Warnstreiks im Einzelhandel

Die Gewerkschaft Verdi ruft zu Warnstreiks im bayerischen Einzelhandel auf. Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Gewerkschaft Verdi ruft im bayerischen Einzelhandel erneut zu einzelnen Warnstreiks auf. Bestreikt werden sollen am Donnerstag neun Geschäfte und ein Lagerhaus in mehreren fränkischen Städten, darunter Würzburg, Schweinfurt und Nürnberg.

Verdi rechnet mit etwa 250 Teilnehmern. In Schweinfurt ist am Vormittag auch eine Kundgebung geplant. Am Freitag treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zur dritten Runde der Tarifverhandlungen.

200.000 Menschen im bayerischen Einzelhandel ohne Tarif

Im bayerischen Einzelhandel arbeiten nach Verdi-Angaben etwa eine halbe Million Menschen, von denen 200.000 aber in nicht tarifgebundenen Betrieben angestellt sind. Die Gewerkschaft fordert eine durchgängige Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro sowie 100 Euro monatlich mehr für die Auszubildenden.

Außerdem soll der neue Tarif für sämtliche Einzelhandelsbetriebe in Bayern gelten. Das lehnen die Arbeitgeber ab. Sie bieten eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent und im kommenden Jahr ein weiteres Prozent an, außerdem eine jährliche Einmalzahlung von 150 Euro. dpa

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