinen Vorstellungen entsprochen hat: „Entweder hat die Mannschaft nicht verstanden, was ich ihr vermitteln wollte, oder sie wollte es nicht verstehen.“

Er habe sogar noch mehr Training anbieten wollen: „Es fehlt noch an vielen Stellen, um auf diesem Niveau bestehen zu können.“ Das habe ein großer Teil der Spielerinnen aber nicht so gesehen: „Beim letzten Spiel in Berlin ist endgültig deutlich geworden, dass das nicht so angenommen wird. Wenn nur ich dieser Meinung bin, dann hat es auch einfach keinen Wert mehr. Schließlich sollen alle auch ihren Spaß an der Sache haben – Mannschaft und Trainer.“

Nach diesen Erfahrungen mit zwei auswärtigen Trainern liegt eine Konsequenz der Haspo-Führung auf der Hand: „Wir sind froh, dass es eine interne Lösung gibt“, sagt Ruoff. Nachfolger von Mario Malovetz werden dessen bisherige Co-Trainer Michaela Lehnert und Yannick Berghammer, die auch schon manches Training eigenständig geleitet haben.

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