Wichtiger Sieg für Medi im Playoff-Kampf

Wie aus dem Lehrbuch: Andreas Seiferth (Mitte) stellt einen Block für Gabe York (am Ball). Die Straßburger Miro Bilan und Zack Wright haben das Nachsehen. Foto: Sven Ammon

Medi Bayreuth bleibt im Kampf um die Playoffs der Champions League weiterhin aussichtsreich im Rennen. Beim bis dahin punktgleichen französischen Vizemeister SIG Straßburg gewann der Bundesliga-Fünfte am Mittwochabend nach spannendem Spielverlauf mit 82:77 (44:32).

Damit verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Raoul Korner nicht nur auf den zweiten Tabellenplatz in Gruppe C, sondern verbuchte auch den im Endklassement bei Punktgleichheit entscheidenden direkten Vergleich gegen die Elsässer für sich. Auch das Hinspiel hatte sie gewonnen (82:80).

Matchwinner vor 5113 Zuschauern war Spielmacher James Robinson, der mit 21 Punkten nicht nur Topscorer der Partie war, sondern auch zehn der letzten zwölf Bayreuther Punkte erzielte. Der nächste Einsatz auf internationalem Parkett steht nach dreiwöchiger Weihnachtspause am 10. Januar 2018 zu Hause gegen Olimpija Ljubljana auf dem Programm. In der Bundesliga geht es bereits am morgigen Freitag gegen Spitzenreiter FC Bayern München (20.30 Uhr, Oberfrankenhalle) weiter.

Medi verspielt eine 20-Punkte-Führung

Im Vergleich zum 47:78-Debakel am vergangenen Samstag in der Bundesliga in Ludwigsburg waren die Bayreuther zu Spielbeginn nicht wiederzuerkennen. Hochkonzentriert in der Verteidigung, entschlossen beim Rebound und treffsicher vor allem von der Drei-Punkte-Linie (fünf Treffer bei fünf Versuchen!) spielten sie sich nach neun Minuten eine 15-Punkte-Führung (27:12) heraus. Bis zur Viertelpause konnten die Gastgeber auf 17:27 verkürzen.

Im zweiten Abschnitt stellten Linhart und Wachalski den alten Abstand wieder her. Damit nicht genug: Über vier Minuten gestatteten die Bayreuther den Hausherren keinen Korberfolg und zogen nach einem Dreier von Wachalski sogar auf 19 Punkte (38:19) davon. Doch erneut gehörte die Schlussphase den Straßburgern. Mit einer 44:32-Führung ging Medi in die Kabine. Insbesondere die hervorragende Wurfquote von 60,7 Prozent aus dem Feld (Straßburg 38,7) sprach für Bayreuth.

Nach Seitenwechsel warfen York, Robinson und Seiferth sogar eine 20-Punkte-Führung heraus (52:32). Doch wieder kamen die Hausherren nun stärker auf. Sie erhöhten die Intensität, Topscorer David Logan und Neuzugang Dee Bost trafen einen Dreier nach dem anderen, einige fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter taten ein Übriges: Der Vorsprung von Medi schmolz in den einstelligen Bereich. Nur noch mit einer 62:55-Führung ging es ins Schlussviertel.

Dort verkürzte Straßburg immer weiter. Zweieinhalb Minuten vor Schluss glich Bost per Dreier sogar zum 72:72 aus. Doch nun übernahm, wie eingangs erwähnt, Robinson die Verantwortung. Immer wieder fand er die passende Antwort auf Straßburger Körbe. Bost verwarf acht Sekunden vor dem Ende einen Dreier zum möglichen 80:80-Ausgleich. Auf der Gegenseite schloss York einen Schnellangriff mit einem Dunking zum Endstand ab.

 

Statistik

SIG Straßburg: Bost (16 Punkte, 2 Fouls), WRIGHT (5/3), Atkins (4/3), LEBEYRIE (15/2), LELOUP (9/2), LOGAN (20/1), BILAN (8/2), Kwedi, Beyhurst (0/0), Cortale; Rebounds: 31 (Bilan 7, Wright 6); Dreier 11 (Logan 6, Bost 3, Lebeyrie 1, Leloup 1).

Medi Bayreuth: ROBINSON (21/1), Cox (4/1), LINHART (5/3), Doreth (2/1), SEIFERTH (6/2), McCrea, Wachalski (8/3), Amaize (2/2), BROOKS (11/3), YORK (19/1), Adler, Marei (4/1); Rebounds: 36 (Marei 8, Linhart 5); Dreier: 10 (Robinson 3, York 3, Wachalski 2, Brooks 1, Linhart 1).

Schiedsrichter: Tolga Sahin (Italien), Anastasios Manos (Griechenland), Dariusz Zapolski (Polen).

Zuschauer: 5113.

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